Chronik des Kleingärtnervereins "Zur Sonne" e. V. (Stand: 2016)
erstellt und geführt durch die Chronisten Fritz Strenger, Christine Buschmann und Jochen Emmerling

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Teil 6
1971 bis 1974

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Die Erweiterung der Gartenanlage

Der ständige Bedarf an neuen Gärten veranlasste den Vorstand, sich um eine Erweiterung der Anlage zu bemühen. Durch Gespräche mit dem Rat der Stadt Markkleeberg konnte der Sparte das angrenzende Gelände am Equipagenweg von ca. 3 Hektar zur Verfügung gestellt werden. Es handelte sich um eine alte Obstplantage von ca. 2 Hektar und ein Hektar Ödland.

Nach den Richtlinien des VKSK zur Gestaltung und zum Aufbau von Kleingartenanlagen wurden unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Dieter Kiesel und von den Fachberatern mehrere Entwürfe für das Erweiterungsgelände erstellt. Es wurde der Entwurf berücksichtigt, der die vorhandenen Grünbereiche gestalterisch und funktionell zu einem Kleingartenpark zusammenschließt. Mit Rabatten vor den Gärten und anderen parkähnlichen Gestaltungselementen wurde die Anlage dem vorhandenen Krankenauspark angepasst. Der Rat der Stadt Markkleeberg stellte dafür finanzielle Mittel in einer Höhe von 42.000 M zur Verfügung. Als Laubentyp wurde der Typ Dresden III als Einzel- oder Doppellaube von 16 m² mit geneigtem Satteldach gewählt, und die Projektierung durch das Kreisbauamt bestätigt.

https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHQXY4eHMwSGlub1U/edit?usp=drive_web
https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHQkJ2dlZaTkc3UjQ/edit?usp=drive_web

(Abbildungen 41 und 42: Doppellaube und Einzellaube)

Aus den Bewerbern wurde ein Aufbaustab, der auch dem Vorstand der bestehenden Anlage unterstand, gegründet. Als Leiter des Aufbaustabes fungierte der Gartenfreund Beutling und er tat sich u. a. bei der Bauplanung hervor. Unter seiner Leitung wurde im Juni 1974 die Geländeberäumung in Angriff genommen, es wurden die bestehenden ca. 70 Jahre alten Obstbäume gefällt und das Gelände planiert. Danach wurden die Wege abgesteckt, die Gräben für Wasser und Energie ausgehoben und die Außenumzäunung errichtet. Die Gartensparte wurde durch den Rat der Stadt Markkleeberg und die umliegenden Großbetriebe unterstützt. So stellte der Petrolchemische Kombinatsbetrieb "Otto Grotewohl" in Böhlen Planierraupen und Transportfahrzeuge zur Verfügung.

Nach Erstellung und Abschluss der Gemeinschaftsarbeiten wurde im Dezember 1974 mit der
https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHVGdqVkxCX3RVbUU/edit?usp=drive_web
Verteilung der Parzellen begonnen. Die Gartenfreunde mit den meisten geleisteten Aufbaustunden und diejenige, die ihre 500,00 M Erschließungskosten für Wasser- und Elektroanschluss sowie für die Dachplatten aus Wellasbest gezahlt hatten, konnten sich ihre Gärten zuerst aussuchen. Im April 1975 konnte dann mit dem Bau der Lauben, die teilweise unterkellert sind, begonnen werden. Es wurden 47 Gärten von je ca. 300 m² geschaffen. In den Folgejahren fand dann der Geländeausbau seinen Abschluss. Gemäß den entsprechenden Richtlinien des VKSK und den Forderungen des Rates der Stadt Markkleeberg wurden neben den Kleingärten in der Erweiterungsanlage öffentliche Grün- und Erholungsflächen angelegt. Auf der Wiese am Adlertor wurden ein Volleyballplatz und ein Kinderkarusell errichtet. Am Floßgraben wurden Tische und Sitzgruppen zum Verweilen aufgestellt.

(Abbildung 43: Beschluss des Aufbaustabes)

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(Abbildung 44: Sitzplatz)


Außerdem wurden an einer Ecke ein Verbrennungs- und ein Kompostplatz angelegt. Entlang der Wege pflanzte man Rabatten vor den Gärten.

Durch die Erweiterung war die Anlage auf 181 Gärten angewachsen, die sich harmonisch in die natürliche Auenlandschaft und den ca. 200 Jahre alten Lindenbestand am Equipagenweg einfügen.

https://docs.google.com/file/d/0B0h9Qwv8sHxHVFZ0Y3ZZeEFvQ0U/edit?usp=drive_web



(Abbildung 45: Equipagenweg)



Bei einer Objektbegehung am 6. November 1975 konnten Vertreter des Rates der Stadt Markkleeberg feststellen, dass der Ratsbeschluss Nr. 11 /4 /74 vom 31. Juni 1974 projektgerecht verwirklicht worden war. Veröffentlichungen in den Zeitschriften „Wohnen im Grünen“ und in der „Garten und Kleintierzucht“ sowie Fernsehbeiträge, z. B. „Du und Dein Garten“ würdigte die Vorbildlichkeit der Gartenanlage mehrfach.

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