Chronik des Kleingärtnervereins "Zur Sonne" e. V. (Stand: 2016)
erstellt und geführt durch die Chronisten Fritz Strenger, Christine Buschmann und Jochen Emmerling

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Teil 9
1990 bis 1999

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Im November 1989 kam die Wende, in der Folgezeit löste sich der VKSK auf und die Gartensparte wandelte sich um in einen Verein um. Die Registrierung des Gartenvereins "Zur Sonne" e.V. erfolgte am 16. Juli 1990 im Vereinsregister des Kreisgerichtes Leipzig Land. Ein neues Statut musste vom Vorstand erarbeitet werden. Bei dieser Erarbeitung gab es im Vorstand Meinungsverschiedenheiten, worauf Gartenfreund Vogel sein Amt niederlegte. Gartenfreundin Wirkner übernahm dann den Vorsitz im Verein, aber auch sie legte das Amt der Vorsitzenden bereits im Jahr 1991 nieder.

Ab 1991 übernahm Gartenfreund Rasche erst kommissarisch den Vorsitz des Gartenvereins. In der Mitgliederversammlung 1992 wurde er dann als Vorsitzender gewählt und bestätigt. Unter seiner Leitung wurden nun endgültig die Schwierigkeiten der Vereinsbildung gemeistert, das Statut wurde auf den neusten Stand gebracht und die Gartenordnung überarbeitet. 
https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHZ09TQjBlcGNBWjQ/edit?usp=drive_web



(Abbildung 57: Bei der Gartenpflege)


Die Gemeinnützigkeit wurde beantragt und auch bestätigt. Auch der Verein musste sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Es stiegen die Kosten für Pacht, Wasser, Energie und Steuern. 1992 wurden in jeden Garten Wasseruhren eingebaut und der Verbrauch des Einzelnen abgerechnet. In der Erweiterungsanlage sind alle Gärten mit Elektroanschluss ausgestattet, während in der Altanlage nur 92 Gärten von 136 über einen Elektroanschluss verfügten. Alle Gartenfreunde, die einen Elektroanschluss in ihren Garten haben wollten, wurden auch vom Vorstand unterstützt. Durch das in Sachsen geltende Verbrennungsverbot wurden der Verbrennungs- und der Kompostplatz abgeschafft. Da es in jedem Baumarkt genügend Material und Baustoffe gab, nutzten die Gartenfreunde die Angebote zur Verschönerung Ihrer Gärten. Dazu ein paar Beispiele:

https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHc2VJQlJUT0F6QU0/edit?usp=drive_web
(Abbildung 58: Lauben)

In der Nachwendezeit wurde auch der Verein von Einbruchsserien mit betroffen. Es wurden Fragen der Sicherheit in der Anlage an den Vorstand herangetragen. Ein Tor wurde in der Mitte des Weges eingesetzt und verschlossen. So konnte verhindert werden, dass mit PKWs die Anlage durchfahren wurde. Für die Fußgänger und Radfahrer wurde an der Seite ein ca. 1,50 m breiter Gang gelassen. Auf verschiedenen Wegen wurden Poller eingebaut.

Der Tradition gemäß wurden weiterhin, nur mit einer kurzen Unterbrechung durch die Wendezeit, die Kinder- und Sommerfeste gefeiert. Der Faschingsclub wurde vom Verein unterstützt und er konnte jedes Jahr zur Faschingszeit mit einem neuen Programm aufwarten.

Die Gemeinnützigkeit wird alle 3 Jahre nach einem Rundgang durch die Gartenanlage mit den Mitarbeitern des Kreises Leipzig-Land und Vertretern des Kreisverbandes geprüft und gegebenenfalls mit Auflagen wieder bestätigt.
https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHYmtOZnB1TkEwUG8/edit?usp=drive_web
https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHMGZqQnoyRXlQV28/edit?usp=drive_web

(Abbildungen 59 und 60: Schöner Gartenweg und Sommerfest)

Durch die Rückübertragung von Grund und Boden der Stadt Markkleeberg an die Stadt Leipzig (in Form eines Gebietsaustausches) änderte sich für den Verein der Verpächter: nun ist das Grünflächenamt der Stadt Leipzig für den Verein zuständig.


Neugestaltung des Lagerplatzes

1996 wurde der letzte alte Schandfleck des Vereins beseitigt. Auf dem Lagerplatz wurden die alten Holzschuppen abgerissen und eine Garage mit Carport errichtet.

https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHbzhTeTBvM2ZTLWs/edit?usp=drive_web
https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHeWtmUFQyVTFvYzA/edit?usp=drive_web

(Abbildungen 61 und 62: Garage mit Carport und Festzelte)

Die Sommerfeste sind jetzt dadurch immer zweigeteilt: Die Kinderspiele finden auf der Festwiese statt und die Erwachsenen vergnügen sich auf dem Lagerplatz. Die neu errichtete Garage dient zwar vorrangig zur Lagerung von Materialien und als Unterstand für die Gerätschaften, aber bei den Sommerfesten wird sie zum Bierausschank.

Da es aber auch Kaffee und Kuchen geben sollte, wurde im Schuppen eine kleine Kaffeeküche eingebaut. Zu den Kinder- und Sommerfesten wird sie sehr genutzt. Außerdem können Gartenfreunde zu privaten Feiern das Vereinszimmer mit Küche gegen ein geringes Entgelt mieten. Um bei den Regenschauern, die die Sommerfeste oft begleiten, nicht ungeschützt zu sein, hat sich der Verein auch 2 große Partyzelte sowie 10 Biertischgarnituren angeschafft.

Auch im Kleingartenverein „Zur Sonne“ e. V. treten ab und zu verschiedene kleine Nachbarschaftsstreitigkeiten auf, die die Klärung durch den Vorstand benötigten. Aber bisher konnten die Gemüter immer wieder beruhigt werden.

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