Geschichte Röbi
 

 

 

Röbi und Rongg –

Zur Geschichte des Maisäß- und Alpwesens in Gargellen

 

Der erste derzeit bekannte Besitzer der „Alpe Rungg an Sugedein gelegen“ war im Jahr 1492 Christa Brunold, der 1505 auch als Inhaber eines „gut uf dem Ronggen“ aufschien. Fünf Jahre später schienen jedoch schon Christa Lerch und seine Frau sowie dessen Bruder Peter Lerch als Eigentümer dieses Gutes auf. Außerdem befanden sich fünf Weiderechte auf der Alpe Rongg in Christa Lerchs Besitz. Es gab zu dieser Zeit also sowohl eine genossenschaftlich organisierte Alpe Rongg als auch ein darunter liegendes Gut gleichen Namens. 

 


Auf Röbi war der erste namentlich erwähnte Besitzer Jodok Vonier aus Schruns, der 1511 zwei Maisäße und 30 Weiderechte auf der gleichnamigen Alpe sein Eigen nannte.

 


Bei Betrachtung der frühneuzeitlichen Besitzverhältnisse auf Röbi und Rongg fällt auf, dass ein sehr großer Teil der Eigentümer im Außermontafon – vor allem in Schruns und Bartholomäberg – oder im Bludenzer Raum beheimatet war. Für eine gewisse Zeit war die Alpe Röbi sogar in Rankweiler Besitz. Anscheinend wurden diese saisonal genutzten landwirtschaftlichen Güter also in erster Linie von recht weit entfernt lebenden Bauern bewirtschaftet.

Aufgrund der geringfügigen Alpflächen im eigenen Dorf erwarben wohl zahlreiche Landwirte aus Schruns Anteile an Alpen im Bereich von Tschagguns sowie im Gebiet von Gargellen.