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Rettung der Ortskerne

Hier möchten wir auf einen Artikel der Verbandsgemeinde Hachenburg aufmerksam machen.

 

In einigen Ortsgemeinden ist festzustellen, dass eine schleichende „Verödung“ der Ortskerne bereits teilweise eingetreten ist bzw. auf Sicht eintreten wird. Immer mehr Häuser stehen leer. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen, die sich ebenso unterschiedlich auf die einzelnen Ortsgemeinden auswirken. Zum einen ist der demographische Wandel einer der Hauptgründe für diesen negativen Trend, zum anderen gibt es in fast allen Ortsgemeinden ein ausreichendes Angebot an Neubaugebieten.

Der großen Aufgabe, diesem Trend mit einer sinnvollen Ortsinnenentwicklung entgegenzuwirken, stellt sich die Verbandsgemeinde Hachenburg gemeinsam mit ihren Ortsgemeinden.

Das Thema „Wohnen im Dorf – Dorfentwicklung“ beschäftigt die Verbandsgemeinde Hachenburg und ihre 33 Ortsgemeinden bereits seit Jahrzehnten. Jede Gemeinde verfügt mittlerweile über ein sogenanntes Dorferneuerungskonzept. Diese in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bürgerinnen und Bürgern erarbeitete Entwicklungsplanung der Gemeinde enthält neben einer Bestandsaufnahme und Analyse der Örtlichkeit sowie Aussagen zu übergeordneten Planungen auch ein Maßnahmen- und Gestaltungskonzept geplanter zukünftiger Projekte. 

Einige Ortsgemeinden haben im Hinblick auf den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft ihre bereits aus den 80-er bzw. 90-er Jahren stammenden qualifizierten Dorferneuerungskonzepte mit Hilfe kompetenter Planungsbüros und unter Einbeziehung ihrer Bürgerinnen und Bürger zukunftsorientiert überarbeitet. Andere Gemeinden folgen diesem positiven Beispiel. Die im umfangreichen Maßnahmenprogramm der überarbeiteten Konzepte enthaltenen kommunalen Projekte werden von den Gemeinden nunmehr in den kommenden Jahren nach und nach umgesetzt.

Aufgrund dieser Dorferneuerungskonzepte besteht jedoch nicht nur für die Ortsgemeinden die Möglichkeit, eine nachhaltige und zukunftsfähige Gemeindeentwicklung zu gewährleisten. Die Hauseigentümer im Dorf, die in ihr Gebäude investieren möchten, d.h. in regionaltypischer Bautradition sanieren wollen, können auf der Grundlage des Dorferneuerungskonzeptes unter bestimmten Voraussetzungen hierfür Fördergelder erhalten. Diese Zuschüsse fließen aus der privaten Dorferneuerung des Landes Rheinland-Pfalz. Gefördert werden u.a. die Erneuerung der Außenfassade, der Fenster sowie der Dacheindeckung des Gebäudes. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings die Ausführung der Arbeiten entsprechend den historischen Vorbildern im Dorf, unter Verwendung regionaler Baustoffe.

Detaillierte Auskünfte zu den Fördermodalitäten erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Kreisverwaltung in Montabaur, Herrn Braun, Tel.: 02602/124-513.           
Die Formulare für einen „Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Förderung der Dorferneuerung“ können auch bei der Verbandsgemeinde Hachenburg, Frau Schlaug, Tel.: 02662/801-173 angefordert werden.

Außerhalb einer Förderung aus der Dorferneuerung besteht für private Hauseigentümer, die zur Energieeinsparung energetische Sanierungen an ihren Objekten vornehmen möchten, die Möglichkeit auf ein zinsverbilligtes Kapitalmarktdarlehen. Für nähere Informationen zu diesem Thema steht die Kreisverwaltung in Montabaur zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind dort Frau Brühl, Tel.: 02602/124421 oder Frau Ritz, Tel.: 02602/124466.

Die Verbandsgemeinde Hachenburg und ihre 33 Ortsgemeinden haben im Hinblick auf eine positive kommunale Entwicklung in der Region das Ziel, die in diesem Zusammenhang an sie gestellten Herausforderungen zu meistern. Dem Wohnen im Dorf soll durch innovative, lebendige Initiativen auch generationenübergreifend für die Zukunft eine attraktive Perspektive geboten werden.

Quelle: Verbandsgemeinde Hachenburg