Gynura crepoïdes / Okinawa spinat

Gynura crepioides is commonly known as 'Okinawa Spinach', it is native to Indonesia. 'Okinawa Spinach' is commercially grown in China as a green, it is not a true spinach. Both the stems and the leaves can be eaten raw or cooked. The top of the leaves are dark green and the undersides are purple. 'Okinawa Spinach' has an unique flavor with a faint hint of pine, and will add a beautiful aesthetic element to cuisine. This green is also known as cholesterol spinach, and there are many claims that it lowers can cholesterol. This plant will thrive in pretty much any type of soil from clay to silt to sandy soils. It does well in any type of light other than full shade, but will grow best in full sun to partial shade. Okinawa Spinach is not a heavy feeder, and is relatively pest-free. It is good to cut back flowering branches to promote new shoot growth, because the shoots and leaves are what are harvested. Okinawan spinach is very adaptable to container gardening and even grows well on a windowsill. The younger leaves will have a much better flavor than the older leaves. The leaves and young shoot tips can be steamed, used in stir fry, tempura, stews, and soups. Just add them at the very end, if they are overcooked they can become slimy.


Handama (Okinawa Spinat)

Purpurblättriges Salatwunder aus Japan
Genial, eine Nutzpflanze für den faulen Gärtner! Dieser Strauch ist sooo einfach zu halten. Mit seinen tiefroten Blattunterseiten ist er eine attraktive Zierpflanze, und gleichzeitig eine essbare, sehr ergiebige Salatpflanze. Handama, das ist der japanische Name, wächst dabei unglaublich schnell, sogar noch unter kühleren Bedingungen.

HERKUNFT / BESCHREIBUNG
Ursprünglich aus Indonesien kommend, haben es aber wohl hauptsächlich die auf den südlichsten Inseln Japans lebenden Menschen für sich entdeckt. Okinawa-Spinat ist ein schnellwachsender, schöner Strauch, und wird dort als dekorativer Bodendecker gepflanzt, der wegen seines enormen Wachstums auch spielend das 
Unkraut unterdrückt, und natürlich, weil die Blätter leckeren Salat oder Spinatgemüse liefern. Botanisch ist er ein Korbblütler, wie auch viele bekannte Salatpflanzen. Trägt kleine gelbe Blüten im Winter.
Auf den Märkten Taiwans werden die Zweige von Handama bündelweise angeboten. Und auf Hawaii und in Florida wird er ebenfalls zunehmend bekannter. In China wird Handama seit kurzem als Gemüse angebaut.

VERWENDUNG IN DER KÜCHE
 In der Küche verwendet man die zarten, knackigen Blätter. Sie haben viel Substanz, sind fast sukkulent, glänzend, so dass man mit relativ wenigen Blättern auskommt. Die jungen Blätter empfehle ich bevorzugt als Salat, die älteren gedünstet.
Handama wird auch verwendet, um anderen Speisen wie Reis, eine rote Farbe zu geben. Die jungen rohen Blätter  haben einen ganz eigenen nussigen, angenehmen Geschmack. Auf jeden Fall bringt es immer Farbe auf den Teller. Handama Blätter sollten nie zu lange gegart werden, sonst werden sie zu sämig, - es sei denn man will eine dicke Spinatsoße machen. Ideal sind ca. 1-3 Minuten. Kurz gedünstet schmecken sie sehr mild, und lassen sich mit allem möglichen kombinieren. Das stumpfe Gefühl am Gaumen, auf der Zunge und auf den Zähnen, dass man oft hat, wenn man Spinat oder Mangold gegessen hat, fällt bei Handama völlig weg. Probieren Sie Handama für Kurzgebratenes, in Suppen, Eintöpfen und Omelettes. Oder als Tempura. Im Internet findet man viele begeisterte Berichte über Handama, denen ich mich nur anschließen kann!

MEDIZINISCH
 Es gibt zwei Varianten, die grüne Form ist beidseitig grün, und kann durch Aussaat vermehrt werden, und die hier angebotene, stecklingsvermehrte, purpurne Variante, die diese schönen farbigen Blattunterseiten hat. Diese wird als die medizinisch wertvollere angesehen wegen ihres hohen Gehalts an Proanthocyanidin (Polyphenole, OPC). Zwei bis drei Blätter pro Tag sollen helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Wegen des hohen Eisengehaltes gut bei Anämie. Die intensive Farbe der Blattunterseiten kommt von den Anthocyanen, eine Gruppe von gesundheitlich wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Handama ist übrigens eng verwandt mit Sambung Nyawa (Gynura procumbens), dem Blatt des Lebens. Ein Tee aus den Blätter hilft bei Erkältung und ist blutreinigend, schmeckt leicht säuerlich und erfrischend und ist wohltuend bei Sommerhitze.

PFLEGE UND ERNTE
 Handama ist sehr pflegeleicht, es ist eine der am leichtesten zu ziehenden Gemüsearten. Handama ist ideal für Permakultur. In Okinawa wird er gerne als ausdauerndes Gemüse in den Garten gepflanzt. Falls er mal Schädlinge bekommen sollte - er wächst allen einfach davon - kann man ihn radikal zurückschneiden. Das empfiehlt sich auch, wenn man mal lange Zeit nichts geerntet hat. Nach 1-2 Wochen ist der neue, frische, knackige Neuaustrieb da - fertig für eine neue Ernte zarter Blätter. Ernte: Keine einzelnen Blätter, sondern ca. 10 cm lange Triebe. Die Blätter einfach von den Stängeln streifen.
Das Temperaturoptimum wird erst bei weit über 20°C erreicht, aber die Pflanze wächst auch noch bei 15°C sehr gut. Während normaler Spinat im Sommer nicht mehr zu gebrauchen ist, läuft Handama dann zur Höchstform auf. Je wärmer desto besser! Im Sommer kann man ihn draußen halten, im Winter drinnen auf der Fensterbank.
Wichtig: Eine so schnell wachsende Pflanze sollte immer regelmäßig nachgedüngt werden! Handama mag feuchte Erde und volle Sonne, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht.

VERMEHRUNG
 Vermehren Sie Handama jederzeit, um Ihre persönliche Plantage zu erweitern, indem Sie weiche Zweige von 5-10cm Länge in ein Glas Wasser stellen und auf die Fensterbank stellen. Das Wasser sollte alle zwei Tage gewechselt werden. Nach spätestens 10 Tagen haben Ihre Stecklinge Wurzeln und sind fertig zum Einpflanzen. Die Vermehrung durch Samen funktioniert nicht - samenvermehrte Pflanzen haben beidseitig grüne Blätter.


Evid Based Complement Alternat Med. 2013; 2013: 394865.
Published online Sep 15, 2013. doi:  10.1155/2013/394865
Antiherpetic Effects of Gynura procumbens
Siripen Jarikasem, 1 , 2 Somyot Charuwichitratana, 3 Sontana Siritantikorn, 4 Wasan Chantratita, 5 Magdy Iskander, 6 August Wilhelm Frahm, 7 and Weena Jiratchariyakul 1 ,*

Abstract
The ethanol extract of Gynura procumbens showed virucidal and antireplicative actions against herpes simplex virus HSV-1 and HSV-2. It was further chromatographed on MCI gel CHP20P column giving the extract fractions F1 (water), F2 (water-methanol) F3 (methanol), and F4 (ethyl acetate). All but F1 had virucidal action against both viral types. We reported here the active compounds from F2 and F3. The antiherpetic compounds of F2 was a mixture of dicaffeoylquinic acids with virucidal and antireplicative actions against HSV-2 (IC50 96.0 and 61.0 μg/mL, resp.) Virucidal compounds of F3 were a mixture of β-sitosterol and stigmasterol (IC50 250.0 μg/mL against HSV-1), a mixture of β-sitosteryl and stigmasteryl glucosides (IC50 50.0 μg/mL against HSV-2) and 1, 2-bis-dodecanoyl-3-α-D-glucopyranosyl-sn-glycerol (IC50 of 40.0 μg/mL against HSV-2). Herbal products containing 1 and 2% of standardized ethanol extract were prepared. Double-blind randomized controlled clinical trial of the products was performed in patients with recurrent herpes labialis. Results showed that the number of patients, whose lesions healed within 7 days and the average healing time of both groups differed insignificantly. Viral culture on D7 indicated a decrease of infected patients from 48.7% to 7.69% in treated group whereas in placebo group the infected patients decreased from 31.25% to 20.00%. The viral reduction in treated group indicated the benefit of the product. Insignificant result might arise from a low number of participated patients and insufficient concentration of plant extract in herbal product.

>Chemical constituents from the aerial parts of Gynura bicolor.
>The anti-hyperglycemic effect of plants in genus Gynura Cass.
>Potassium excretion in healthy Japanese women was increased by a dietary intervention utilizing home-parcel delivery of Okinawan vegetables.
>[Experimental studies on the hemostatic effect of Gynura bicolor].
>Co-expression of GbMYB1 and GbMYC1 induces anthocyanin accumulation in roots of cultured Gynura bicolor DC. plantlet on methyl jasmonate treatment.
>Investigation of the volatile constituents of different Gynura species from two Chinese origins by SPME/GC-MS.
>Effects of the water extract of Gynura bicolor (Roxb. & Willd.) DC on physiological and immune responses to Vibrio alginolyticus infection in white shrimp (Litopenaeus vannamei).
>Biological Studies of the Insect Feeding on Gynura bicolor (Willd.) DC. (Asteraceae)

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