Mädchen Monika Zinnenberg

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Wiener Kurier 1967:

Sie hat kohlrabenschwarzes Haar und heißt Monika Zickenberg. Weißblond und als Monika Zinnenberg hat sich die Falkenberg-Schülerin mit beachtlichen Leistungen in zahlreichen Buhnenauftritten, in zwölf Fernseh- und acht Filmrollen schauspielerisches Ansehen verschafft. Zu einem gewissen Ruhm aber verhalf ihr erst DER SPIEGEL, das deutsche Nachrichtenmagazin. Viermal im Verlaufe des vergangenen Jahres stellte das Blatt seinen geneigten Lesern eine Zinnenberg mit nacktem Oberkörper vor ... Nach dieser Würdigung der Zinnenberg-Anatomie durch das angesehene Nachrichtenmagazin steht bei der Busenfreundin das Telephon nicht mehr still. Bis zu vierzig Anrufe im Verlauf von vierundzwanzig Stunden hat Monika während der letzten Tage registriert. "Ich will nicht Ihre Kreise stören. Tun Sie gerade etwas Besonderes, oder kann ich mit Ihnen was reden?" erkundigte sich kurz vor Mitternacht ein Telephonist. Ein Reisender
, der eben aus Japan in Frankfurt angekommen war, schlug vor. "Fahren wir nach Acapulco, nach Hollywood oder Skilaufen, oder wohin Sie wollen." Ein Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika forschte: "Do you like sex?" Und auch Bonn war am Apparat -- mit Glückwünschen: "Ich und meine Herren hier gratulieren Ihnen", meinte ein Anonymer aus der Bundeshauptstadt. Die Zinnenberg, die nach Wien gekommen ist, um unter Dr. August Rieger "69 Liebesspiele" zu fertigen:"Erstaunlich, was für Menschen den SPIEGEL lesen."


Monika Zinnenberg wurde am 20.3.1950 in Lahde an der Weser als Monika Zickenberg geboren und begann ihre Film-Karriere nicht hinter, sondern vor der Kamera. Sie studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München, lernt in der Münchner Undergroundszene die Clique um Klaus Lemke kennen.Der Sänger Michael Maien verliebt sich in sie und man verlobt sich sogar.Er nimmt für sie eine LP auf welche Sie auf dem Cover zeigt. Dann die Beziehung mit Kläuschen Lemke.Die beiden spielen zusammen im Kurzfilm GALAXIS welcher auf den Oberhausener Kurzfilmtagen läuft und eine Preis einheimst. Das Meisterwerk 48 STUNDEN BIS ACAPULCO entsteht. Man fährt nach Acapulco und dreht unter anderem im Hotel von Teddy Stauffer. Eine Rolle in dem Lemke Reisser NEGRESCO bekommt sie nicht, ist aber noch mit bei den Dreharbeiten. Es folgen „Herrliche Zeiten im Spessart“ oder die bekannte Krimi-Serie „Der Kommissar“. Doch Monika Zinnenberg wollte lieber am gesamten Entstehungsprozess eines Films beteiligt sein. So sattelte sie um und ist seitdem voller Leidenschaft Regisseurin. Sie ging in die Regieassistenz unter den Fittichen von Stanislav Barabas und Volker Vogeler. 1990 produziert sie ihren eigenen Kurzfilm HILFE welcher von der Fox vertrieben wird und als Vorfilm von DER FEIND IN MEINEM BETT läuft. Besonders liebt sie an ihrem Beruf das, was anderen Regisseuren oft zu stressig ist: Mit Kinder und Tieren zu drehen. Neben „Hallo Robbie!“ arbeitet sie parallel auch für die Serie „Unser Charly“ und hat zuvor viele Jahre lang die Kinderserie „Neues von Süderhof“ gedreht.
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