Ausführliche Beschreibung

Inklusion leben – Partizipation ermöglichen

Eine Pädagogik der Achtsamkeit und Demokratie

Von der Integration zur Inklusion – ein Haus mit seinen Menschen entwickelte sich weiter

Inklusive Bildung, Erziehung und Betreuung ist mehr, als „nur“ die Aufnahme und Teilhabe von Kindern mit (drohenden) Behinderungen. Für unsere Kita ist es das Selbstverständnis, das alle Kinder und MitarbeiterInnen, gleich welcher Herkunft, welcher Entwicklung, welcher Krankheiten, welcher Begabungen und welcher Besonderheiten bei uns leben, spielen, singen, lachen, arbeiten, lernen, streiten, werkeln  und sich eben entwickeln und bilden dürfen. Allen Kindern wird eine individuelle Bildungsbegleitung und damit Chancengleichheit ermöglicht. Differenzierte Bedürfnisse von Kindern und Familien werden nicht nur wahr, sondern vor allem ernst genommen und in die individuelle Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit einbezogen.

Soziale Vielfalt sehen wir als Normalität an und dies bedeutet, unser Konzept und damit unsere Bildungsziele stetig zu hinterfragen und den Kindern und ihren Bedürfnissen anzupassen. Die „Offene Arbeit“ mit ihren themenspezifischen Bildungs- und Erfahrungsräumen, die „Pikler-Pädagogik“ und die „Montessori Pädagogik“ sind dabei die Wegbegleiter unserer offenen Grundhaltung und Achtsamkeit gegenüber den Bedürfnissen der Kinder. Die Schaffung einer identitätsstiftenden Lebenswirklichkeit ist das Ziel der Kita.

Die Vielfalt bildet sich daher  in unserem Team genauso ab, wie bei den Kindern.  Wir haben MitarbeiterInnen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, MitarbeiterInnen mit Behinderungen, Mitarbeiterinnen aller Altersgruppen, MitarbeiterInnen mit verschiedensten Qualifikationen  und bilden dennoch ein Team, das gemeinsam an ein inklusives gesellschaftliches System glaubt und dies täglich im Kleinen in der Kita lebt und gestaltet.

Die Heterogenität und Diversität der Kinder und Erwachsenen stellt eine Bereicherung unserer Kita dar und erfordert eine stetige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachstellen und Fachpersonen.

Partizipation ermöglichen

Ein inklusives System stellt eine wesentliche Basis der Entwicklung sozialer Fähigkeiten aller Kinder dar und erfordert eine partizipative, demokratische Haltung von allen MitarbeiterInnen. Dies bedeutet unter anderem, dass die Kinder Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags sind. So befinden sich in unserem Tagesablauf feste Strukturen, welche den Kindern Sicherheit und Halt bieten, ebenso aber Freiräume in welchen die Kinder sich gezielt einbringen und ihre individuellen Bedürfnisse vom Team wahrgenommen, unterstützt und begleitet werden. Unsere Arbeitsmethoden unterliegen einer ständigen Reflexion, damit wir flexibel auf die Kinder eingehen können. Auf Grund der gezielten Beobachtung und Gesprächen mit Eltern und Integrationsfachkräften erfolgt eine individuelle Zieldefinition für das Kind mit und ohne Behinderung. Diese werden festgehalten und immer wieder überprüft bzw. weiterentwickelt.

Für eine gelingende Inklusion ist es Notwendig, alle Kinder ernst zu nehmen, sie aktiv in das Geschehen mit einzubeziehen sowie Spiel- und Lernangebote so vorzubereiten, dass Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslagen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können. Die Kinder entwickeln ein Gespür für ihre Stärken und Schwächen und gestalten ihre Lern(fort)schritte selbstständig oder gemeinsam mit den Pädagogen. Ihr Selbstbewusstsein und ihr Kompetenzerleben werden vielseitig gestärkt.