Druckluftflaschen

Nachfolgende Informationen zur Beschaffung von Atemluft- Arbeitsluftflaschen bitte ich dringend zu beachten:

 

Seit 2001 gilt die Richtlinie ortsbewegliche Druckgeräte ROD (Richtlinie 1999/36/EG des Rates vom 29. April 1999 über ortsbewegliche Druckgeräte). Diese Richtlinie regelt die Herstellung und die wiederkehrende Prüfung u.a. von Druckluftflaschen.
(Atemluftflaschen und Taucherflaschen fallen nur bei der Herstellung unter diese Richtlinie. Der Betrieb der Atemluft- und Taucherflaschen wird durch die Betriebssicherheitsverordnung geregelt.)
 
Druckgeräte und Ventile, die nach ROD hergestellt wurden, werden vom Hersteller mit „pi" gekennzeichnet. Zusätzlich wird der Flasche und dem Ventil jeweils eine Konformitätserklärung des Herstellers beigelegt. Aus der Konformitätserklärung ist ersichtlich, nach welchem Modul Flasche und Armatur hergestellt wurden. Eine zusätzliche Prüfung vor Inbetriebnahme von Flasche und Armatur ist in der ROD nicht vorgesehen. Diese Prüfung gibt es nur im Anwendungsbereich der Betriebssicherheitsverordnung. Die Flasche ist zusätzlich bei der Herstellung mit CE und der Nummer der benannten Stelle gekennzeichnet. Bei der Herstellung und der wiederkehrender Prüfung werden der Stempel der benannten Stelle, sowie Monat und Jahr der Prüfung angebracht. Flaschen, die nach der ROD hergestellt wurden, werden nicht mit einem TÜV-Stempel gekennzeichnet.
(Quelle: TÜV Süd)

 

Für alle Arbeitsluftflaschen, die in den Ringtausch der Feuerwehrtechnischen Zentrale gegeben werden sollen, und/oder durch die Feuerwehrtechnische Zentrale gefüllt werden sollen, sind diese

Konformitätserklärungen (eine für die Flasche und eine für das Ventil) in der Feuerwehrtechnischen Zentrale zu hinterlegen. Ohne diese Dokumente dürfen diese Arbeitsluftflaschen nicht betrieben werden. Leider kommt es immer wieder vor, dass Flaschen ohne diese Dokumente geliefert werden.

Atemluftflaschen für die Verwendung an einem Atemschutzgerät benötigen eine Zulassung als Druckgerät. Ein Druckgerät ist eine Einheit aus Flasche und Ventil, und erhält eine Konformitätserklärung.

Grundsätzlich sind alle Druckluftflaschen vor der ersten Benutzung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale zu registrieren, dabei stellen wir auch die korrekte Bauartzulassung und die Vollständigkeit der Unterlagen fest.

Ich empfehle Druckluftflaschen grundsätzlich über die Feuerwehrtechnischen Zentrale zu beschaffen.

Vorschläge für Ausschreibungstexte:

 

Druckluftflasche für Atemschutzgeräte 6 l/300 bar aus Stahl nach DIN 3171
Mit stoßgesichertem Flaschenventil nach EN 144 mit Abströmsicherung
und Verschlussschraube, zylindrische Gewindeverbindung zwischen Flasche und Ventil, gefüllt mit Atemluft nach DIN EN 12 021, mit TÜV-Abnahme und Konformitätserklärung gem.Richtlinie 97/23/EG für die gesamte Baugruppe.


 

Druckluftflasche für Atemschutzgeräte aus Verbundwerkstoff, 6,8 l/300 bar, CFK, DIN 3171, EN 12245.
Aluminiumliner, stoßgesichertes Flaschenventil nach EN 144 mit Abströmsicherung und Verschlussschraube,
zylindrische Gewindeverbindung zwischen Flasche und Ventil, Gefüllt mit Atemluft nach DIN EN 12021,
mit TÜV Abnahme und Konformitätserklärung gem.Richtlinie 97/23/EG für die gesamte Baugruppe,
TÜV-Prüfung alle 5 Jahre, Lebenszeit 30 Jahre.

 


Druckluftflasche für Arbeitsluft (Flasche in grün/grau lackiert) 6 l/300 bar aus Stahl nach ROD (Richtlinie 1999/36/EG), mit stoßgesichertem Flaschenventil nach EN 144 mit Verschlussschraube,
zylindrische Gewindeverbindung zwischen Flasche und Ventil, gefüllt mit Atemluft nach DIN EN 12 02
Flasche gekennzeichnet mit CE und der Nummer der benannten Stelle, Flasche und Ventil nach ROD hergestellt
und vom Hersteller mit „pi" gekennzeichnet, Flasche und Ventil jeweils mit Konformitätserklärung des Herstellers.

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