Stehende und fließende Gewässer

In der freien Wildbahn ist diese Unterscheidung äußerst entscheidend, fließende Gewässer sind stehenden als mögliche Wasserquelle vorzuziehen. Grund dafür ist, dass stehendes Wasser in der Regel wärmer ist als fließendes, und sich daher Bakterien, Parasiten und Algen schneller ausbreiten. Daraus ergibt sich eine weitere Regel, "kälter ist besser als wärmer". Die Zuornung scheint im ersten Moment logisch, jeder weiß das der Ententeich ein stehendes Gewässer ist und ein Fluss eben ein fließendes.
Ganz so einfach ist das aber leider nicht. Wichtig ist zB. die Durchflussgeschwindigkeit, heißt wie viel fließt im Verhältnis zu Gesamtmenge hinein, und wieder hinaus.
Auch die Tiefe des Gewässers spielt auf der Suche nach Trinkwasser eine Rolle.
Gibt es verschieden temperierte Zonen die zu einem Kreislauf des erwärmens und abkühlens führen?
Alles ausschlaggebende Faktoren.

Stehende Gewässer


Sogenannte Stillgewässer sind natürliche oder künstlich geschaffene Gewässer,
in denen keine oder nur eine geringfügige Fließgeschwindigkeit vorhanden ist.
Zur genaueren Klassifizierung beachtet man Größe, Tiefe, die Wasserführung sowie die Entstehungsweise.
Daraus lässt sich dann ableiten ob es sich um einen See, Weiher, Teich, Tümpel, Lachen, Laken oder Blänken handelt. Man wendet allgmeine Regeln an, um Rückschlüsse auf die Qualität des Wassers ziehen zu können.  Wie Hinweise auf Tierspuren. Wasser das Tiere trinken ist jedenfalls schon einmal als positiv zu werten. Leben Fische, oder etwa Krebse darin?, auch das ist positiv.
Vollkommen unabhängig von diesen Faktoren, sollte stehendes Wasser im Fall des Falles ordentlich gefiltert und abgekocht werden. Eine sinnvolle Methode aus dem Bushcraftig ist, in einiger Distanz zu der Wasserstelle, ein Loch zu graben, in welches das Wasser dann einsickert. So kann es vom Boden sofort vorgefiltert werden,
und die Wahrscheinlichkeit das zB. Parasiten, oder oberflächliche Verunreinigungen enthalten sind minimiert sich um ein vielfaches.
 

Fließende Gewässer


Fließgewässer
sind oberirdisch fließende, offene Gewässer. Bei unterirdisch fließenden Gewässern spricht man von Grundwasser. Für den durstigen Wanderer sind diese Gewässer erste Anlaufstelle.
Sinnvoll ist es in feuchten Gebieten, einem Zubringer wie einem kleinen Bach, bis zu seiner Quelle zu folgen, wenn dies möglich ist.
An der Quelle ist das Wasser allgemein am reinsten und am kältesten.
Die Wahrscheinlichkeit von Algen und Parasiten ist hier am geringsten. 
Die Zuordnung ist in diesem Fall irrelevant, da es keine Rolle spielt ob es sich letzlich um einen Fluß oder Strom handelt. Auch von Interesse sind die Hydrologischen-Zonen, welche Gewässer nach ihren Lebensgemeinschaften unterteilen. Erstens weil man so anhand verschiedenster Lebewesen Rückschlüsse auf die Wasserqualität schließen kann. Zweitens weil dies als Basiswissen zur Beschaffung von Fisch und Krebsen zu betrachten ist.
Der Fisch spielt in der ausgewogenen Nahrung eine zentrale Rolle.
Die Forelle schmeckt aber nicht nur gut, sie ist auch ein weit bekannter Anzeiger für gute Wasserqualität. Die Zonen sind Lebensgemeinschaften, in welchen quasi der Fisch an der Spitze der Nahrungskette, seinen Namen verleiht - wie folgt: Forellen-, Äschen-, Barben-, Brachse- und Flunder-Region.

(Fotos: David A. Kreisl)