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Umweltschutz

Limbach wurde in einem Pilotprojekt der „Erste umweltfreundliche Ferienort in Rheinland-Pfalz“ und ist seit 1981 „Staatlich anerkannter Erholungsort“ : Intakte Landschaft; gute Luft zum tief Durchatmen im milden Mittelgebirgsklima, sauberen Fließgewässer, viel Wald, moderne Gruppenkläranlage. Im abgeschlossenen Bodenordnungsverfahren wurden in unserer Gemarkung u.a. 19 Biotope und 23 Bodenschutzflächen ausgewiesen, 860 Obstbäume und über 2000 andere Laubhölzer im und um das Dorf gepflanzt. 
In Limbach wurde 1992 das Pilotprojekt Mülltrennung/Müllreduzierung beispielgebend für den gesamten Westerwaldkreis erprobt. Limbach erhielt Staatliche Umweltpreise.
In den Neubaugebieten „Neuengarten“ und „Assbergsgrund“ wird das gesamte Oberflächenwasser durch„Kaskadensysteme“ (Versickerung) dem Boden wieder zurückgeführt 
 

Prägend ist sicherlich auch die 1871 erbaute und geschützte Steinbogenbrücke über die Kleine Nister mit den natürlichen

Uferbereichen als Bodenschutzflächen und die Rasen- Gehwegflächen mit der Stileichen-Allee entlang der Nisterstraße. 115 Ruhebänke stehen an den verschiedensten beschaulichen Winkeln im Orts- und Gemarkungsbereich und laden zur Entspannung ein. Der Orts ist durchweg mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern durchgrünt. Exoten gibt es nicht mehr in öffentlichen Bereichen. 
Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere wurde ein Dorfökologisches Gutachten erstellt. In drei Buchbänden und umfangreichem Kartenmaterial, wurde die gesamte Flora und Fauna der Ortsgemeinde erfasst. 14 Biotope und 23 Bodenschutzflächen fanden bei der Flurbereinigung großzügige Berücksichtigung. 
Ein „Dorfökologischer Lehrpfad“ mit 15 Schautafeln zeigt im gesamten Ortsbereich folgende Lebensräume: 
  • 1. Übersicht am Haus des Gastes
  • 2. Biotop
  • 3.Lebensraum Hausgarten
  • 4. Lebensraum Natursteinmauer
  • 5. Fließgewässer
  • 6. Lebensraum Wiese
  • 7. Staudensäume
  • 8. Bodenschutz
  • 9. Unversiegelte Fläche
  • 10. Lebensraum Obstbaumwiese
  • 11.Lebensraum Ziergarten
  • 12. Blumenwiese
  • 13. Lebensraum Feldgehölz
  • 14. Lebensraum Hecken
  • 15. Lebensraum Gebäude
 
 
 

Gestaltung im privaten Bereich

In einem Pilotprojekt wurde Limbach im Jahr 1992 durch Mitwirkung des Westerwaldkreises und der Verbandsgemeinde Hachenburg zum ersten „Umweltfreundlichen Ferienort in Rheinland-Pfalz“. 

In einem besonderen Bericht zur Dorfökologie und der Zusammenstellung der Maßnahmen zum Pilotprojekt „Umweltfreundlicher Ferienort Limbach“ wird die allgemeine Grüngestaltung deutlich, auch im privaten Bereich.

Die früheren „Sünden“ der Flurbereinigung sind in Limbach nicht erfolgt. Während der Ortsregulierung wurden die Grünbereiche besonders bewahrt. Obstbaumpflanzaktionen sind in der „Aktion Grün“ erfolgt. Krautgärten sind wieder vorhanden. Nur sehr wenige Ortsbürger mögen noch die pflegeleichten Tuja oder Taxus. Freie Mauern sind durchweg mit Efeu, Rosen etc. bewachsen. Der einfache Lattenzaun oder die Hainbuchenhecke findet zunehmend Zuspruch.

 

Eingegrünt in der natürlichen Landschaft

Von den Anhöhen rund um Limbach (Assberg, Recksal, Bußenberg , Kappanöllfelsen usw.) kann man die Einbindung des Dorfes in die Landschaft der Kroppacher Schweiz sehr gut überschauen. Im Rahmen des abgeschlossenen Bodenordnungsverfahrens wurden Vogelschutzgehölz, ein Ginster-Biotop, 14 Biotope und 23 Bodenschutzflächen ausgewiesen. Dabei befinden sich auch an entsprechend bewachsenen Böschungen entlang von Wegen mit Schwarzdornhecken, alte Baumbestände mit Nisthöhlen. 

Eine genaue Erhebung ergab, dass im Jahr 1992 420 Obstbäume vorhanden waren. In der „Aktion Grün“ wurden weitere 860 Obstbäume und 2000 Bäume und Sträucher gepflanzt. 
Wie in früheren Jahren stehen nun wieder Obstbäume entlang den Wirtschaftswegen zum „Assberg“, „Bußenberg“, Richtung Marienstatt, Richtung Malberg, zum Recksal, in der Lehmisch usw..

Zudem wurden mehrere Streuobstwiesen wieder angelegt.

Eine 1994 angelegte „Benjeshecke“ auf einem früheren Wirtschaftsweg am „Assberg“ zeigt heute seine natürliche Vielfalt.

Vor 50 und mehr Jahren befanden sich in der Gemarkung zahlreiche Wacholdersträucher. Diese Strauchart war sehr begehrt ( z.B. zum Räuchern ), sie ist in der Kroppacher Schweiz fast gänzlich verschwunden.

Im Jahr 2002 war der Wacholder der Baum des Jahres.
In einer spontanen Aktion wurde unter Mithilfe des Forstamtes Hachenburg in einem Ginster-Biotop zusätzlich 100 Stück gestiftete Wacholdersträucher ehrenamtlich gepflanzt.

In den Uferbereichen der Bachläufe Nister und Lehmbach wurden fehlende Erlen und Weiden usw. ergänzt.
Ausgeschwemmte Uferbereiche durch Hochwasser der Kleinen Nister wurden wieder naturnah befestigt.

Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt in der Flur wie Hecken, Feldgehölze, Einzelbäume, Gewässer, Feuchtgebiete und eine Orchideenwiese waren seit Beginn des Bodenordnungsverfahrens ein ganz besonderes Anliegen der Ortsgemeinde. 
Seitens des Ortsgemeinderates, der Bürger, der Vogelschutzgruppe usw. wurde von Anfang auf den Fortbestand dieser Flächen geachtet.

 

Betrachtungen

Wir dürfen feststellen, dass mit unserem 13 Jahre dauernden klassischen Bodenordnungsverfahren, bei der Schaffung von vielfältigen Einrichtungen und Gestaltung der Neubaugebiete, der Sanierung von Häusern , bei der Entwicklung und Förderung des Gästeverkehrs und somit Schaffung und Wahrung von rd. 79 Arbeitsplätzen und intakter Natur und Infrastruktur, ist Limbach ein Dorf mit Zukunft geworden, in dem man gesund und gerne lebt!

Dankbar dürfen wir feststellen, dass wir in den vergangen Jahren sehr viele, optimale und gesunde Umweltbedingungen für die Zukunft geschaffen haben.

Unsere Aufgabe sahen und sehen wir darin, unser Dorf und unsere Landschaft lebens- und liebenswert zu erhalten. Den intakten Lebensraum betrachten wir als ein kostbares Gut, den es unbedingt zu bewahren gilt.

Die Dorferneuerung, das Bodenordnungsverfahren, die Ortsregulierung und die anstehende Ortskernsanierung, unter die Mitwirkung der Dorfbevölkerung sowie der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sind auf diesem Weg wichtige Schritte in die richtige Richtung, wenn dabei umsichtig und aufmerksam vorgegangen wird!