DJ ist nicht gleich D.J.
DJ, D.J., DeeJay, Diskjockey oder Disc-Jockey. So wie es die verschiedensten Schreibweisen gibt, sind auch die Auffassungen darüber, was ein DJ leisten und können soll, höchst unterschiedlich.

Eine Festplatte voller mp3 und ein Laptop mit einem Mediaplayer alleine reichen sicher nicht aus. Entscheidend ist - ab einem Grundstock von über 10 Tausend Hits - nicht mehr die Menge der zur Verfügung stehenden Lieder, sondern die gezielte Auswahl der richtigen Songs in der richtigen Reihenfolge zur richtigen Zeit.

Schon sind wir bei der nächsten Streitfrage: Was ist „richtig“? Nun, das ist von Veranstaltung zu Veranstaltung verschieden, denn jedes Publikum reagiert anders. Auch spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Ein Beispiel: Deep Purples „Smoke on the water“ während des Essens oder mitten in einer Disco-Fox-Serie ist sicher nicht angebracht. Zu späterer Stunde, nach etlichen Gläsern Bier, kann es aber selbst bei einer Goldhochzeit durchaus noch für Stimmung sorgen. „Kann“ heißt nicht „wird“. Ein DJ muss die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl mitbringen, das richtig einzuschätzen.

Was sind die richtigen Lieder?


Ein Dj, der nur auf einen oder wenige Musikstile spezialisiert ist, wird in Clubs oder Discos Erfolge feiern, die sich auf diese Richtungen konzentriert haben. Bei Veranstaltungen mit gemischtem Publikum – und das sind in der Regel Familien-, Firmen- und Vereinsfeste – wird er schnell an seine Grenzen stoßen. Denn hier ist Vielseitigkeit gefragt, damit jeder zu seinem musikalischen Recht kommt.

Zusätzlich gilt es, diese verschiedenen Richtungen geschickt miteinander zu verbinden und „extreme“ Ausreißer zu vermeiden. Ein Beispiel: Bei einer Hochzeit sind vier Generationen versammelt und alle möchten gemeinsam ein schönes Fest verleben. Heino würde die Jüngeren entsetzen, Sido die Älteren. Spielt man stattdessen Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“ gefolgt von Marianne Rosenberg und nach einigen passenden Anschlussliedern Anastacia und Rihannas „Don’t Stopp the music“, wird auch niemand die Musik stoppen wollen. 

Outfit und Ausstrahlung

Das Auftreten eines DJs sollte natürlich ebenso ansprechend und niveauvoll sein wie Ihre Veranstaltung. Beispiel: Ein DJ mit Cappy und Schlabberhose bei einer Hochzeit ist ebenso deplaziert wie ein sich in den Vordergrund drängender Selbstdarsteller.Auch die mitgebrachte Technik sollte gewisse Qualitätsstandards an Klang und Aussehen erfüllen, sowie ausreichend dimensioniert sein für die zu beschallende Fläche. Auch mit einem kleinen Radiorekorder kann man laut Musik machen. Nur klingt es dann furchtbar.

Machen Sie auf der folgenden Seite den Test, worauf es Ihnen bei einem DJ ankommt: Die DJ-Checkliste!

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