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Winterarbeiten im Kleingarten

veröffentlicht um 19.12.2016, 02:56 von KGV Zur Sonne   [ aktualisiert: 19.12.2016, 02:56 ]

An schneereichen Wintertagen können unsere Gehölze, Obstbäume und Beerensträucher schon mal von einer dicken Schneeschicht bedeckt sein und wenn dann auch noch Väterchen Frost seine eisige Hand über die Natur legt, kann es passieren, dass Zweige und Äste unter der schweren Last abzubrechen drohen. Dann helfen wir unseren geliebten Pflanzen schon damit, sie hin und wieder ganz vorsichtig (evtl. mit einem kleinen Handbesen) von der Schneelast zu befreien.

Beräumen Sie bitte Ihre Rasenflächen von zu vielen Laubblättern, damit dämmen Sie die Gefahr der Rasenfäulnis ein. Das Laub können Sie gern unter Ihre Hecken, Büsche, Sträucher oder auch auf die Rabatten verteilen. Damit erhält man einen guten Frostschutz im Bodenbereich und viele Nützlinge finden jetzt dort Unterschlupf. 

Wässern Sie (wenn kein Bodenfrost herrscht), Ihre immergrünen Pflanzen, wie z. B. den Rhododendron ausgiebig direkt in den Wurzelballenbereich (nur mit Regenwasser!). Die Trockenschäden bei Versäumnis sieht man nicht gleich. Sie werden erst im nächsten Frühjahr sichtbar. 

Muss ein Obstbaum/Gehölz geschnitten werden, so sollte dies in den Wintermonaten stattfinden. Die Gehölze stehen jetzt in der Winterruhe und es befindet sich kein Saft in den Leitbahnen. Bitte achten Sie darauf, dass kein Frost vorherrscht, da KEINE Überwallung der Wunden stattfindet.

Schenken Sie Ihren Kletterpflanzen ein wenig Beachtung, indem Sie lose herabhängende Äste und Triebe an Spalieren oder Rankgerüsten sicher befestigen, damit sie nicht von den Winterstürmen abgerissen werden. 

Tipp zu unserer beliebten echten Kletter-Weinrebe (Vitis): sie bedarf Ende Februar (nicht bei Frost) eines Rückschnitts um die Hälfte ihres letzten Zuwachses.