Unser Museum

Ein Museum auf unserem Hof? Das klingt verstaubt und langweilig. Muss aber nicht sein, denn dieses Museum ist anders, es ist ein Teil von uns, es lebt von unseren Erinnerungen – von jenen, die in der DDR aufgewachsen sind und auch von jenen, die die DDR nur aus der Ferne kannten. Vielleicht von den West-Paketen, die die Eltern oder Großeltern einst gepackt haben für ihre „Brüder und Schwestern“ im Osten, vielleicht auch von den Besuchen jenseits der Mauer, hinter dem eisernen Vorhang, der Jahrzehnte trennte.

 

  

Wir haben keine politischen Beweggründe, uns dem Thema DDR zu widmen. Aber wir haben den Platz und viele eigene Erfahrungen, solche und solche. Und vor allem haben wir viele Alltagsgegenstände  gesammelt, die Erinnerungen wach rufen. Es ist immer wieder herzerfrischend, wenn Gäste schauen und man nur noch hört: „Ach, weißt Du noch“ oder „Guck mal, so einen hatte ich auch“.

 
  

Ja, und wissen Sie noch, wie es in einem Intershop roch? Nach Waschpulver und West-Kaffee, nach Kaugummi und  toller Seife. Aber wo ist er hin, der Geruch? Heute haben wir den Westen, es gibt alles und jedes zu kaufen. Aber das, was damals so zauberhaft verlockend hinter den Ladentischen in den Regalen glitzerte – wohl dem, der ein paar harte Mark von der Westverwandtschaft oder vom Schwarzmarkt bekam -  es ist nicht mehr da. Der Zauber ist verschwunden, verblasst. Überall gibt es Läden, Kaufhäuser, Konsum - doch den Duft von einst nehmen wir nicht mehr wahr. Ein bisschen Erinnerung gibt es in unserem DDR-Stübchen, schauen Sie selbst. Sehen, staunen, erinnern heißt unser Motto, das Abwechslung, Spaß und vielleicht auch manchmal ein wenig Wehmut nach der eigenen Jugend verspricht.