Startseite


2.9. Westdeutsche Meisterschaften St. Wendel

Darmstädter Starter auf Titeljagt...



9 Darmstädter Starter fuhren dann doch noch kurzfristig alle zusammen auf die Westdeutschen Meisterschaften im Sportklettern.

Für einige war es der bisher höchste Wettkampf, für andere der erste Wettkampf überhaupt und für einige ein guter Vorbereitungswettkampf für die DSC´s...

Dementsprechend unterschiedlich vielen auch die Ergebnisse aus:

Gleich als erster Starter hatte es Luca in der ersten Quali besonders schwer, erkletterte sich aber trotzdem den 9. Platz und schaftte es mit dem 13. Platz in der zweiten Quali so auf den 12. Gesamtplatz. Einen Rang weiter in Quali 1 und einen Griff weiter in Quali 2 reichte am Ende für Jannis für einen 9. Gesamtplatz ebenfalls in der Jugend B bei seinem ersten Wettkampf!

In der weiblichen Jugend B legte Lea eine super gute 2. Quali hin und erreichte dort Platz 2 und konnte so das Ergebniss der leider nicht so gut gelaufenen 1. Quali etwas ausgelichen, sodass sie am Ende Platz 11 erreichte. Paul, der im Moment leider nicht in Topform ist, schrammte um 2 Plätze am Finale vorbei und wurde so 8. in der männlichen Jugend C. Alle anderen Starter sicherten sich souverän den Finaleinzug. Besonders beeindruckend war dabei die Leistung von Charlotte (Jugend C), die bei ihrem 1. Jugendwettkampf gleich als drittplatzierte ins Finale einzog, als auch die Leistungen von Janka (Jugend B), Lilli (Jugend A, Damen) und Marvin (Herren), die alle souverän als erstplatzierte ins Finale einzogen, teilweise mit Tops in beiden Routen!

Und dann im Finale wurde gerockt!

Spannung und Daumen drücken war angesagt in der Finalroute der weiblichen Jugend, bei dem es galt eine sehr harte und schwer lesbare Stelle zu überwinden und vor allem den von unten nicht erkennbaren Griff auf einem Volumen nicht zu übersehen.

Als einzigste in ihrer Jugend konnte Charlotte diese Stelle überwinden und wir dürfen gratulieren zum westdeutschen Meistertitel! Janka ließ auch im Finale nichts anbrennen und kletterte ganze 7 Griffe weiter als die Zweitplatzierte. Und Lilli konnte sogar die noch fehlenden 2 Züge klettern und erkletterte sich mit einem Top im Finale ebenfalls den Meistertitel!

Auch bei Timon gab es allen Grund zum staunen als er nachdem er an der schwierigen Gleichgewichts-Schieberstelle rausgefallen war, in die Verschneidung rüberkippte und sich dort sogar noch für einige Sekunden halten konnte.

Im Damenfinale konnte Lilli an ihren Erfolg anknüpfen und holte sich dort ebenfalls den Titel.

Als letzter Starter verschenkte Marvin leider die letzte Chance auf einen weiteren Titel, als er bei einer sehr wackeligen Stelle das Loch nicht schnell genug einsortiert bekam um die offene Tür abzufangen. Es ist hart am Ende auf dem 5. Platz zu landen, obwohl man hätte gewinnen können..


Als Resümee sind die Ergebnisse ein Zeichen das wir mit der Wettkampfförderung in Darmstadt auf dem richtigen Weg an die Spitze sind und das die Hälfte der Titel an für Darmstadt startende oder in Darmstadt trainierende Athleten ging, hat sicherlich auch bleibenden Eindruck hinterlassen.


Autor: Marvin Winkler


Ergebnisse:

wJC

mJC

wJB

mJB

wJA

mJA

Damen

Herren

Carlotte 1.

Paul 8.

Janka 1.

Lea 11.

Jannis 9.

Luca 11.

Lilli 1.

Timon 4.

Lilli 1.

Marvin 5.


Vollständige Ergebnisse auf:

http://www.digitalrock.de/






2.6. offene RLP-Meisterschaft Bouldern

Es ist 22:33 und die Darmstädter Starter sitzen auf der Rückfahrt von der offenen RLP Meisterschaft Bouldern kaputt und müde aber glücklich im Auto.

Schon zu Beginn passte das Timing und wir erreichten dank unserem Chaufeur Tim Heckmann die Rocktown in letzter Minute.

Das übliche Prozedere und dann Schuhe an, aufwärmen und los gings...

Paul, Lea und Niklas konnten ihre 6 Qualiboulder gemeinsam versuchen während Marvin ganz auf sich allein gestellt war... ;)

Niklas machte mit allen Bouldern kurzen Prozess und sicherte sich mit 6 Flashs kurzerhand die Finalteilnahme. Auch für Paul reichte es mit 2 Tops für einen Finaleinzug während Lea leider als 8. wieder ganz knapp am Finale vorbeischrammte. Und auch Marvin konnte sich für das Halbfinale qualifizieren.

Die ersten 3 Quadratzahlen 1,2,4,als Anzahl der Versuche für 3 Tops gaben Marvin die Lizenz fürs Finale.

Paul und Niklas mussten danach sofort in die Iso und Lea missglückte der Versuch sich trotzdem in die Iso zu schummeln... ;)

Mit Spannung und etwas Lampenfieber erwartete Paul 4 sehr schwere Qualiboulder vor einem großen Publikum.Paul schlug sich wacker durch, war aber trotzdem froh als er den Wettkampfstress mit dem letzten Boulder hinter sich lassen konnte und erreichte so Platz 6.

Durch ein für ihn erfolgreiches Finale erboulderte sich Niklas den 3. Platz auf dem Trepchen.

Marvin gab im Finale noch mal vollgas und so reichtes es am ende für einen akzeptablen 5. Platz.


Wir gehen alle mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen reicher aus diesem Wettkampf. Für Paul, Lea und Niklas war es der erste offizielle Bouldercup und dann insgesamt gleich 3 mal Finale und ein mal Trepchen kann sich sehen lassen.

We will be back...


Autoren: Gemeinschaftsproduktion von Paul, Lea, Niklas und Marvin


Bilder folgen....


28.4. offene Hessenmeisterschaften Lead - Wetzlar 2012

Dieses Jahr betreute ich die Hessenmeisterschaften als Trainer und Wettkampfkoordinator. Hier mein Bericht aus dieser Perspektive...

Die diesjährige Hessenmeistertschaft hatte schon einen Erfolg zu verbuchen bevor es überhaupt mit dem Klettern los ging...

Die 10 Starter sind die größte Anzahl an Startern die jemals bei einer Meisterschaft für die Sektion Darmstadt gestartet sind! Jeder mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Erwartungen an diesen Tag.

Die meißten davon trafen sich am Samstag morgen vor der Kletterhalle. Meine Aufgabe als Trainer und Wettkampfkoordinator war es, „unsere“ Starter zu koordinieren sowie vor, während und nach dem Wettkampf zu betreuen.

Der Wettkampf musste im Vorfeld besprochen werden, Trainings und Wettkampfsimulationen wurden durchgeführt, Material für den Wettkampf organisiert, Meldelisten gecheckt, Fahrgemeinschaften organisiert und noch viele Dinge mehr. Meine Erfahrung war, das weder für mich als Trainer noch für die Athleten der Wettkampf mit dem Wettkampf beginnt, sondern schon einige Monate im Voraus.

Doch zurück zu dem Tag selbst. Alle waren mittlerweile im Cube Kletterzentrum Wetzlar angekommen. Für mich war klar das es ein super anstrengender und stressiger Tag werden würde,doch zum Glück waren noch weitere Betreuer dabei, die einige Aufgaben übernahmen und damit die Sache für mich ein bisschen entspannter machten. Danke!

Ich glaube es ist am Anfang nicht die Aufregung per se, die zu Beginn diese unruhige Stimmung erzeugt, sondern das lange verharren in dieser schrecklichen Ungewissheit: Nicht zu wissen wann man dran ist weil die Startlisten immer noch nicht hängen und auch keiner eine Information hat, wann diese ausgehangen werden, dementsprechend man auch nicht weiß, welche Route man klettern muss, wann es los geht und wann man sich aufwärmen muss...

Naja schließlich war das dann doch alles geschehen und bekannt und ich versuchte mit jedem Starter kurz seine Qualiroute zu besprechen und mitzuteilen, wann wer wo an der Reihe ist. Die Routen stellten hohe Anforderungen an das klettertechnische Können und waren komplex, 3-dimensional und spektakulär geschraubt.

Inzwischen war es höchste Zeit für die Ersten sich Aufzuwärmen und dann ging es Schlag auf Schlag. Ich muss zugeben ich habe irgendwann den Überblick etwas verloren. Man muss auf so viele Sachen gleichzeitig achten: Wer muss sich wann anfangen aufzuwärmen, wer muss wann wo am Start sein, hat der Athlet auch alles dabei... Und das bei 10 Startern und gleichzeitig noch filmen , anfeuern, vor und nach der Route betreuen, beim Aufwärmen helfen...

Ich bin echt froh das die älteren und erfahrenen Starter dies alleine hin bekommen haben, sodass ich mich auf die jüngeren und unerfahrenen Starter konzentrieren konnte. Dann waren irgendwann alle durch und die Bilanz nach der Qualifikationsrunde kann sich sehen lassen:

Janka toppte souverän beide Qualis und war damit als erstplatzierte im Finale! Auch Lucas erkletterte sich ein Finale sowohl in der Kategorie Jugend A als auch bei den Herren. Auch Frederick und Paul gelang eine Finalteilnahme bei ihrem 1. Wettkampf. Besonders einer hat mich positiv sehr überrascht: Der im Training doch eher etwas zögerlich, fast schüchternd kletternde Paul legte gleich 2 Gänge auf einmal zu und plötzlich war da Spannung, Dynamik, Wille und last but not least auch Begeisterung zu erkennen. Auch Simone Müller war wieder unter den Starterinnen anzutreffen und hatte noch die beiden Schwestern Simone und Caro Schroeder aus ihrer Jugendgruppe mitgebracht. Ich denke für die beiden müssen wir noch ein geeignetes Trainingssystem finden, dann geht da das nächste mal mit Sicherheit was nach vorne. Niklas machte seine Aufgeregtheit und den Fehler in der 1. Quali durch den gelungenen Sprung in der 2. weg und landete dadurch auf dem 5. (8.) Rang in einem sehr starken Teilnehmerfeld.

Lea bekam ihre Aufgeregtheit sehr gut unter Kontrolle und verpasste um einen Griff haarscharf die Finalteilnahme. Trotzdem zeigte sich sich mit dem 3.(8.) Platz für ihren ersten Wettkampf recht zufrieden.

Dann gings ans Ergebnisslistenkontrolieren und der folgende Einspruchsversuch, dem im endeffeckt dann nicht stattgegeben wurde, verlangte mir noch mal alles ab.

4 Teilnehemer hatten sich für das Finale qualifiziert. Paul (Jugend C), Janka (Jugend B), Lucas (Jugend A, Herren) und Frederick (Junioren).

Im Finale war es mir als Trainer möglich, eine viel engere Beziehung zu dem Athlet aufzubauen, da man sich viel mehr auf die einzelnen Athleten konzentrieren kann. Dementsprechend fiebert man natürlich auch ganz anders mit.

Paul gelang es leider nicht seine in der Qualifikationsrunde gewonne Sicherheit auf sein Klettern im Finale zu übertragen. Manchmal ist es so, man sieht jemand klettern und kann sich komplett in sein Klettern hineinversetzen. So ging es mir bei Paul. Und dann war da plötzlich der Fuß, etwas unpräzise gesetzt. Ich dachte mir nur. Oh Oh Paul, setzt den Fuß nochmal, der könnte, kann, rutscht ab. Schade, eigentlich super Idee, da wäre mit Sicherheit auch noch mehr gegangen...als der 4. (5.) Platz...

Lucas lieferte einen souveränen Auftritt im Jugend A Finale und erkletterte sich den Vize-Hessenmeistertitel. Im Herrenfinale schätzte er den Sprung falsch ein, wie 4 andere auch und landete aufgrund schlechterer Qualifikationsergebnisse schlussendlich dort auf dem 6. (9.). Platz.

Frederick nahm 2 Griffe in der falschen Reihenfolge und konnte somit den Schwung nicht mehr abfangen. Es sind die Momente in denen man als Trainer gerne reinrufen würde... Der 5. (6.) Platz war das Ergebnis.

Und Janka, das Highlight zum Schluss: Sie hatte ja schon ganz andere Ambitionen als die meisten anderern. Das Ziel war ganz klar: „Ich will gewinnen“ Also wir dürfen gratulieren zum Hessenmeistertitel!


Ich denke, allen hat der Wettkampf großen Spaß gemacht, und das ist doch erstmal die Hauptsache. Nebenbei wurden noch größere und kleinere Erfolge erzielt, objektiv wie subjektiv betrachtet. Super fand ich auch, das so ein WIR, Wir Darmstädter entstanden ist, sodass jeder wusste wo er dazugehört. Mir hat der Job als Trainer und Koordinator sehr viel Spaß gemacht, obwohl es natürlich auch sehr anstrengend war. Ich kann mir gut vorstellen, das „Team Darmstadt“ auf weitere Wettkämpfe zu begleitet.



11.2.
Video Stützpunkttraining

http://vimeo.com/36574739

10.1. 2012
Ich freue mich Steinwild als meinen offiziellen Sponsor bekannt geben zu dürfen und hoffe auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!!!
Nein, jetzt mal Spaß beiseite: Die Klamotten sind echt aller erste Sahne! Aber überzeugt Euch am besten selbst...

https://www.facebook.com/#!/pages/Steinwild/166728860054705?sk=wall



España otra vez

Bereits bei meinem letzten Spanientripp viel mir diese Wand ins Auge, doch leider war es damals noch zu warm um dort zu klettern...
Doch in der Zwischenzeit reifte der Entschluss im Winter nochmal nach Oliana zu fahren...
Also gings durch das Land der vielen Felsen in das Land mit noch mehr Felsen...
In Oliana sind die Bedingungen zur Zeit nahezu perfekt, während am Anfang es tagsüber in der Sonne noch zu warm war und sich die entscheidenden go's sich auf die schattigen Abendstunden konzentrierten ist es hier mittlerweile deutlich kälter geworden, sodass schwer klettern nun den ganzen Tag möglich ist...
Doch nicht nur die guten Bedingungen sondern auch das unvergleichliche Ambiente, die zahlreichen mega gut aussehenden Linien und last but not least die motivierende Stimmung verleitet uns oft "einen über die Haut zu klettern"
Oliana liegt hoch über dem Tal mit dem gleichnahmigen Ort Oliana. Während das Tal häufig unter einem dichten Wolkenschleier verborgen bleibt, treibt uns die Sonne schon früh morgens die Kälte der Nacht aus den Knochen und treibt die Temperatur auf kletterfreundliche Grade.
Doch nicht nur durch die wärmende Sonne wird derjenige belohnt, der den Weg hier hoch in kauf nimmt, sondern auch durch den weit schweifenden Blick über ein weißes Wolkenmeer, aus dem die Gipfel der umliegenden Berge hervorstechen...
Doch auch die Wand lässt keine Wünsche offen. Bis zu 50m hoch ziehen die Linien an dem leicht überhängendem gelben Gestein in den Himmel, immer wieder durchzogen von grauen Sinterstreifen.
Am Fels trifft man globale Kletterprominenz:  Hélena Aleman, Chris Sharma und Daila Oileda und vor kurzem durften wir sogar Zeuge der ersten Wiederholung von "Panchama, 9a+" von Sashi Amma werden! Mal sehen wer in der nächsten Zeit hier noch so aufkreuzt...


23.12.11
Im Moment probiere ich "Fisheye", eine 50m lange 8c.
Man klettert und klettert bis man total gepummt ist und fast mit dicken Armen aus der Wand fliegt, und schnappt dann in den retenden Schüttelgriff, an dem man sich dann wieder etwas runter schütteln kann und dann das selbe Spiel von vorne. Das geht so 3, 4 Mal und wenn man denkt man hats endlich geschafft, kommt oben auf der Platte die böse Überraschung: Ein 7a Boulder mit abschüssigen Leisten und Löchern mit sehr schlechten Tritten und das nach 45 pumpigen Metern!
Mir läuft "Fisheye" echt immer besser rein und bei fast jedem Mal komme ich ein Stück weiter...
Um oben in der Platte anzukommen muss ich aber trotzdem voll fighten, sowohl pysisch um trotz der dicken Arme noch Zug um Zug zu machen als auch psysisch, um trotz des brennenden Schmerzes in den Unterarmen nich los zu lassen. An dem letzten guten Schüttler heißt es sich dann noch mal so gut es geht runter ruhen - ich werd so langsam echt der Schüttelmaster - sodass einem nicht sofort wieder die Arme zu laufen und dann in dem Boulder nochmal super präzise bleiben. Ein kleiner Wackler und ich bin da weg vom Fenster...
Vorgestern hatte ich meinen bisher besten Versuch, unten liefs echt super und an dem letzten Schüttler hab ich echt eine halbe Ewigkeit geschüttelt, sodass ich an dem Boulder noch relativ frisch ankam und sogar an der guten Leiste, nach dem Boulder hängen blieb. Doch zu früh gefreut: Gerade in dem Moment rutscht mir der Fuß und das wars. Naja trotzdem weiß ich jetzt dass "Fisheye" für mich möglich ist, und wenns beim nächsten Mal klappt wär das ein super Weihnachtsgeschenk.

An Heiligabend dann ein weiterer Versuch, wieder bin ich über die Schlüsselstelle drüber doch zwei Züge vor Top wollen die Finger einfach nicht mehr dem Befehl „festhalten“ gehorchen. „Fisheye“ ist so pumpig, da kann ich nur einen guten Versuch am Tag machen...

Was ich mir zu Weihnachten wünsche? „Fisheye“ zu klettern!

Nach zwei weitern Klettertagen in Terradets an der „Hexenwand“ (Paret de les Bruixes) und meiner ersten 8a+ onsight sowie zwei Ruhetagen hieß es dann voll ausgeruht wieder angreifen.

Doch manchmal kommt es anders... Am morgen hatte ich starke Bauchschmerzen und eigentlich wollte ich gar nicht klettern, ließ mich aber dann doch überreden...

Ich glaube „Fisheye“ ist ein Ausdauer- und Tempowechselproblem. Dies gelang mir bei diesem Go dann erstaunlich gut. Im unteren Teil kletterte ich schnell und dynamisch um möglichst effektiv zu sein, nach der halben Stunde schütteln war dann der Schalter wie umgelgt und ich konnte die Abschlussplatte und den Abschlussboulder kontroliert hinter mich bringen und clippte mit einem Freudenschrei den Umlenker. Das ist der Hammer: In so einem geilen Gebiet eine solche Route geklettert zu haben! Und nebenbei meine 2. 8c.

Danach wollte ich von Chris Sharma noch unbedigt wissen, warum er diese Route so genannt hat. Er meinte, der Felsriegel von Oliana hätte die Form eines Fishauges, und „Fisheye“ zieht mitten durch. Naja mit viel Fantasie...

Ein erfolgreicher Jahresabschluss aber jetzt freue ich mich auch auf die verpassten Weihnachtsplätzchen zu Hause!






Y para todo Espana...



Nach einer Woche bouldern in Fontaine Bleau waren die Finger entsprechend offen und die Kräfte am Ende. Genau der richtige Zeitpunkt um weiter nach Spanien zu fahren...
Aufgrund der grandiosen Landschaft wurde mir empfohlen nicht an der Küste entlang zu fahren sondern einen Abstecher durch die Pyrinaen zu machen.
So bog ich bei Perpignan richtung Font Romeu ab und landete durch einige kleine Verfahrerchen direkt am Parkplatz des Bouldergebiets Targasonne, der unschwer an den zahlreichen VW Bussen zu erkennen war...
Targasonne liegt direkt an der französisch-spanischen Grenze auf einem Hochplateau in mitten der Pyrinaen. Die Boulder befinden sich je nach Sektor im lichten Wald oder auf einer freien Grasfläche.
Obwohl der Granit recht griffig war, war es für mich doch erst mal eine ziemliche Umstellung.
Zudem sind die Boulder meist höher als in Bleau und der Abstieg gestaltet sich häufig recht schwierig...:)
Auch die Bewertung ist typisch spanisch: So konnte ich einige 7a's flashen und einige weitere 7b's klettern.

Am nächsten Tag bin ich dann weiter nach Margalef gefahren.
Es ist immer wieder gigantisch zu sehen wie viel Fels dort rumsteht...

In den ersten 2 Tagen war ich dann im Sektor Cova Soleidad unterwegs, mit einem Franzosen und einem Spanier. Ist ganz lustig...
Die erste 8a+ dort viel mir echt schwer. Pressige Sinterkletterei und danach Ausdauer an guten Löchern. Ich glaube das war eine der härtesten 8a's die ich je geklettert bin...
Vor allem mit den tausend Tritten überall kam ich am Anfang echt nicht klar.
Die 8a " Dr. Feel Good" links daneben konnte ich aber dann flashen, wobei man dazu sagen muss, das diese echt gängig ist.


Nach den ersten beiden erfolgreichen Klettertagen hier in Margalef fühlte ich mich reif für den nächsten Ruhetag. An diesem bin ich mit jemand aus Franken den ich hier kennen gelernt habe, nach Oliana und St. Linya zum sightseeing gefahren. Beides echt sehr beeindruckende Gebiete... aber da sie beide südseitig ausgerichtet sind im Moment leider noch zu warm. Also erst mal in Margalef bleiben ist der Plan. Das ist auch echt ein magischer Ort zum klettern...:) So viele coole Routen in allen Schwierigkeiten, Ausrichtungen und Stilen. Drum herum gibt es auch alles was man braucht: Nette und offene Leute aus aller Welt zum klettern, Plätze wo man sich mit dem Bus hinstellen oder sogar Zelten kann ohne das sich jemand gestört fühlen würde, Brunnen mit Trinkwasser, gutes Wetter zum Klettern und nicht zu vergessen die Klettererbar. Ich glaube das magische an diesem Ort ist das sich hier alles ums Klettern dreht. Ich hoffe ihr seid jetzt alle schön neidisch ;) Doch genug der Schwärmerei... Am nächsten Klettertag hab ich mir dann Aitzol im Sektor Finestra angeschaut und konnte auch alle Einzelzüge recht locker klettern. Aitzol soll aber auch recht gängig sein für 8c. Aber coole Route und mal schauen ob's geht... Am Tag drauf war ich dann im Nachbarsektor Tenebres mit einem Spanier unterwegs der dort noch eine 8a als Projekt hatte. Nach der ersten Aufwärmroute wollte ich eigentlich erst noch eine der 7c's machen, die waren jedoch alle von so ner Riesengruppe Deutscher besetzt. Ich hatte keine Lust noch länger zu warten und stieg dann "a muerte" in die 8a "Sàtiva patàtica" ein und das ging dann irgendwie immer weiter bis zum Top. 8a onsight war ein cooler Start in den Tag und dann kletterte ich noch die beiden 7c's hintereinander. "Es todo para los bizeps" ...:) Und am Ende noch den "Fustigador" 8a+ in Finestra. Das war ein echt cooler und erfolgreicher Klettertag doch so langsam macht sich hier der Wetterumsturz bemerkbar und ca. jeden Zweiten hat es mit einer Erkältung erwischt. Leider blieb auch ich nicht verschont und jetzt muss ich erst mal schauen dass ich das ordentlich auskuriere um dann wieder voll angreifen zu können....

Die Erkältung ist vorrüber und die letzten beiden Tage war ich in Finestra gewesen und habe weiter an Aitzol probiert und es ging auch immer besser...
Zusätzlich habe ich mir noch "niña mala", eine super schöne 8b mit vielen weiten und dynamischen Zügen, angeschaut.

Die letzten 3 Tage machte das Wetter das Klettern leider unmöglich. Alles war in dichten Nebel gehüllt und dazu kam häufig noch leichter, gleichmäßiger jedoch lang andauernder Regen.
Es war richtig herbstlich geworden. 
Trotzdem gibt es ein paar Sektoren in denen auch bei Regen einige Routen zum Großteil trocken bleiben. An denen war es dann auch entsprechend voll.
Auch ich hatte nicht die Geduld 3 Regentage auszusitzen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit schmierten die Griffe und Tritte jedoch so dass mir das Klettern kein Spaß machte und ich es nach 2 Routen bis auf weiteres vertagte.

Inzwischen ist das schlechte Wetter wieder vorbei und ich habe weiter die Zügen von Aitzol verfeinert. Der erste Teil läuft mitlerweile echt super und ich klettere immer bis mitten in die Schlüsselstelle wo ich,ich weiss auch nicht wieso, die letzten Male immer an einem weiten Blockierzug gefallen bin. Das hat mich dann schon ein bisschen genervt. Zumal der Zug aus dem Hängen immer geht und es danach nur noch zwei schwierige Züge sind... Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher dass ich die Route klettern kann, aber im Moment will es einfach noch nicht funktionierern...
Vielleicht brauche ich auch einfach mal Tapetenwechsel für ein paar Tage..

Also bin ich für ein paar Tage nach Siurana gefahren. Doch diese waren leider auch sehr vom Regen geprägt.
Von dem was ich mitbekommen habe, ist die Kletterei im Gegensatz zu Margalef sehr technisch, also senkrechtes Leistenknallen... was aber für mich eine gute Abwechslung war.

Danach endlich wieder gutes Wetter! Ich ging wieder nach Margalef um weiter Aitzol zu probieren und plötzlich klappte der Blockierzug fast jedes mal, dafür fiel ich aber bestimmt 20 mal an dem nächsten Zug, einem weiten Schnapper an eine Leiste. Ich wusste wenn ich ein mal an der Leiste kleben bleibe, kann ich den Rest auch noch rausklettern.

Um den Kopf wieder frei zu bekommen und auch weil ich mir das Gebiet unbedingt noch anschauen wollte, fuhr ich einen Tag nach Montsant in den bekanntesten und schwersten Sektor "Racó de Missa" Dort gibt es mega lange Ausdauerrouten in einem echt beeindruckendem Ambiente.

Danach machte ich, auch gezwungen durch das Wetter, 2 Tage Pause und setzte so alles auf eine Karte.

Als ich dann nach Margalef kann, stellte ich erstaunt fest, dass es dort nicht so viel geregnet hatte und der Ausstieg trocken war. Leider war jedoch niemand dort und so fing ich schon deprimiert an meine Exen aus der 8b abzubauen. Dabei fielen mir schon die perfekten Bedingungen auf: echt sau kalt und die Leisten und Löcher haben regelrecht geklebt.
Dann kamen zum Glück doch noch Leute. Ein perfekter Go, ich blieb an der Leiste kleben und bin's dann halt noch rausgeklettert. Das war echt ein super Gefühl den Umlenker zu klippen aber auch irgendwie ziemlich erlösend. Vielleicht hatte mir gerade der nötige Druck gefehlt.

Die Zeit in Spanien war wieder echt ein super Erlebnis, hatte jedoch leider etwas den bitteren Beigeschmack des schlechten Wetters. Aber ich werde bestimmt noch mal wiederkommen...

Aber jetzt heißt es erstmal vollgas trainieren bis zur DM.

 







Untergeordnete Seiten (3): Bilder Blog Wettkämpfe