Home/News‎ > ‎

DM Berlin: Bronze für Maximilian Bayer, Rang vier für Manuel Marko

veröffentlicht um 08.08.2019, 02:47 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 08.08.2019, 10:40 von Reinhard Köchl ]
Berlin (ebk) Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften sorgten zwei Athleten des MTV Ingolstadt für die Spitzenresultate aus regionaler Sicht. Vor stimmungsvoller Kulisse auf der blauen Bahn im sehr gut gefüllten Berliner Olympiastadion glänzten Maximilian Bayer im Hürdenlauf und Manuel Marko im Hochsprung mit den Plätzen drei und vier.

Als erster MTV-Starter war am Samstagvormittag Samuel Werdecker im Vorlauf über 400 Meter unterwegs. Der erst 21 Jahre alte Student ging sein Rennen deutlich zu schnell an und verpasste als Dritter seines Vorlaufes das Finale nur um eine gute halbe Sekunde, obwohl seine 47,88 Sekunden vor drei Wochen locker für den bayerischen Meistertitel gereicht hätten.

Medaillenkandidat Maximilian Bayer, aktuell Nummer zwei der DLV-Rangliste, qualifizierte sich am Nachmittag als Sieger in seinem Halbfinale über 110 Meter Hürden souverän für den Endlauf. 13,96 Sekunden bedeuteten hinter dem Top-Favoriten Gregor Traber (LAV Stadtwerke Tübingen; 13,58 Sekunden) dann auch die zweitbeste Zeit. Im Finale dann dasselbe Bild bis zur vorletzten der zehn Hürden: Traber vor Bayer und dann das restliche Feld. Während der Tübinger in 13,68 Sekunden seinen Vorsprung sicher ins Ziel brachte, krachte der Ingolstädter voll in die neunte Hürde und musste Martin Vogel (SC DHfK Leipzig), den er beim MTV Meet-IN noch deutlich distanziert hatte, in 13,88 zu 13,89 Sekunden vorbeiziehen lassen. „Das ist eben Hürdenlauf“, so ein trotz der Bronzemedaille sichtlich enttäuschter Maximilian Bayer, der noch Glück im Unglück hatte und sich bei seinem Beinahe-Sturz nicht schwerer verletzte.

Der zweite Tag im Olympiastadion begann für das Aufgebot des MTV Ingolstadt am Vormittag mit den Staffelläufen der Frauen über 4 x 100 Meter. Das Schanzer Quartett musste dabei völlig umgekrempelt werden, denn aus dem Team, das bereits im Vorjahr den MTV-Startplatz gesichert hatte, war nur noch Startläuferin Helen Linke übriggeblieben. In der Besetzung Linke, Sophia Eberle, Elisabeth Glonegger und Sofie Nixdorf ging es vor allem darum, eine ansprechende Zeit unter 50 Sekunden zu erzielen. Am Ende kam die Staffel auf Platz 36 unter 44 gemeldeten Teams ins Ziel. Die für das hoch zufriedene MTV- Quartett gestoppten 48,91 Sekunden hätten bei den bayerischen Titelkämpfen dieses Jahres den Gewinn von Bronze bedeutet.

Während Hürdenläufer Maximilian Bayer trotz der Medaille etwas geknickt war, strahlte Hochspringer Manuel Marko nach seinem „undankbaren“ vierten Platz übers ganz Gesicht. Im Feld der zehn qualifizierten Hochspringer waren in der Nachmittags-Session neben Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer Leverkusen) weitere vier Springer mit Bestleistungen deutlich über 2,20 Meter am Start. Für Manuel Marko, der seinen Hausrekord in diesem Jahr auf 2,12 Meter gesteigert hat, sollte es vor allem darum gehen, das Ergebnis von den Hallentitelkämpfen (Platz 8 mit 2,05 Metern) zu bestätigen. Die Anfangshöhe von 2,00 Metern und die nächste Höhe von 2,05 Metern übersprang der MTV-Athlet auf Anhieb sehr sicher. Bei 2,10 Metern waren mit dem Polizeibeamten, der seit zwei Jahren in Ingolstadt trainiert, nur noch sechs weitere Springer im Wettbewerb. Nach einem verunglückten ersten Sprung meisterte Marko diese Höhe im zweiten Versuch klar, was außer ihm nur noch vier Mitkonkurrenten gelang. Dass dieser eine Fehlversuch am Schluss sogar die Bronzemedaille kosten würde, war zu diesem Zeitpunkt des Wettkampfs noch nicht klar. An 2,15 Metern scheiterten bis auf Przybylko und den späteren Zweiten Falk Wendrich (LAZ Soest) alle Springer dreimal, so dass Bastian Rudolf (Dresdner SC), der für die 2,10 Meter nur einen Versuch gebraucht hatte, auf dem dritten Rang landete. Trotz aller Freude über seine Leistung haderte Marko etwas mit seinem Material. Beim zweiten Versuch über 2,15 Meter war der untere Teil seines Sprungschuhs weggebrochen, so dass er seinen letzten Sprung nur mit einer notdürftig durch Tape fixierten Schuhsole absolvieren konnte. Bei den deutschen Polizeimeisterschaften, die demnächst in Göttingen anstehen, soll es für Manuel Marko mit neuen Sprungschuhen nochmals hoch hinausgehen.

                     Maximilian Bayer                                                                         Manuel Marko  (Fotos: Theo Kiefner)