Die Kivelinge

Der Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen, „Die Kivelinge“ e.V. ist ein eingetragener Verein und gleichzeitig eine Einrichtung der Stadt Lingen (Ems). Im Jahre 1372 haben sich die jungen und unverheirateten Bürgersöhne der Stadt zur „Bürgerzoons Schöttery“ zusammengefunden, um ihre Heimatstadt gegen Belagerer und Eindringlinge zu verteidigen. Aus dieser Tradition heraus haben sich die Kivelinge bis heute die Devise gegeben:

„Pro civibus et civitate“ ~ „Für die Bürger und die Stadt“

Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen darum auch heute noch die Pflicht und die Bereitschaft, in alter Tradition für seine Heimatstadt Lingen (Ems) einzustehen. Dabei haben es sich die Kivelinge zur Aufgabe gemacht alte Traditionen zu erhalten und zum Leben zu erwecken. Insbesondere werden alte Sitten und Gebräuche, schutzwürdige Denkmäler der Geschichte, und die Lingener Kultur nach besten Kräften aufrechterhalten.

Dieser geschichtsträchtige Hintergrund lässt sich in der Stadt der Kivelinge an verschiedenen Plätzen ausmachen:

Das Kivelingshaus

Das Kivelingshaus, welches im Herzen der Lingener Innenstadt "Am Markt 8" liegt, wurde erstmals im 16. Jahrhundert erbaut und ist damit eines der ältesten Häuser der Stadt. Nachdem es im Jahre 1548 einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen wurde das Haus 1583 wieder aufgebaut. 1946 erwarben die Kivelinge dieses historische Gebäude und hatten fortan ein eigenes und geschichtsträchtiges Vereinshaus. Im oberen Bereich des Kivelingshauses befindet sich ein Versammlungsraum mit einem sehr eindrucksvollem und massivem Eichentisch. Dort finden heute viele Versammlungen und Vorstandssitzungen statt, während der Thekenbereich im erdgeschoss zum gemütlichen Beisammensein einlädt.

Der Pulverturm

Das Kivelingshaus, welches im Herzen der Lingener Innenstadt "Am Markt 8" liegt, wurde erstmals im 16. Jahrhundert erbaut und ist damit eines der ältesten Häuser der Stadt. Nachdem es im Jahre 1548 einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen wurde das Haus 1583 wieder aufgebaut. 1946 erwarben die Kivelinge dieses historische Gebäude und hatten fortan ein eigenes und geschichtsträchtiges Vereinshaus. Im oberen Bereich des Kivelingshauses befindet sich ein Versammlungsraum mit einem sehr eindrucksvollem und massivem Eichentisch. Dort finden heute viele Versammlungen und Vorstandssitzungen statt, während der Thekenbereich im erdgeschoss zum gemütlichen Beisammensein einlädt.

Das historische Rathaus

Das historische Rathaus am Marktplatz nimmt städtebaulich eine dominierende Stellung ein. Es dokumentiert das städtische Selbstbewusstsein vergangener Jahrhunderte.

Mit 104qm Grundfläche ein kleines Rathaus, doch dominierend auf dem Marktplatz. Der Vorgängerbau des heutigen Rathauses stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert, er wurde vermutlich beim großen Stadtbrand 1548 zerstört. Das Lingener Rathaus gehört einerseits mit seinem Giebel und der ursprünglich offenen Gerichtslaube zu einem in Nordwestdeutschland weit verbreiteten Typ, andererseits besteht durch den wuchtigen Treppengiebel auch eine Verbindung zur niederländischen Renaissance.

Vom 17. Jahrhundert an tagten die Gerichte in geschlossenen Sälen. Deshalb wurde es auch in Lingen erforderlich, den Saal ins Obergeschoß zu verlegen und 1663 eine repräsentative Freitreppe vorzusetzen, von der aus die Urteile verkündet werden konnten. Im nun freigewordenen Untergeschoß wurde ein Wachlokal eingebaut, zu dem zwei Zellen und die Stadtwaage gehörten. Oberhalb der Tür ist im Giebel das Wappen der Stadt Lingen eingefügt. Die Ankereisen in der Höhe des Hauptgesimses bilden daher die Jahreszahl 1663.

Im Jahre 2001 konnten umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden. Seitdem bietet das Lingener Wahrzeichen feierlichen Anlässen wie Empfängen und standesamtlichen Trauungen der Stadt den angemessenen Rahmen.

Zum Kivelingsfest installierten die Kivelinge im Dachreiter des Historischen Rathauses ein Glückspiel. Im Gegensatz zu anderen Geschenken des Kivelingsvereins an die Stadt, handelt es sich hierbei um eine unbegrenzte Leihgabe des Vereins an die Stadt. Zum 50-jährigen Jubiläum des Glockenspiels übergab der Bürgesöhne-Aufzug zu Lingen der Stadt zum Kivelingsfest 2002ergänzend zum Glockenspiel ein historisches Figurenspiel, welches täglich dreimal (12:00 Uhr, 15:00 Uhr und 18:00 Uhr) zu bewundern ist. Das Figurenspiel, das aus zwei Elementen besteht und aus den Fenstern links und rechts neben dem Stadtwappen rauskommt, zeigt Abbilder wie das Königspaar der Kivelinge, den Kommandeur der Kivelinge, den Bürgermeister, den Fahnenträger, den Trommler, die Bürgertochter sowie den Kiveling.

Dankelmann'sches Palais

Im Jahr 1646 errichtete Silvester Danckelmann, oranischer Richter für Stadt und Grafschaft Lingen, auf dem früheren Festungsgelände am Burgtor ein repräsentatives Wohnhaus, in dem er auch die Gerichtssitzungen abhielt. Seit 350 Jahren ist dies nun der Ort für die Rechtssprechung in Lingen (Ems). Später residierte hier die preußische Regierung, der auch die Rechtsprechung und die Justizverwaltung oblagen. 1815 richtete die neue hannoverische Regierung hier das noch immer bestehende Amtsgericht ein.

Das Palais Danckelmann ist ein bedeutendes Bau- und Geschichtsdenkmal unserer Heimatstadt Lingen.

Der Vorplatz des heutigen Amtsgerichtes verwandelt sich jedes Jahr im September zum Altstadtfest hin in einen Open-Air Musikhof Hier lädt unter anderem die Sektion Burglöwen jedes Jahr im September ein Open-Air bei guter Musik und toller Stimmung zum Get-Together ein.