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Leningrader Bahnhof


Am Leningrader Bahnhof in Moskau fahren die legendären Züge nach Sankt Petersburg ab - dem früheren Leningrad. Und darum steht bis heute (2011) in der riesigen Empfangs- und Wartehalle des Verkehrstempels eine stattliche Lenin-Büste. Während am anderen Ende der Strecke - in Sankt Petersburg - der Kommunistenführer am Bahnhof längst wieder gegen Peter I. ausgetauscht wurde - hält sich Lenin in Moskau wacker.

Der Haltepunkt hat eine bewegte Geschichte hinter sich, wurde 1849 als "Petersburger Bahnhof" (russisch: Peterburgski woksal) eröffnet. Architekt war der Russlanddeutsche Konstantin Thon.

Der erste reguläre Zug fuhr 1851 ein. Kurze Zeit später wurde der Knotenpunkt zum "Nikolajewski woksal". Doch auch dieser Name währte nicht lange, denn schon 1923 nannten die Kommunisten den Bahnhof "Oktjabrski", nach der siegreichen Oktober-Revolution. Als dann ein Jahr später Sankt Petersburg in Leningrad umbenannt wurde, gelangte auch dieser Bahnhof zu seiner bis heute gültigen Bezeichnung.

Ein Versuch, den Bahnhof wieder in "Nikolajewski" zurück zu benennen, scheiterte zuletzt 2009 kläglich am Widerstand der russischen Kommunistenriege. Und deshalb hat Lenins gewaltige Büste hier gute Chancen, noch ein Weile die Passagiere zu begrüßen.

Zugegeben: Er passt hervorragend in das architektonische Ensemble der in den 1970er Jahren gestalteten Empfangshalle des Leningrader Bahnhofs. Besonders die goldfarbene Kassettendecke harmoniert wunderbar mit dem steinernen Schädel des Revolutionärs.

Eingeweiht:
Bildhauer:
Fotos: März 2011

Moskau, Empfangshalle Leningrader Bahnhof