Sternberg (Torzym)

"Die Berliner Lungenheilstätte »Schöneberg« in Sternberg Nm. (Bezirk Frankfurt a. O.) vom Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose in Schöneberg erbaut und am l. Juli 1907 in Betrieb genommen, liegt etwa 700 m von der Station Sternberg Nm. an der Bahnstrecke Berlin Frankfurt a. O. — Bentschen und etwa 2 km von der kleinen Stadt Sternberg in der Neumark entfernt. Die Anstalt gehört der Stadt Berlin; der wirtschaftliche Betrieb liegt in den Händen des oben genannten Vereins. 

Die Heilstätte liegt etwa 130 m über dem Meeresspiegel inmitten ausgedehnter Waldungen, von denen über 400 Morgen Eigentum der Anstalt sind. In zwei Gebäuden können 102 Kranke in Schlafräumen mit 1-4 Betten untergebracht werden. Jedes Gebäude hat einen Eßsaal und einen Tagesraum, der gleichzeitig als Lesezimmer dient; außerdem sind für Untersuchungs- und Behandlungszwecke vorhanden: 2 Untersuchungszimmer, 1 ärztliches Behandlungszimmer, 1 Röntgenzimmer, 1 Laboratorium, 4 Liegehallen, 2 Luftbäder und Baderäume. 

 Die Lungenheilstätte »Schöneberg« nimmt lungenkranke Frauen und Mädchen (vom zehnten Lebensjahre an) auf, deren Leiden Aussicht auf Heilung oder doch erhebliche Besserung bietet und die nach ärztlichem Urteil für eine Heilstättenkur geeignet sind. Dem leitenden Arzt der Anstalt, Dr. Schwalm, bleibt es vorbehalten, ungeeignete Patienten zu entlassen. Die Kurdauer beträgt in der Regel drei Monate; ist eine Kurverlängerung erforderlich, so wird sie rechtzeitig vom leitenden Arzt bei der Entsendestelle beantragt. Die Aufnahme von Kranken erfolgt durch die Auskunfts- und Fürsorgestelle für Tuberkulöse in Berlin-Schöneberg, Neues Rathaus, wohin Aufnahmeanträge unter Beifügung eines ärztlichen Zeugnisses zu richten sind" (Auszug aus den Aufnahmebedingungen der Berliner Lungenheilstätte »Schöneberg« in Sternberg Nm.)."

heute Lubuski Szpital Specjalistyczny Pulmonologiczno - Oddział Rehabilitacji Kardiologicznej 


Berlin-Schöneberg, im Februar 1930
Am Rathaus Nr. 4.
Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose in Schöneberg E. V.
Der Geschäftsführer Dr. Gettkany, Stadtrat und Medizinalrat
Zustand heute (Juni 2012), mit Anbau







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