Chronik des Kleingärtnervereins "Zur Sonne" e. V. (Stand: 2016)
erstellt und geführt durch die Chronisten Fritz Strenger, Christine Buschmann und Jochen Emmerling

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zu Teil 3

zu Teil 4

zu Teil 5

zu Teil 6

Teil 7
Vorstandsarbeit und Mitglieder-versammlungen

zu Teil 8

zu Teil 9

zu Teil 10

zu Teil 11

zu Teil 12

zu Teil 13

zu Teil 14, Seite 1

zu Teil 14, Seite 2

zu Teil 15

zu Teil 16


zu den

Vorstandsarbeit und Mitgliederversammlungen

Die Mitgliederversammlungen wurden gemäß dem Statut des VKSK abgehalten. Auf der Jahreshauptversammlung legte der Vorstand Rechenschaft über die geleistete Arbeit, die finanziellen Verhältnisse der Sparte und über die Gemeinschaftsarbeiten ab. Der Entwurf eines Haushalts- und Arbeitsplans für das neue Jahr ist den Mitgliedern vorzulegen und darüber abzustimmen. Der Jahresarbeitsplan beinhaltet die Pflege-, Gestaltungs- und Rekon-struktionsarbeiten in der Anlage sowie die Themen der Mitgliederversammlungen. Es wurden auch für die Mitglieder ständig Fachvorträge zu den verschiedensten Themen gehalten so auch unter anderem zu:

  • Krankheiten und Schädlinge im Garten

  • Dünge ich richtig?

  • Die Kompostierung

  • Schnittblumen, Stauden und Blütenpracht im Garten

  • Obstbaumschnitt

  • Versicherung im Garten

Aller 3 Jahre wurde in einer Wahlversammlung der Vorstand neu gewählt, aber meist bestätigt. 1977 stand Gartenfreund Jochen Emmerling nicht mehr zur Wahl, den Vorsitz übernahm Gartenfreund Gerhard Schmidt, der das Amt bis 1988 innehatte.

An dieser Stelle sollen auch die Gartenfreunde erwähnt werden, die gern experimentierten und etwas Neues ausprobierten.

https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHc0F0V0tWS0doNkk/edit?usp=drive_web


Gartenfreund Udo Raudonat betrieb über viele Jahre in seinem Garten erfolgreich die Erhaltung von Kakteenarten. Die seltenen Kakteen wurden ausgesät und dann, wenn sie die erforderliche Größe haben, auf andere Kakteenstücke z.B. "Königin der Nacht" aufgepfropft. Er besuchte Ausstellungen und Seminare, um sich immer weiter über die Arten zu informieren, die bedroht sind, aber doch in Art und Vielfalt erhalten werden sollen.


(Abbildung 46: Kakteen von U. Raudonat)



https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHbUdSMjBMUEZ2Tk0/edit?usp=drive_web

Bei einem anderen Gartenfreund gedeihen jedes Jahr winterharte Opuntien.


(Abbildung 47: Winterharte Opuntien)



Andere Gartenfreunde erprobten mehr und weniger erfolgreich alle möglichen Pilzsorten wie Champions, Austernseitlinge u. ä. aus. Auch andere Raritäten, wie zum Beispiel Tomatenpflanzen, die bis zu 3 m hoch werden und hochrankende Erdbeeren, wurden von einigen Gartenfreunden erfolgreich ange-pflanzt. Als die ersten Kultur-heidelbeeren auf den Markt kamen, gab es Gartenfreunde die sich auch damit beschäftigten. Gartenfreund Keyselt züchtete erfolgreich in seinem Garten Tauben.

Zwei Imker im Verein trugen wesentlich zu guten Erträgen bei. Bei einem Imker aus dem Verein machte sich vor einigen Jahren ein Bienenvolk selbstständig und ließ sich an einer anderen Stelle auf dem Gelände des Gartenvereins nieder. Es herrschte große Aufregung, der besagte Imker erschien dann nach einiger Zeit bekleidet nur mit Badehose, griff in den Bienenhaufen, schnappte sich die Königin und ging ohne gestochen zu werden, mit dieser Königin wieder in seinen Garten.

Eine Vielzahl von Gartenfreunden befasste sich mit dem Anbau von Gurken im Frühbeet oder dem Klein-Gewächshaus. So führte die Vielseitigkeit der Freizeitbeschäftigung zu einer interessanten Gartenarbeit und guten Erträgen. Der Anbau von Obst und Gemüse stand immer noch sehr im Vordergrund, sodass neben ihrem Eigenverbrauch viele Kleingärtner noch überschüssiges Obst und Gemüse in die Aufkaufstellen brachten. Insbesondere waren es Johannis- und Stachelbeeren, Sauerkirschen, Äpfel, Gurken, Möhren und Bohnen.

Die wurde einerseits mit extrem günstigen Aufkaufspreisen vergütet. Anderseits wurden die Gartenfreunde prämiert, die besonders viel Gemüse und Obst in die Ankaufsstellen brachten.

Um die Lösung der erforderlichen Pflege-, Gestaltungs- und Rekonstruktionsarbeiten zu ermöglichen, sind von jedem Gartenfreund Pflichtstunden zu erbringen. Diese werden vom Vorstand in einer Mitgliederversammlung als Beschluss abgestimmt. Sie werden jährlich erbracht und es können mal 10 Stunden, aber auch mal bloß 8 Stunden sein. Seitens des Vorstandes werden die Arbeiten geplan, die Gartenfreunde dementsprechend eingesetzt und das Geleistete abgerechnet. Viele Gartenfreunde schaffen weitaus mehr Stunden als vorgesehen und dies fast jedes Jahr, daher gehört Ihnen unser Dank. Aber es gibt auch Gartenfreunde, die mit Gemeinschaftsarbeit nichts am Hut haben und jedes Jahr eine Extraeinladung und ein persönliches Gespräch seitens des Vorstands brauchen. Als Festlegungen werden dann Nachholung bzw. Bezahlungen der nicht geleisteten Pflichtstunden getroffen.

In den Vorstandssitzungen wurde sich bereits seit Beginn der Anlage immer wieder bemüht, die Pflichtstunden für die Gartenmitglieder interessant zu gestalten und auch auf einzelne Gartenfreunde einzugehen. So wurden Pflegestücke verteilt, die ganzjährig von den Gartenfreunden betreut werden, und die Termine für die Arbeitseinsätze beizeiten in den 3 Schaukästen des Vereins ausgehangen. Können Gartenfreunde zu den Terminen der Arbeitseinsätze aus beruflichen, gesundheitlichen und schwerwiegenden privaten Gründen nicht teilnehmen, so bemüht sich der Vorstand um eine individuelle Ableistung der Stunden (z.B. Tor streichen).

https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHNVByZHFmZG1pUmc/edit?usp=drive_web

Die gegenüber den Gärten 194 bis 196 angelegten Plätze für Kompost und Verbrennung werden von manchen Gartenfreunden als private Mülldeponie genutzt und immer wieder werden sie von den Gartenfreunden Bergner und Rosemann in Ordnung gebracht.


(Abbildung 48: Aufräumarbeiten)






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