Unser Konzept als pdf zum Ausdrucken

Zielgruppe

Menschen, die kurz- oder langfristig Unterstützung im Alltag brauchen.


Menschen, die aus Institutionen
(Psychiatrie, betreutes Wohnen) den Schritt ins Alltagsleben wagen.

Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen ein Gespräch, Beratung, Unterstützung oder Sicherheit benötigen.

Gerade bei jungen Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist das
Angebot einer geeigneten Nachbetreuung nicht ausreichend vorhanden.

Dies möchten wir ändern. Deshalb setzen wir unser Schwerpunkt
auf junge Erwachsene, die an einer psychischen Erkrankung leiden.



 

Unsere Tätigkeitsgebiete:

  • Kanton Luzern, Bern und Zürich

Voraussetzungen

  • Offen sein, „Fremde“ in Ihre Wohnung zu lassen
  • Verbindlichkeit: Termine einhalten

Angebot

  • Case Management
  • Ambulante psychiatrische Pflege
 

Case Management

 
Bedeutung
Spezifisches Verfahren zur koordinierten Bearbeitung komplexer Fragestellungen im Sozial- und Gesundheitsbereich.  
  • Wir bieten Begleitung: bei Institutionskontakten, Erstgespräch mit der Ergotherapeutin, zu einer neuen Arbeitsstelle, zu einem Gespräch im Sozialberatungszentrum etc.
  • Nach Absprache mit dem Klient: Einbezug weiterer Personen (z.B. Angehörige)
  • Nach Absprache mit dem Klient: Standortgespräche planen und durchführen 

Ambulante psychiatrische Pflege

 
Nach Bedarf betreuen wir den Klient zu Hause
Das Besuchsintervall wird individuell bestimmt


Vorgehen / Mögliche Massnahmen
  • Beziehungs- und Vertrauensaufbau
  • Bei Besuchen werden Befinden, Ziele und entsprechende Massnahmen besprochen
  • Wo braucht der Klient Hilfe und Unterstützung? Was läuft gut? Gemeinsam werden Lösungsansätze besprochen
  • Der Klient bestimmt das Tempo
  • Die Ressourcen des Klienten erkennen und fördern
  • Wir unterstützen den Klient bei der Tagesstruktur und Freizeitgestaltung
  • Krisenintervention
  • Expositionsübungen
  • beratend bezüglich der Medikamenteneinahme
  • Helfen die Krankheit - psychische Einschränkung besser zu verstehen und damit umzugehen (Psychoedukation)
  • Unterstützende und beratende Funktion

Wir arbeiten Lösungs- und 
Ressourcenorientiert

Medikamente

  • Depotinjektionen verabreichen
  • Nach Absprache und Verordnung mit dem zuständigen Arzt: Medikamente richten (in Medikamentendossiers) und abgeben
 
Allgemeine Pflegeverrichtungen
  • Einfache Wundversorgung
  • Blutentnahmen

Bei Fragen sind wir von Montag bis Freitag von 8.00-17.00 Uhr erreichbar

Für Notfälle wird die telefonische Erreichbarkeit individuell mit dem Klient abgesprochen (24h / 7 möglich)


Vorgehensweise


Für einen Erstkontakt melden Sie sich bei einem Teammitglied von Live your Life.
 
Zuweisung aus Institutionen
1-2 Wochen vor Austritt findet ein Erstgespräch statt, an welchem wir den genauen Auftrag und den allfälligen ersten Termin festlegen. Wir sind dankbar für einen Überweisungsbericht.

Zuweisung von Hausärzten und Psychiatern
Optimal wäre ein Erstgespräch in der Praxis, ist dies
nicht möglich, besuchen wir auch direkt den Klient.
Ein Überweisungsbericht ist erwünscht.
 
Zuweisung Sozialdienst / KESB
Wir benötigen ein Erstgespräch mit dem
Beistand / Sozialarbeiter / Klient/in.
Das Vorgehen und die Zielsetzung werden besprochen und die Aufgaben verteilt.
 
In jedem Fall brauchen wir eine ambulante Pflegeverordnung (6 Monate) und die Personalien. Sollte die Verordnung auch Medikamente oder Depotabgaben beinhalten, benötigen wir vor der ersten Abgabe die entsprechenden Dauerrezepte.
 
Die ambulante Pflegeverordnung erstellen wir nach dem pflegerischen Erstgespräch. Danach senden wir die Verordnung zur Unterschrift an den zuständigen Psychiater oder Hausarzt. Die Rücksendung BITTE wieder an das Teammitglied von Live your Life (NICHT an die Krankenkasse).

 

Kosten


Ab 2011 gibt es in der Schweiz eine Neuregelung der Pflegefinanzierung. Die Kostenaufteilung sieht wie folgt aus:
 
Obligatorische Krankenversicherung
Die Krankenversicherung übernimmt einen Festbetrag pro Stunde.

Patientenbeteiligung
Der Patient trägt max. 15.95 Fr. pro Tag selbst.
Die Kantone können jedoch die Patientenbeteiligung ganz (z.B. Kanton Bern) oder zum Teil erlassen.


Restkostenfinanzierung
Die Restkosten trägt der Kanton oder die Gemeinde des Klienten.
 
Die genaue Finanzierung werden wir bei jedem Klienten individuell abklären.
 
 
Einen Auftrag kann (von beiden Seiten) innerhalb von 4 Wochen gekündigt werden