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Büsserach

 
Geschichte

 In einer Höhle am Südfuss des Thiersteinfelsens (Bättlerchuchi) wurden menschliche Spuren entdeckt. 1144 wurde der Ort, damals „Buezherach“ erstmals urkundlich erwähnt. 1251 wurde aus „Buezherach“ „Büzracha“. Danach folgte: 1295 „Büserach“, 1364 „Busserach“, 1431 „Biesserach“ und seit  1538 heisst unser Dorf „Büsserach“.

Im Mittelalter hatte das Kloster in Beinwil Einfluss auf die Region. Zuerst wurde die weltliche Herrschaft von den Grafen von Thierstein ausgeübt, bis 1251 auch die Vogteirechte an das Kloster übergingen.

1445 wurde Büsserach, nach der Schlacht bei St. Jakob an der Birs von österreichischen Truppen unter Peter von Mörsberg heimgesucht.1522 gelang Büsserach an Solothurn und wurde der Vogtei Thierstein zugeordnet, da das Geschlecht der Thiersteiner erloschen war. Auf der Burg Neu-Thierstein südlich des Dorfes hatte der Solothurner Landvogt seinen Sitz. Büsserach wurde auch während des 30 jährigen Krieges von schwedischen Truppen in Mitleidenschaft gezogen.Bevor Büsserach zum Distrikt Dornach und ab 1803 zum Bezirk Thiersteingohörte, war es nach dem Zusammenbruch des Ancien Régim (1798) in der Helvetik Hauptort eines gleichnamigen Distrikts. Durch die Entwicklung im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Büsserach zu einem politischen Zentrum und wurde Versammlungsort der Opposition. 1850 wurde Büsserach zum Zentrum des Solothurnischen Laufentals  durch die relativ frühe Industrialisierung. Bis es 1900 die Stellung an Breitenbach abgeben musste.

Quellen: Wikipedia

Fabienne Zbinden, Julia Bircher

 

Bevölkerung
Mit 1886 Einwohnern (Ende 2007) gehört Büsserach zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Solothurn. Von den Bewohnern sind
92.2 % Deutsch Sprechende und 7.8% andere Sprachen Sprechende.
Die Bevölkerungszahl von Büsserach stieg 1850 auf 670 Einwohner und 1900 auf 654 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl kontinuierlich an. Besonders während der 1950-er Jahre und seit 1990 (1646 Einwohner) wurden grosse Zuwachsraten verzeichnet. Das Siedlungsgebiet von Büsserach ist heute fast lückenlos mit demjenigen von Breitenbach zusammengewachsen.
 
 Geografie
Büsserach liegt auf 420 m ü. M., 4.5 km südöstlich der Stadt Laufen (Luftlinie). Das Haufendorf erstreckt sich im Lüsseltal, beidseits der Lüssel, am südlichen Rand des Laufener Beckens im Jura, im Schwarzbubenland.
Die Fläche des 7.6 km² grossen, in West-Ost-Richtung langgestreckten Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen Juras.
Die Lüssel, die bei Büsserach in das Becken eintritt, durchquert das Gebiet mit einem bis zu 1 km breiten flachen Talboden von Süden nach Norden. Südlich des Dorfes befindet sich die klusartige Engstelle beim Schloss Thierstein an der Passwangstrasse, wo die Lüssel die Kette von Chienberg (769 m ü. M.) und Lingenberg (760 m ü. M.) durchbricht. Die südliche Grenze verläuft im Chesselgraben, einem rechten Seitental des Lüsseltals. Nach Osten erstreckt sich der Gemeindeboden bis auf den Kamm des Mettenbergs, auf dem mit 813 m ü. M. der höchste Punkt von Büsserach erreicht wird. Von der Gemeindefläche entfielen 1997:
-    10 % auf Siedlungen
-    47 % auf Wald und Gehölze
-    43 % auf Landwirtschaft.
 
Zu Büsserach gehören einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Büsserach sind Breitenbach, Fehren, Meltingen, Erschwil und Grindel im Kanton Solothurn sowie Wahlen im Kanton Basel-Landschaft.
Quelle: Wikipedia
 
Wirtschaft
Büsserach war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Bis etwa 1850 war Büsserach ein Zentrum der Leinenweberei. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Dorf zur der am stärksten industrialisierten Gemeinde des Schwarzbubenlandes, erst nach 1900 wurde es von Breitenbach abgelöst. Büsserach war Standort einer Gips- und einer Getreidemühle und hatte auch ein Ziegelwerk. Die 1861 gegründete Seidenzwirnerei (in der Roten Fabrik) stellte ihren Betrieb 1932 ein.
Heute haben der Ackerbau, der Obstbau (überwiegend Kirschbäume) sowie die Viehzucht und die Milchwirtschaft in den höheren Lagen nur noch einen geringen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im Gewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Ein grösseres Gewerbe- und Industriegebiet entstand am westlichen Dorfrand links der Lüssel. In Büsserach sind heute Betriebe des Maschinen- und Metallbaus, des Bau- und Transportgewerbes, der Elektrobranche, der Holzverarbeitung, ein Carunternehmen und mechanische Werkstätten vertreten.
 
Sehenswürdigkeiten                                                                                         
Die Kirche Sankt Petrus, geht wahrscheinlich auf ein frühmittelalterliches Gotteshaus zurück. 1759 wurde eine neue Kirche errichtet, die jedoch 1951 abgerissen und durch einen 1953 eingeweihten Neubau ersetzt wurde. Der bereits 1464 erbaute Kirchturm blieb hingegen erhalten, wurde mehrfach restauriert und dient seit 1995 als Museum. Die barocke Sankt Anna-Kapelle westlich des Dorfes wurde 1684 erbaut und enthält eine bemalte Holzdecke. (Link zum Fotoalbum)Auf der Felskrete westlich des Lingenbergs, über der Engstelle des Lüsseltals, thront die Burg Neu-Thierstein, die Ende des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Im Jahr 1997 stürzte die gesamte Südwestwand der Burg ein. Nach dem Wiederaufbau und einer umfassenden Restauration wurde die Burg 2001 wieder eröffnet und steht im Sommer für alle Besucher einmal im Monat an einem Sonntag offen!
 
Quelle: Wikipedia
Name: Luigj Saliquni
 
Primarschule Büsserach

Ausgehend von der berühmten Beinwiler Klosterschule entwickelten sich im 17. Jh. die Landschulen. Der Unterrichtsbesuch war freiwillig und nur während des Winters. Die Bildung war nach religiösen und sittlichen Ideen. Gelehrt wurde Lesen, Schreiben und Singen. Rechnen und Sachkunde wurden nur ab und zu unterrichtet. Auch in Büsserach unterrichtete als erster Lehrer ein Geistlicher. Im Jahre 1617 liess der Administrator vom Kloster Beinwil durch den Meister Benedikt Borer das alte Pfrundhaus erbauen. Es lag unter der Kirche auf Klosterboden. In diesem Haus fand der Unterricht in einem sehr kleinen Zimmer bis ins 19. Jahrhundert statt.

 

                               

         Schulhaus unter der Kirche(Link zum Fotoalbum)

 

Im Jahre 1848 wurden in Breitenbach und Büsserach täglich drei Stunden Sommerschule mit 70 Kindern gehalten. Ausser dem vorgeschriebenen Primarschulunterricht wurde damals bereits Unterricht in französischer Sprache erteilt. Dafür erhielt der Lehrer von Breitenbach eine Zulage von 100.- Franken und der Lehrer von Büsserach eine Zulage von 80.- Franken. Die Jahresbesoldung der Lehrkräfte betrug damals zwischen 300.- und 400.- Franken.

Im Jahre 1826 wurde das erste Schulhaus erbaut. Dieses Haus gibt es heute noch im Oberdorf.   

                                                   

                                
Oberdorfschulhaus (Link zum Fotoalbum)

 

Büsserach zählte damals schon über 500 Einwohner, so wurde das Oberdorfschulhaus bald zu klein. Trotzdem fand dort der Unterricht während eines halben Jahrhunderts statt. Im Oberdorfschulhaus wirkten drei Lehrkräfte.

                       

                                   
               „altes Schulhaus“ Passwangstrasse(Link zum Fotoalbum)

 

Am 11. Mai 1879 wurde das neue Schulhaus an der Passwangstrasse eingeweiht. Viele Jahrzehnte lang gingen Kinder und Jugendliche in das uns bekannte“alte Schulhaus“. Das Schulhaus diente den verschiedensten Dorf- und Regionalschulen.

                                                          

             
                            
                     Kirsgartenschulhaus (Link zum Fotoalbum)
Am 2./3. Mai 1959 wurde das Schulhaus Kirsgarten eingeweiht. Interessant ist, dass am 5./6. Juni 2009 das Schulhaus Kirsgarten sein 50-jähriges Bestehen feiert. Dieses Schulhaus war für die Primarklassen, Sekundarklassen und die Hauswirtschaftsschule bestimmt. Nach dem Bezug des Schulhauses wurde aber schon bald klar, dass die grosszügigen Schulräumlichkeiten den ansteigenden Schülerzahlen nicht gewachsen waren. Ein Umzug der Sekundarschule in das alte Schulhaus an der Passwangstrasse wurde nötig. Heute werden im „Kirsgarten“ alle sechs Primarklassen unterrichtet. Die Sekundarschule feiert in diesem Jahr auch ihr 50-jähriges Jubiläum und befindet sich heute in Breitenbach.
 

                                           

                                                           Schulhaus im Grien
 
Quelle: 800 Jahre Büsserach                 Namen: Fabienne Zbinden, Brigitte Scherrer, Julia Bircher


Schloss Thierstein 
                                                                                                                                                                                       


Wie alt ist das Schloss in Büsserach ?
Es ist 829 Jahre alt.
Aus welchen Steinen wurde das Schloss gebaut ?
Aus Kalkstein.
Wann ist das Schloss zusammen gefallen ?
Im Jahre 1997.
Was wurde neu gebaut?  
Es wurde mit Beton gebaut. Der Aufbau kostete 2 Millionen.

140 m3 Stein fielen hinunter. Der Aufbau                          dauerte 3 Jahre. Es brauchte 270 m3 Beton und 10 t Stahl.     
(Link zum Fotoalbum)                        
Wie hoch ist das Schloss jetzt?
Das Schloss ist 20 m hoch.
Wie wurde es im Altertum zerstört?
Das Schloss in Büsserach wurde zerstört durch einen Aufstand einer kleinen Gruppe  von Franzosen. 
Wer hat das Schloss in Büsserach erbaut?
Das Schloss in Büsserach wurde von den Grafen von Thierstein erbaut.

Interviewpartner: Herr Kurt Strübi                                Tobias Semplici und Niels Friese

  

 
Felsrutsch und Wiederaufbau
In der Nacht vom 1. auf den 2. März 1997 brach ein Teil des 829 Jahre alten Wohnturmes in sich zusammen. Eine grosse Menge Gestein verschüttete die unten liegende Passwangstrasse und den Schlosshof. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden. 1998 bewilligten die Büsseracher/innen an der Gemeindeversammlung einen ersten Kredit, einen freiwilligen Beitrag an die Sanierungskosten. Die Gemeinde Büsserach machte dann dem SAC ein Kaufangebot von Fr.25 000.-. Dem Angebot wurde zugestimmt. Von September bis November 2000 dauerten die Betonarbeiten zur Schliessung der Abbruchluke. Anschliessend folgten die Überdachung des Turmes mit einer Holzkonstruktion und Glasmontage, sowie der Einbau einer Innentreppe bis zur Dachterrasse. Im Innern des Turmes wurden zusätzliche Holzgalerien eingebaut. Die Ritterstube bietet Platz für maximal 24 Personen. Der Turmhof fasst zusätzlich 40 Personen. Küche und WC sind ebenfalls neu eingerichtet worden. Also Platz genug, um kleine Familienfeste in ritterlicher Ambience durchführen zu können.
Die Bruttobaukosten betrugen 2'000’000.-. Mehr als die Hälfte der Baukosten wurden von Spenden und Subventionen bezahlt.
Trotzdem, denke ich mir beim Anblick dieses Altertums ist es lobenswert das Schloss für meine Nachkommen erhalten zu haben.
Quelle: Dorfchronik der Gemeinde Büsserach    
Namen: Luigj Saliquni  Tobias Semplici Céline Renz, Ana-Sophia Jeger
     
 
Bologna Getränke
Bologna verkauft Weine aus verschiedenen Ländern, Mineralwasser, Bier, Spirituosen, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Man kann Geschenke kaufen, sie liefern stets immer zuverlässig. Sie machen Hauslieferungen. Bologna hat Material für Anlässe jeder Art (Festmobiliar). Diese Firma steht in Büsserach im Industriering 41. Der Name dieser Firma kommt von dem Nachnamen der Familie. Bologna steht unter einem Familienbesitz, schon über mehrere Generationen. 
Quelle: bologna-getränke.ch
Name: Tobias Semplici
                  
Kennzeichen             
 Kanton
Solothurn 
 Bezirk
Thierstein
 PLZ
4227 
 Höhe
420m.ü.M. 
Fläche
7.55km²
Einwohner
1919 (31.Dez.08)
Website

 
 
 
 
 
 

Büsserach

 
   
Herr Erwin Saner, ehem. 
Bezirksschullehrer, Büsserach             
 
Lebenszeit:         1896-1984

Berufe:               Bezirksschullehrer in Nunningen

                         Bezirksschullehrer in Breitenbach (1927-1965)
                         KV Lehrer
 
Fächer:               Humanistische Fächer
 

Ämter:                Inspektor in den Thiersteiner Gemeinden

                         Kantonsrat (1939-1949)
 

Hobbies:             Schütze

                         Sänger

                         Regisseur für Vereine
 

Gemeinden:        Kantonsrat (1939-1949)

 
 
Interview mit Frau Saner Irma                                                               
Erinnern Sie sich an Ihren Vater?
Ja sehr gut.
Wie war er privat?
Er war ein guter Vater, er war immer sehr Aufgeschlossen. Auch  mit den Kindern. Als er etwas vorbereiten musste, musste ich immer still sein, weil wir eine kleine Wohnung hatten.
Wissen Sie wie Ihr Vater als Lehrer war, gab es Unterschiede?
Ich ging  selber zu ihm in die Schule. Er war ein angenehmer Lehrer, auch zu Hause war er sehr angenehm. Er hat viel gelesen und auch für Zeitungen geschrieben. Es war kein grosser Unterschied.
Konnten Sie mit der Situation umgehen, dass Ihr Vater Lehrer war?
Ich konnte gut damit umgehen und hatte auch Freude daran.
Gab es Unterschiede zwischen einem Bauern und einem Lehrer als Vater?
Ich denke schon. Er kam aus einem Bauernbetrieb, er half auch immer in den Ferien. Er konnte sich gut unterhalten.
Hat Ihr Vater nur an der Bezirkschule Unterricht gegeben?
Zuerst unterrichtete er an der Primarschule. Dann studierte er weiter, ging nach Paris und kam zurück um in Basel fertig zu studieren.
War „Lehrer“ der Traumberuf Ihres Vaters?
Ich glaube schon, er wurde auch unterstützt von seinem Onkel Olive Jeker.
Musste Ihr Vater viel arbeiten?
Für die Schule bereitete er immer sehr viel vor, privat half er viel unseren Verwandten, arbeitete im Garten und las sehr viel. Er arbeitete fast immer.
Haben Sie noch Erinnerungen, was die Klasse/Schule von Ihrem Vater anbelangt?
Die Schüler mochten Ihn. Ich erlebte ihn nicht als strenger Lehrer. Er war ein sehr guter Lehrer.
Erzählte Ihr Vater viel von seiner Arbeit?
Ich denke nicht.
Gab es Ereignisse in der Zeit, wo Ihr Vater als Lehrer tätig war?
Ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern.
Wissen Sie wie viel Ihr Vater verdiente?
Nicht mehr als 500 Franken im Monat.
 
Interviewpartner: Frau Saner Irma                  Fabienne Zbinden, Brigitte Scherrer, Julia Bircher

 
 
Interview mit  Herrn Meinrad Borer, Büsserach - ehemaliger Schulpräsident der Sekundarschule -

Wie kam es zur Gründung der Sekundarschule? Wann?
Da die Oberschule und die Bezirksschule in Breitenbach waren und die Sekundarschule in Büsserach, kamen Herr R. Ried (Fehren) und ich auf die Idee einen eigenen Schulkreis zu bilden und deshalb verlegten sie die Sekundarschule von Büsserach nach Breitenbach.
Wie sah die Sekundarschule aus?
Es gab eigentlich keine Unterschiede vom Aufbau, ausser dass sie älter war.
Wie lange war die Sekundarschule in Büsserach?
1980-1985 war die Sekundarschule in Büsserach.
Wie lange waren Sie Schuldirektor an der Sekundarschule?
Insgesamt war ich 14 Jahre Schuldirektor.
War die Rolle als Schuldirektor anstrengend? Was denken Sie, sind die Unterschiede von früher und heute? Was lernten die Schüler alles?
Ehrlich gesagt half ich den Lehrern nicht immer. Inspektor German Spaar und ich hatten ein sehr gutes Verhältnis. Wir sprachen alles zusammen ab und entschieden dann gemeinsam. Wir gaben den Schülern meistens eine zweite Chance. Wir entschieden auch viel menschlicher als heute, die Schüler lernten viel realistischer als heute.
Hatte die Sekundarschule in Kleinlützel 1944 einen Zusammenhang?
Da es keine grosse Schule war, gab es nie einen Zusammenschluss mit der Sekundarschule in Büsserach und der Sekundarschule in Kleinlützel.
Herr Meinrad Borer erzählte:
An einem Morgen nach den Sommerferien sassen fünf Kinder auf der Treppe der Sekundarschule. Der Lehrer Herr Neuschwander fragte die Kinder, was sie hier machen. Sie antworteten, dass sie von der Bezirksschule in die Sekundarschule versetzt worden sind. Er war geschockt. Kein Lehrer der Sekundarschule wurde darüber informiert, dass die Kinder in die Sekundarschule versetzt worden sind.
Die Junglehrer verdienten 1973 im Kanton BL rund 10'000 CHF mehr als die Junglehrer im Kanton SO. Als der Kanton BL selbst ein Lehrerseminar gründete, wurde alles wieder geregelter.
Die Oberschule musste in der Zeit als es zu wenig Lehrer hatte, zwei Lehrer drei Klassen unterrichten.

Interviewparter: Herr Meirad Borer                            Céline Renz, Ana-Sophia Jeger

 

 

Herr Oliv Jeker, ehem.

Bezirksschullehrer, Büsserach

 

Lebenszeit:                 1.4. 1861-12.10.1949

 

Berufe:                      Primarlehrer in Aeschi (1879)

                                Studium an Technikum Winterthur und an der

                                UniversitätLausanne(1886-1889)

                                Bezirksschullehrer, Schulinspektror im Bezirk Thierstein (1889-1924)

 

Ämter:                       Erziehungssrat (1912-1917)

                                FDP-Kantonsrat (1921-1931)

                                Nationalrat (1925-1931)

 

Fächer:                      technische Fächer, humanistische Fächer

 

Interview mit Frau Kübler Beatrice 

Erinnern Sie sich an Ihren Grossvater Olive Jeker?
Ja, ich kann mich gut erinnern. Wir sind in einem Haus aufgewachsen mit meiner Tante, in dem Haus von meinem Grossvater mit seiner Frau und meiner Tante Anna. Wir hatten eine gute Beziehung zueinander.
Wie war er privat?
Ich kannte ihn nur privat, er war ein guter Grossvater, eine spezielle Person, er hatte mich sehr gefördert und wir hatten viel zusammen unternommen, man merkte, dass er Lehrer war. Er lernte uns am Klavir singen.
Wissen Sie wie Ihr Grossvater als Lehrer war, gab es Unterschiede?
Eine Tante von meinem Mann und ihre Schwiegermutter gingen bei ihm in die Schule. Manche beschimpften ihn auch. Er erzog die Kinder so, dass sie sich den Eltern zur Verfügung stellten. Er zeigte seine menschliche Seite.
Konnten Sie mit der Situation umgehen, dass Ihr Grossvater Lehrer war?
Ja, auch die Verwandtschaft, ich wurde sehr gefördert.
Gab es Unterschiede zwischen einem Bauern und einem Lehrer als Vater?
Es war ein grosser Unterschied, wir alle wurden sehr streng erzogen.
Hat Ihr Grossvater nur an der Bezirkschule Unterricht gegeben?
Er fing in Neuhof an. Von Äschi aus hat er die Bezirksschulausbildung gemacht.
War „Lehrer“ der Traumberuf Ihres Grossvaters?
Ja, er war begabt, sein Vater war ebenfalls Lehrer und der Bruder auch.
Musste Ihr Grossvater viel arbeiten?
Er hatte viel zeit für andere Dinge, er betrieb Politik.
Haben Sie noch Erinnerungen was die Klasse/Schule von Ihrem Grossvater anbelangt?
Weiss ich nicht. Am Ende seiner Schulzeit ärgerte er sich über eine Schulklasse und lies sich frühzeitig Pensionieren, dann begann er mit der Politik.

Interviewpartner: Frau Kübler Beatrice          Fabienne Zbinden, Brigitte Scherrer, Julia Bircher

 

Ruine Neu-Thierstein
Im Westen Büsserachs, über der Lüssel, steht das neugebaute Schloss Thierstein.
1250    Durch die Grafen von Thierstein erbaut
1309    Teilte sich die Familie in zwei Linien
1444    Nach der Schlacht von St. Jakob besetzten die Solothurner die Burg,                                      welche sie erst nach fünf Jahren Besatzung wieder zurückgaben.
1514    Erhielten die Thiersteiner ihre Burg zurück. Später gelangte die Stadt Solothurn, nach zähem Ringen mit Basel, in den Besitz der Feste.
1997    Wurde die Burgruine durch einen Felsrutsch stark beschädigt.

In der Zwischenzeit wurde die Ruine saniert und befindet sich nun im Besitz der Gemeinde Büsserach.

 

Quelle: Dorfchronik der Gemeinde Büsserach
Semplici Tobias
 
 
 
 
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Stehend: Julia Bircher, Brigitte Scherrer, Fabienne Zbinden, Niels Friese, Luigj Saliquni, Céline Renz

Sitzend: Ana-Sophia Jeger, Tobias Semplici