Nicaragua

Liegt in Zentralamerika und ist flächenmässig das grösste Land in Mittelamerika. Es grenzt im Norden an Honduras, im Süden an Costa Rica, sowie im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Man kann Nicaragua schon allein geographisch schlecht als Ganzes umschreiben, denn der Norden ist anders als der Süden und der Westen anders als der Osten. Im Süd-Osten gibt es grosse Tropenwälder und im Winter fast täglich Regengüsse, während im Norden es eher trocken ist. Die Durchschnitts-temperatur liegt bei 28° Grad, wobei es regional stark variiert. 
Demzufolge ist es oft sehr heiss.
An der Pazifikküste liegen die grösseren Städte, wie die Hauptstadt Managua und Industriezentren. In dieser Region leben rund 5 Mio. Menschen. Das sind zirka 90% der Gesamtbevölkerung des ganzen Staates. Das Gebiet an der Karibikküste ist eher dünn besiedelt.
Während in den meisten Regionen spanisch gesprochen wird, gibt es eine grosse Bevölkerung, die das karibische Englisch reden.







In Nicaragua gibt es zwei grosse Seen (Nicaragua- und Managuasee), sowie unzählige Flüsse, Lagunen und viele Vulkane. Es ist nebst Haiti das ärmste Land in Lateinamerika und wurde immer wieder schwer von Naturkatastrophen getroffen. Rund 25 Vulkane bilden eine Kette zwischen dem karibischen und pazifischen Tiefland. Einige davon sind auch heute noch aktiv.

Am Fusse des Vulkan Mombacho, am Lago de Nicaragua, liegt die Stadt Granada mit etwa 110'000 Einwohnern. Auch da haltet die schwierige Wirtschaftslage nicht inne, besonders im Bildungs- und Kulturbereich. Seit an Lehrergehälter, Schulmittelausstattungen, sowie Schulinstandhaltungsmassnahmen eingespart wird. Die neu eingeführten Schulgebühren und die Abschaffung der Lehrmittelfreiheit ermöglichen es immer weniger Eltern, ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Dies führt zu einem Anstieg von Analphabeten und die Arbeitslosigkeit stieg unterdessen auf 70% an. Wo bleibt da die Zukunftsperspektive?








Wie sagte Dietmar Schönherr einst: Brot und Kunst sind die wichtigsten Lebensmittel des Menschen. Wichtiger als sein künstlerisches Schaffen war ihm sein soziales Engagement, speziell für Granada. Er baute, zusammen mit dem bekannten Dichter Ernesto Cardenal inmitten der Stadt, das "Casa de Los Tres Mundos" auf. Ein Kulturzentrum für Kinder und Jugendliche. Es ist heute eines der bekanntesten Einrichtungen dieser Art und gilt als Musterprojekt.

Der Tourismus hat das Land Nicaragua entdeckt, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Viele Arbeitsplätze werden dadurch für die Einheimischen nicht geschaffen, aber sämtliche Kosten steigen an, sodass es für die Eingeborenen noch weniger Chancen gibt und es immer schwieriger wird, gesund und "normal" zu überleben. Was ist für uns "normal"?






Dadurch wächst auch die Anzahl der Strassenkinder. Sie sind schutzlos, schlafen unter Kartons oder auf liegengebliebenen Matratzen und stehlen das Essen. Drogen und Prostitution zerstören ihr Leben früh. Sie kennen keinen geregelten Tagesablauf, weder Hygiene noch eine Schule von innen. Schlichtweg, die Familienangehörigen können sich einen öffentlichen Schulbesuch und die dazugehörige Uniform gar nicht mehr leisten, ebenso die täglichen gesunden Mahlzeiten.

Es kommt auch im Paraiso de infancia Los Gusanitos mal vor, dass Kinder nach den Schulferien ohne Schuluniformen erscheinen. Vermutlich haben es Familienangehörige für wenig Geld verkauft. Es war ihnen wichtiger, als dass ihr Kind eine Bildung erhält. Oder waren es andere Beweggründe? Wir können da nur rätseln.






Alle verursachen Müll, auch die Touristen. Aber was sie nicht sehen, oder nicht sehen möchten, dass auf der Müllhalde in Granada, Kinder arbeiten und sich dort Nützliches rauspicken, um zu überleben. 

Wir, der Verein Los GUSANITOS Schweiz, haben davon Kenntnis, weil Priska Buchmann Scherer frustrierend und geschockt dies erzählte. Sie sagte: Wenn ihr in der Schweiz nicht soviel Geld zusammen bekommt, dass ich mir ein zweites Paraiso de infancia finanzieren kann, so möchte ich doch mindestens für die Kinder, welche auf der Müllhalde sind, eine Strassenküche errichten. Einfach, damit diese armen Geschöpfe täglich eine warme Mahlzeit haben.

Deshalb unser Engagement in der Schweiz. Wir setzen uns gerne und entschlossen ein, damit eines dieser beiden Ziele erreicht werden kann.