Historischen Quellen

Hier sind die Quellen, deren wir und bei unseren Arbeit bedienen.


1.1 * MATRIKELBÜCHER

      Von größten Bedeutung für uns sind durchaus die kirchlichen Matrikelbücher, die sich auch Geburts- und Taufbücher, Heiratbücher und Sterbenregister aufteilen. Um diese Schriften für langfristige Verwendung zu bewahren, wurde im Jahr 1835 im österreichischen Teil der Monarchie, gesetzlich verpflichtet, dass auch die Kopialbücher der Geburts- und Taufbücher und Heiratsbücher der römisch-katholischen Kirche geführt werden sollen (andere Religionen haben das viele Jahre früher oder später bekommen – Protestanten 1829, Altkatholiken 1877, Juden 1894; für Muslime und Ortodoxe gab es keine Vorschriften). Kopialbücher der Sterbregister nehmen in Österreich im Jahr 1836 über. Ungarische Teil der Monarchie hat diese Doppelführung der Matrikelbücher schon im Jahr 1828 eingeführt. Das man diese Bücher bis zum Jahr 1784 verstehen kann, braucht man das Kenntnis der lateinische Sprache. Nachdem wurde Deutsch als offizielle Sprache eingeführt. In Ungarn hat sich anstatt Latein im Jahr 1804 Ungarisch durchgesetzt. Die Erscheinung der slowenischen Sprache wurde abhängig vom Nationalbewusstsein jedes Priesters., aber allgemein hat sich Slowenisch im letztem Viertel des 19. Jh. durchgesetzt.

 

Viele Schwierigkeiten verursacht uns , wenn die Angehörige einer Familie sich oft umgezogen haben.

 

 1.1.1 *Geburts- und Taufbücher

      Ältere Bücher sind narrativ geschriebene, jüngere aber tabelarisch. Narrative Weise der Führung wurde im Jahr 1614 mit der Römischen (obrednik) vorgeschrieben. In der Zeit von Maria Theresia erschienen die ersten tabelarischen Inschriften und diese Form blieb bis heute. Im Jahr 1784 wurde die Grundsteine der modernen Führung der Matrikeln eingeführt, wo unterscheidet man schon die Datumen von Geburt und Tauf. Die Mehrheit der Priester hat noch weiter das alte narrative System der Einschriften verwendet.

 

Wer hat den Inschrift in den Matrikelbücher angekündigt? Das hat die anwesende Hebamme gemacht, manchmal auch der Vater oder außerehelicher Mutter. Wem musste man das Geburt ankündigen wurde abhängig von der Religion des Kindes bzw. der Eltern. Es ist sehr interessant, dass die Geburtsdatumen manchmal sehr unterschiedlich von den echten Datumen sind, denn in die entfernte Orte kam der Priester nur selten »zum Besuch« und dann auf demselben Tag hat er alle seine Verpflichtungen geschafft.   

 

In den Geburts- un Taufbücher sind auch die gefundene Kinder (najdenčki), todgeborene und Roma Kinder geboren.

Die Kinder, die im Ausland geboren wurden, wurden im speziellen Heft eingeschrieben, die Daten über ihres Geburt wurden von den fremden Matrikelämter mitgeteilt.

Wer wurde ein eheliches Kind? Jedes Kind, das mindestens 180 nach dem Eheschließung geboren wurde. Außerehelicher Kinder wurden bis zum Jahr 1787 in einem spezeillen Gehembuch, das sogenannte Liber arcanus einschrieben.

 

Besonders interessant sind die Einschreibungen der Familiennamen von Adeligen, die ihre Familiennamen auf ein Blättchen schreiben mussten und dann dem Priester übergegeben. Das hatte den Absicht, sich den Unklarheiten beim Schreiben zu vermeiden. Die Namen sind in der latinisierte und germanisierte sowie in der slowenische Volksform geschrieben – was die Nachnamen anbelangt, ist es zu sehen viel selbstwille (samovolja) und unpünktlichkeiten (nedoslednosti) (Gril-Grilj, Županec-Županc). So können die Angehörige derselben Familie verschieden Nachnamen tragen (vielleicht der bekannteste Beispiel ist ein slowenischer Schriftsteller Jurčič-Jurišič). Daneben bieten uns die Geburt- und Taufbücher eine wahre Schatz unterschielicher Daten, unter denen ist oft geschrieben , wie viel Besitz hatten die Eltern von Neugeborene und dort steht auch der Beruf des Vaters, denn die Mütter waren fast alle nur die Hausfrauen. Man kann auch bemerken, dass die unsere Vorstellungen über große Familien stimmen nicht, denn das ist eine Erscheinung aus dem Ende des 19. und ersten Hälfte des 20. Jh.

 

1.1.2. * Heiratsbücher

       Sie wurden im Jahr 1614 eingeführt. Mit dem Patent aus dem Jahr 1784 wurden die folgende Daten eingetragen: Jahr, Monat und Tag der Heirat, Hausnummer, Familienname und Name des Brautigams, Religionbekenntnis, Alter, Stand (ledig/verwittwet); Geburtsname und Familienname der Braut, Religionbekenntnis, Alter, Namen und Familiennamen der Zeugen und ihrer Beruf. Einschreibung der Heirat soll (sproten) sein, gewöhnlich findet man diese Einschreibung in der Pfarre woher die Braut kommt. Verabschiede wurden nicht in diesen Heiratsbücher eingeschrieben, denn das war möglich erst mit der Einführung der zivilen Matrikelbücher. (Razveza) und (razveljavitev) der Ehe wurde es möglich erst nach dem Beschluß des Gerichtes im Jahr 1895, wenn auch die zivilen Matrikelbücher eingeführt wurden. Nach dem kirchlichen Recht ist das Verabschied so wie so nicht möglich, es bestand nur das »Verabschied vom Bett und Tisch«. Die Heiratsbücher können sehr viel helfen, wenn man keine Geburts- und Tuafbuch hat, denn in ihnen sind viele Daten, die uns dann helfen, weil dort das Alter des Brautigams und der Braut, sowie die Namen ihrer Eltern steht. So kann man rechnen wann der Brautigam geboren wurde und weil man die Namen der eltern weißt, kann man feststellen, wann der Vater des Brautigams geboren wurde und so kann man mit der Recherche fortsetzen.

 

1.1.3. *Sterbregister

 

     Das Formular für sie hat - sowie als für die Geburts- und Taufbücher und Heiratsbücher – Römische (oberdnik)im Jahr 1614 vorgeschrieben. Nach dem Jahr 1784 wurden im Sterbregister folgendes eingetragen: Jahr, Monat und Tag des Todes; Hausnummer; Name; Religionbekenntnis; Geschlecht; Alter. (mrliški ogledniki), Kreisärzte oder Badern gaben die Daten über den tod an.

      Was kann man im Sterbregister finden? Die Einschreibung der Todgeborenen, Ermorderten, auf dem Tod Verurteilten und nicht kirchlich Begrabene.

     Neben der kirchlichen Matrikelbücher kennt man auch die Matrikelbücher, die von den verschiedenen Institutionen geführt wurden: Krankenhäuser, Kasernen und Strafanstalten.

      Nach diesen Matrikelbücher greift man dann, wenn braucht man die Daten über den Tod einer Person bzw. wenn man hofft, dass dort auch das Datum des Geburtes eingetragen wurde, nämlich es passiert sich oft, dass man keine Geburts- und Taufbuch oder Heiratbuch bekommen kann, so sind in dem Fall die Sterbregister fast der einzige Weg, um festzustellen, wann eine Person geboren wurde.

 

      Neben der kirchlichen Matrikelbücher, bestanden in den verschieden Zeitepochen für das slowenische Gebiet auch zivillen Matrikelbücher. Die erste ziville Matrikelbücher auf dem heutigen Gebiet Sloweniens erschienen in der Zeit der Illyrischen Provinzen (sie wurden bloß in den Jahren 1812-1813 geführt), wenn die Französen sie eingeführt haben sowie auch der Zivilheirat. In dieser Zeit mussten die Priester die Matrikelbücher zu den Bürgermeistern übergeben, die von damals ab für die Führung verantworten wurden. Nach dem Verfall der Illyrischen Provinzen im Jahr 1813 wurde die kirchliche Führung wieder erneuert. Ziville Führung der Matrikelbücher hat der österreichische Teil der Monarchie im Jahr 1868, ungarische Teil aber im Jahr 1895 eingeführt, so blieb bis zum Jahr 1945, wenn der Staat alle Matrikelbücher, die die mindestens hundert Jahre alte Daten enthielten, genommen hat. Die Kirche hat trotzdem die Matrikelbücher weiter geführt. Während der Besatzung haben die ungarische und deutsche Besatzungsmächte die ziville Führung der Matrikelbücher eingeführt (1941-1945). In der Friaul-Julische Region wurden sie zwischen den Jahren 1924-1945 geführt.

Nach dem 1945 bis heute führt man die zivilen Matrikelbücher. Nach der Verselbstständigung hat der Staat angefangen mit der systematische Rückgabe der Matrikelbücher an die Kirche, die speichert sie jetzt in den erzbischoflichen Archiven in Ljubljana und Maribor, im Primorska sind sie aber noch immer in den Pfarrhöfe gespeichert.

 

Andere Quellen, die nützlich sind, wenn man ein Stammbaum herausarbeiten will:

- Öffentliche und kirchliche Archiven

a) Staatlichen Archiven in Slowenien: Archiv der Repiblik Slowenien (ARS), Historische Archiv Ljubljana, Historische Archiv Celje, Historische Archiv Ptuj, Regionalarchiv Maribor, Regionalarchiv Koper, Regionalarchiv Nova Gorica, Archiv der Universität Ljubljana, Archiv der Universität Maribor.

b) Staatlichen speziellen Archiven: Slowenisches Filmarchiv (Teil des ARS), Archiv der Nationalbibliothek Ljubljana (NUK), Archiv der Universitätsbibliothek

c)Privatarchiven

*kirchlichen Archiven der Römisch-katholische Kirche: Erzbischofliches Archiv Ljubljana, Erzbischofliches Archiv Maribor, Bischofliches Archiv Koper

*adelige Archiven auf den Herrschaften Turjak, Smlednik in Križ

*Archiv der Evangelischen Kirche

 

      Die Dokumenten kommen ins Archiv als ein Geschenk der einzige Personen, als Einkauf, Deposit oder mit dem Zwang, wenn die Dokumenten unter Drohung sind. Die Selektion ist ein Vorgang, womit sammeln wir die nützlichen Dokumenten, als Hauptkriterium betrachtet man ihre geschichtliche, rechtliche und Verwaltungsbedeutung. Dann muss man die Archivfonden formieren, die das Provenienzprinzip im Rücksicht nimmt – das bedeutet, dass das Fond sich auf den Hersteller und nicht auf die Person, die die Dokumenten übergegen hat, bezieht, so dass man das Fond als eine Gesamtheit erhält. Es besteht natürlich auch die Fonden, die nicht auf die Weise entstanden sind, aber mit ihren Umformung, würde man mehr Schade als Nutz verursachen, deswegen bleiben sie so als sie sind und man nennt sie die Sammlungen.

 

        Wer hat den Zugang zu diesen Dokumenten? Zugang zu den Archivalien ist ein Recht jeder Person, unsere Archive können besuchen alle, die älter als 16 Jahre sind (jüngere müssen eine Begleitung haben). Die Leistung ist kostenlos, oft verlangt man von Ihnen, dass Sie sich vorzeitig anmelden per Telephone. Möglich ist auch, dass man einige Archivalien nicht sehen kann und das passiert sich, wenn die Gegenstände im schlechten Zustand sind oder wenn sie die Daten enthalten aus dem Privatleben einer Person, Informationen über Nationalabwehr und über die Außenpolitik des Staates. So hat Slowenien im Jahr 2003 ein Gesetz durchgesetzt über den Zugang der Informationen öffentlichen Charakters, das regelt das Bereich der Sicherheit. In dem Fall muss mindestens 10 Jahre vorbei vom Tod einer Person sein, für welche sucht man die Daten, 40 Jahre ist nötig, um den Einsicht in den Nationaldokumenten zu bekommen und nach 30 Jahren kann mann die öffentliche Dokumenten verarbeiten. Kirchlichen Archiven haben ihr eigenes Recht, nach welchem bestimmen sie den Zugang und Nutz der Dokumenten in den bischoflichen Archiven. Im Archiv bekommt man nur den Einsicht in solchen Matrikelbücher, bei welchen schon die Sperre von hundert Jahren vorbei ist.

 

                     *FONDEN UND HINTERLASSENSCHAFT

      Die Dokumenten einigen von reicheren Familien kam in die Archiven und stehen heute für die Verarbeitung zur Verfügung. Es geht um die Dokumenten wichtiger Personen aus der slowenischen Geschichte, deren Dokumenten sind auf eine oder andere Weise am Ende in die Archiven gekommen. Zwischen diesen Fonden findet man auf die Dokumenten, die einmal den berühmten slowenischen Schrifstellern, Politiker oder anderen Personen aus dem öffentlichen Leben gehört haben, aber man kann auch die Information über ganz unbekannten Personen, die ihre Dokumenten dem Archiv in die Bewahrung übergegeben haben und so sind sie Archivalien geworden.

 

                       * STATUS ANIMARUM

       Das sind die Evidenzen, wo zuerst das Vernehmen jedes einzigen Angehörige einer Pfarre (sein Charakter, Datum des (obhajilo), (birma) und Heirat, Hausnummer und Hausname – Vulgo), heute sind sie in den Pfarrhöfen oder in den zuständigen Archiven gespeichert. Die Statusen die später entstanden sind, sind ein wahres Schatzkammer der verschiedlichen Daten, denn es geht um eine sehr gründlice Beschreibung einer Familie. Der Anfang der Statusen fält ins 17. Jahrhundert und sie blühten im 19. Jahrhundert, den Untergang erlebten sie aber nach dem zweiten Weltkrieg. Das älteste Status Animarum in Slowenien ist aus Mozirje, aus dem Jahr 1657. Besonders wichtig sind, denn sie enthalten eine Konskription des gesamten Haushalts d. i. Eltern und Kinder, was sehr nützlich ist wenn man ein Stammbaum macht.


                   * VOLKSZÄHLUNGEN UND MILITÄRISCHE KONSKRIPTIONEN

     Die Volkszählungen teilen sich auf die staatlichen und kirchlichen. Die ersten Konskiptione haben die Kirche und die Städte gemacht und sind nicht so pünktlich und gründen auf der lokalen Ebene. Auch das Status Animarum ist eine Art der kirchlichen Konskriptionen. Die älteste kirchliche Konskription in Slowenien ist aus dem Jahr 1566, wenn der Patriarch aus Aglar (Aquileia) die Konskription der Bevölkerung in der Umgebung von Tolmin bestellt hat. Dann folgten zwei weltlichen Konskriptionen im 1724 in Ormož und 1735 in Triest, als erste echte Volkszählung betrachtet man die Zählung aus dem Jahr 1754, wenn die weltlichen und auch kirchlichen Konskriptionen gemacht wurden. Zwischen den Jahren 1770 und 1850 fanden die militärischen Konskriptionen statt. Das war die Zeit, wenn der Staat die Konskriptionen der Armee übergelassen hat, was man auch in der Tabelle sehen kann, denn man zählte nur die kampffähige Männer. Die erste moderne Volkszählung ist aus dem Jahr 1857. Die Bevölkerung wurde in den Jahren 1869, 1880, 1890, 1900 und 1910 gezählt, die Bekanntmachungen folgten zuerst in der Tafeln zur Statistik, später auch in der Österreichische Statistik.

 

               * KATASTREN

      Sie wurden vom Staat geführt und es geht um eine gute und objektive Beschreibung der Grundstücken nach verschiedener Kategorien. Man kennt theresianisches Kataster (1750), josephinisches Kataster (1790) und franziszeisches Kataster (1820). Theresianisches Kataster entstand wegen der Steuerung der Bevölkerung, als Grundlage der Konskription wurde die Grundherrschaft bestimmt. Zum ersten Mal beschrieb und besteuert neben den rustikalen Grundstücke auch die dominikalen Grundstücke. Josephinisches Kataster hatte die Steuergemeinden für die Grundlage. Zum ersten Mal hat man die Grundstücke gemessen, es hat auch vorgesehen, dass 70% des Einkommens bleibt dem Bauer und dass das Adel hätte kein Recht mehr um die Steuern zu sammeln, deswegen wurde es schnell abgeschafft.

 

               *  KONSKRIPTION DER FEUERSTÄTTEN

 

                * URBARE

      Urbare entstanden dei den Feudalherren und sie enthalten eine Koskription der Abgaben und Verpflichtungen der Untertannen, später schrib man noch die Steuern. Mit dem Ende des Feudalismus im Jahr 1848 wurden auch die Urbare abgeschafft. Es geht um eine Beschreibung der Grundherrschaft, wo jeder Untertanne eingeschlossen wurde. Das älteste Urbar in Slowenien ist aus der Grundherrschaft Škofja Loka. Sie gliedern sich auf kirchlichen, landesfürstlichen und privaten. Man kann so die ganze Reihe von interessanten Daten finden (Struktur der Grundherrschaft, Arte des Handwerks, Struktur des bäuerlichen Besitzes, Ursprung und die Entwicklung der Ortsnamen, Arte der bäuerlichen Kulturen). Für die Forschung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte sind die Urbaren kostbaren Quellen. Es ist zu Erwähnen, dass die kirchliche Urbare am besten erhalten sind, während die Urbare von verschiedenen adeligen Familien zerstört oder verloren sind. Das ist der Folge des schnellen Wechsels der Eigentümern der Grundherrschaften, die damals kein Verhalten zu diesem Kulturhinterlassenschaft gehabt haben.  

 

              * GRUNDBÜCHER (ALTES UND NEUES)

     Die Grundlage waren die Landestafeln, die in den slowenischen Ländern in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Heute sind sie von den Bezirksgerichten geführt.




* Zusammengefasst nach: B.Golec, Arhivistika 3, Gradivo za interno uporabo, Oddelek za zgodovino, Filozofska Fakulteta, Univerza v Ljubljani und Jože Žontar, Arhivska veda v 20.st., Ljubljana 2003