Gartenprojekt mit der Umweltstation

Von Basilikum bis Blumenerde – Kinder lassen ihren Garten wachsen

September 2013 sind wir in unseren tollen neuen Kindergarten eingezogen. Unser Garten hatte sehr durch den Neubau gelitten. Viele unserer Bäume und Büsche wurden gefällt. Der Garten wurde nach dem Neubau wieder „spielbereit“ durch einen Landschaftsgärtner hergerichtet, aber es gab keinen Ersatz für all die kleinen leckeren Pflanzen wie Johannisbeeren, Erdbeeren oder Kräuter.

Während der Neubauphase entstand eine enge Zusammenarbeit mit der Umweltstation der Stadt Würzburg. Wir durften deren Räume und Garten als Ausweichmöglichkeit nutzen. Als Frau Knieper von vier Studierenden der Naturschule Freiburg e.V. als Begleiter der Abschlussarbeit zum Naturpädagogen angefragt wurde, kam ihr die Idee, das Abschlussprojekt von Frau Gottier, Frau Kolb, Herrn Renger und Herrn Sänger in Kooperation mit unserer Kita zu machen.


                         

Es wuchs die Idee des Projektes „Von Basilikum bis Blumenerde – Kinder lassen ihren Garten wachsen“. Viele unserer Kinder wachsen in Mietwohnungen ohne Garten auf. Für sie ist es eine wichtige Erfahrung, selber zu pflanzen und sich um Pflanzen zu kümmern. Ziel war es, die Kinder an einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Pflanzen und ihrer Umwelt heranzuführen. Desweiteren wollten wir viele verschieden Kräuter-, Gemüse und Obstpflanzen für unsere Küche haben.


                  

Wir bekamen eine sehr großzügige Samen- und Pflanzenspende von der Firma Dehner aus der Zellerau: mit Pflanzen- und Gemüsesamen, vielen verschiedenen Küchenkräutern, Erdbeeren, roten und schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, einen Kirsch- und Zwetschgenbaum. Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege!

Während des ersten Projekttages bauten wir unter Anleitung des Projektteams zwei Hochbeete aus Weinbergsteinen, pflanzten Himbeeren, Heimbuchen und säten in Tetrapaks Radieschensamen, welche uns die Firma Dehner gespendet hatte. In unserem Lekkerland säten wir Zucchini und Salat vor. Jeden Tag kontrollierten die Kinder nun, ob endlich etwas gesprossen ist.


Vierzehen Tage später fand der zweite Projekttag statt. Alle Radieschen waren aufgegangen. Nun pflanzten wir verteilt im Garten die von der Firma Dehner gespendeten roten und schwarzen Johannisbeeren, die Brombeeren und die stachellosen Stachelbeeren („Die sind ja nur ein bisschen pieksig! Wieso heißen die Stachelbeeren?“ Sophia 5 J.) ein. Beim Graben der Löcher machten wir tolle Entdeckungen wie Regenwürmer: „Der ist ja solange wie mein Arm!“ Raphael 5 Jahre, „Den darfst du aber nicht kaputt machen.“ Alisa 4 Jahre. Die Hochbeete wurden mit Kräutern und Wildblumensamen bestückt und die Erdbeerpflanzen fanden in Obstkisten ein Zuhause.


 Nun können wir jeden Tag im Garten tolle Sachen entdecken wie die Blüten an den Erdbeerpflanzen und an den Bäumen und Sträuchern. An manchen Pflanzen verwandeln sich die Blüten schon langsam in Früchte. Diskussionen über Schnittlauch „Der ist aber scharf!“ Mia, 3 J. „Finde ich gar nicht!“ Luna, 3 J. oder „Oh, der Flieder riecht aber toll!“ Anna 3 J. sind jetzt bei uns Alltag in der Gartenzeit.


Vielen Dank für dieses tolle Projekt an Frau Knieper von der Umweltstationden vier Projektleitern Frau Gottier, Frau Kolb, Herrn Renger und Herrn Sänger, und für die reichhaltige Pflanzenspende an Frau Pabst als Ansprechpartnerin der Firma Dehner!


Sie alle haben dazu beigetragen, unseren Garten grüner und bunter zu gestalten und die Kindern jetzt und in den kommenden Jahren vielfältige Erfahrungen sammeln zu lassen.

Eva Schröder (Erzieherin)
Mai 2014