Marienschüler helfen der Ayagay Primary School auf die Beine

veröffentlicht um 15.09.2018, 02:10 von Marienschule Emsdetten   [ aktualisiert: 15.09.2018, 02:12 ]


 
 
 

Der Hungermarsch hat inzwischen eine lange Tradition an der Marienschule. Und jedesmal geht es um ein Projekt auf Mindoro, der fünftgrößten von rund 2000 Inseln der Philippinen. Seit rund 20 Jahren sammeln die Hauptschüler mit dem Hungermarsch Geld, damit die Mangyanen, eine dort ins Bergland vertriebene Minderheit, eine Schule betreiben können. Die EV berichtete zuletzt 2014 ausführlich darüber.

Ins Leben gerufen wurde das wichtige Projekt von Pater Ewald Dinter, einem dort arbeitenden Missionar. Mangyanenschüler wurden an staatlichen Schulen und im Alltagsleben wegen ihres Andersseins (u.a. Sprache, Kleidung) benachteiligt. Peter Dinter gründete zunächst im Dorf Bait die erste High School für Mangyanen. 1994 entstand in der Bergsiedlung Anahaw in Eigenleistung die heutige Elementary School. Mit dem Geld aus dem Hungermarsch der damaligen Surholtschule konnte diese Schule starten. Staatliche Zuschüsse waren verweigert worden und die Missions-Spendengelder waren aufgebraucht.

Kinder der Mangyanen nehmen täglich stundenlange Märsche durch unwegsames Gelände auf sich, um den Unterricht besuchen zu können, denn Bildung bedeutet Befreiung aus der Abhängigkeit..

Marschieren wollen nun auch die Marienschüler, um damit die Mangyanen zu unterstützen. Am 2.11. steht der Hungermarsch an. Alle Klassen machen mit und laufen entlang der Emsaue und durch Austum. Sie werden von den Lehrkräften begleitet und beaufsichtigt. Vorher wird fleißig Geld gesammelt bei den Familien, Nachbarn und Freunden. Damit alle Beteiligten wissen, worum es geht, drehen einige Schüler mit der Lehrkraft Stefan Kluck derzeit einen Videofilm, der in der Klassen gezeigt wird. Clemens Klamra, ein früherer Lehrer der Surholtschule, erläutert in diesem Film anschaulich das Projekt, indem er Fragen von Fünftklässlern beantwortet und Bilder zeigt.

C. Klamra lernte 1981 bei einem Urlaubsaufenthalt Pater Dinter und die Mangyanen kennen. Er reiste noch viel Male dorthin und engagiert sich, inzwischen 81jährig, weiterhin mit viel Leidenschaft für die Eingeborenen im schwer zugänglichen Inselinneren. Gespendet wird diesmal für die neu errichtete Ayagay Primary School. Sie war zunächst ein ausgelagerter Standort der Anahaw School. Inzwischen ist sie eigenständig. Mit dem Geld, das die Marienschüler sammeln, soll dort…

…ein dritter Klassenraum entstehen.

…ein stabiles Wellblechdach, anstelle des Daches aus Kogongras, das den taifunartigen Stürmen nicht standhalten kann, gebaut werden.

…ein fester Fußboden den bisherigen Lehmboden ersetzen.

…sollen neue Bretterwände errichtet werden, damit das Gebäude weniger wetteranfällig ist. Im Winter kann es dort bis zu 10 Grad kalt werden.


Bildung ist ein ganz elementarer Baustein für die Entwicklung dieses Volkes auf Mindoro. Es ist ein Weg aus der Armut. Jeder noch so kleine Beitrag der Emsdettener Bevölkerung kann hier eine wertvolle Hilfe sein.

Wer möchte, richtet gerne auch eine weitere Spende an: Dinter, Ewald   SVD Philippinen      IBAN: DE77 3862 1500 0000 0110 09 Steyler Bank St. Augustin