Heichelheimer Kartoffelwoche

gesundheitsbewusst und kalorienreduziert

Zur Entstehung und einleitende Worte

In Deutschland sind beinahe 200 Karloffelsorten zugelassen. Als äußerliche Merkmale sind besonders markant die Knollenform (rund bis oval), die Schallenbeschaffenheit (glatt bis rauh) und die Schalenfarbe.

Für Kenner sind es die "inneren Werte", nach denen er unterscheidet. Sortentypisch sind Eigenschaften wie Fleischfarbe, die Neigung zum Verfärben und der Stärkegehalt. Entscheidend für die Verwendung ist der Kochtyp:

Die festkochenden Sorten eignen sich für Salate und Bratkartoffeln besonders gut, die vorwiegend festkochenden sind für Salz- und Pellkartoffeln geeiget und die mehligkochenden Sorten sind eine hervorragende Grundlage für Suppen und die beliebten Thüringer Klöße.

In bestimmtem Umfang reagieren die Sorten aber auf die Anbau- und
Witterungsbedingungen des Territoriums. Auf dem humushaltigen
Thüringer Lößboden lagern viele Sorten mehr Stärke ein als auf den
typischen Sandstandorten. Damit tendieren sie mehr zur Mehllgkeit, die hierzulande nach wie vor gefragt ist.

Die nährstoffreichen Thüringer Böden führen auch dazu, dass die Knolle einen intensiveren kartoffeligen Geschmack ausbildet. Ohne Nährstoffzufuhr können auch Kartoffeln nicht wachsen!

Hiesige Kartoffelanbauer setzen Düngemittel nach Bedarf der Pflanzen
und den Bodenverhätnissen und nur in den erforderlichen Mengen ein.
Damit ist unter anderem gewährleistet, dass die Knollen einen sehr
geringen Nitratgehalt aufweisen.

Fast alle Thüringer Erzeuger produzieren nach den Regeln des "kontrollierten Kartoffelanbaus in Thüringen".

Diese enthalten neben dem gezielten Düngemitteleinsatz auch Auflagen
hinsichtlich gesunder Pflanzgutverwendung, minimalem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und optimale Lagerbedingungen. Nachteilig wirken sich die Thüringer Böden auf die Schalenbeschaffenheit aus; die Kartoffeln sind dann etwas rauhschaliger und nicht ganz so schön anzusehen.


Von großem Vorteil für die Oualität der Thüringer Ware ist der
kurze Weg vom Erzeuger zum Verbraucher. Die Kartoffel isl ein empfindliches Produkt: Jeder Stoß oder Druck führt zu Verletzungen und zur Schwarzfleckigkeit.

Eine Kartoffel ist, wenn sie endlich beim Verbraucher anlangt, bei ungünstigsten Bedingungen bis zu 100 Mal gefallen.


Thüringer Ware hingegen hat kurze Wege. Die Kartoffeln kommen nach der Ernte ins Lager. Sie werden bei Bedarf und unter günstigen Bedingungen aufgearbeitet und vermarktet, mithin so schonend wie möglich behandelt. Wichtig für den Kundcn ist ein sortentypischer und herkunftstreuer Einkauf, gleich ob beim Erzeuger selbst oder im Einzelhandel.

Im Auftrag der in Jena ansässigen Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und in Zusammenarbeit mit der KARLAND Agrarprodukte GmbH & Co. KG mit Sitz in Heichelheim bei Weimar, hat das Gesundheitszentrum Jena-Ost unter Federführung der Beraterin für Hauswirtschaft, Frau Kulb, eine Rezeptreihe unter der Überschrift "HEICHELHEIMER Kartoffelwoche" entwickelt.

Der Begriff "Diät" wurde vermieden,
denn er verleidet den Spaß am Essen.

Ziel ist eine langfristig moderate Gewichtsabnahme bei stabiler Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Fettvorräte sollen abgebaut werden, nicht Muskelgewebe sowie Vitamine und Mineralstoffe.

Der gefürchtete JoJo-Effekt tritt nicht ein. Begrenzt wird auf einen Mittelwert von 1.200 bis 1.800 kcal und ein Fettmaximum von täglich 50 Gramm.

Normale Kost hat ca. 2200 kcal/Tag.

Die HEICHELHEIMER Kartoffelwoche hat nur 1500 kcal/Tag und ist damit ein interessanter Beitrag zur gesundheitsbewussten und kalorienreduzierten Ernährung.

Guten Appetit.