SICHERE HÖHLENBEFAHRUNG

Eine Aufgabe der Höhlenrettung ist die Ausbildung von Höhlenforschen um sie auf die möglichen Gefahren bei Höhlenbefahrungen vorzubereiten.

 

Die folgenden Punkte sollen ein Leitfaden für eine sichere Befahrung von Höhlen sein:

 

Richtige Planung - Auswahl des Tourenziels

  • Gehe niemals allein in eine Höhle!
  • Besorge dir Unterlagen: z.B. Landkarten, Höhlenplänen, Zugangsbeschreibungen, etc.
  • Was ist mein Tourenziel? Besichtigen, Fotografieren, Forschen, eine Vereinsfahrt - danach richtet sich die Zeiteinteilung.
  • Beachte: eine größere Gruppe braucht um vieles länger als 2-3 Personen.

Zeiteinteilung

Bei nicht bekannten Zuwegen genügend Zeit für die Suche des Höhleneingangs einplanen. Kalkuliere genügend Zeitreserve für den Rückweg ein, der Aufstieg
aus Schachthöhlen ist oft mühsamer als man glaubt.

Auch ein Schlechtwettereinbruch kann den Rückweg um einiges erschweren und somit den Weg ins Tal um Stunden verzögern.

Verkehrsbedingte Verzögerungen bei An- und Abfahrt einplanen.

 

Wetter

Beachte, ob ein Schlechtwettereinbruch den Rückweg gefährden oder sogar verhindern kann! (z.B. Gewitter - Wassereinbruch in der Höhle)

Auch für Zu- und Abstieg sind die Wetterverhältnisse zu beachten!

Gewitter, Dunkelheit, Nebel und Schnee erschweren die Orientierung und somit auch das Vorwärtskommen.

 

Kondition - Tagesverfassung

  • Überschätze nie die eigene Kondition!
  • Richte das Ziel nach dem konditionell schwächsten Teilnehmern der Gruppe aus.
  • Solltest du oder einer deiner Begleiter einer Tour nicht gewachsen sein, kehre um und verschiebe sie auf einen späteren Zeitpunkt. Die Höhle wird sich
    kaum verändern, deine Kondition wird sicher besser.

Ausrüstung - Material

Überprüfe vor einer Höhlenfahrt die Funktion und den Zustand deiner Ausrüstung:

  • Anseilgurt und Selbstsicherung auf Scheuerstellen und aufgerissene Nähte.
  • Steigklemmen, Abseilgerät und Karabiner auf Abnützung und Leichtgängigkeit.
  • Karbidentwickler auf Dichtheit. (Düse reinigen und Ersatz mitnehmen).
  • Stirnlampe (elektrisch) auf Kontaktfehler. (Ersatzglühlampe, Reservebatterie).
  • Seile auf Scheuerstellen und Mantelbeschädigungen.
  • Apotheke auf Inhalt und Ablaufdatum.

Autofahrt - der Weg nach Hause

Körperliche Müdigkeit ist bei Tagestouren ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor!

Darum merke:
Ein müder Autofahrer ist ein schlechter Autofahrer!

Plane Pausen ein, und/oder gönn' dir eine Viertelstunde Schlaf, deine Mitfahrer/Familie/Freund oder Freundin werden es dir Danken.

 

WO befinde ich mich - WANN komme ich zurück?

Der wohl wichtigste Punkt wird oft vernachlässigt. Hinterlege bei einer Person deines Vertrauens, die in der Lage ist eine Alarmierung durchzuführen folgende
Daten:
  • Welche Höhle (Höhlen) besuche ich? (Ortsangabe, Katasternummer)
  • Von welchem Ort/Ausgangspunkt beginne ich meine Tour?
  • Wie viel Personen umfasst unsere Gruppe, was haben wir an Ausrüstung dabei?
  • Wann melde ich mich spätestens zurück? Gib eine ALARMZEIT an, bei deren Überschreiten eine Suche eingeleitet werden kann.

Melde dich nach Verlassen der Höhle sobald als möglich zurück, um eine Fehlalarmierung der Höhlenrettung zu vermeiden. Kalkuliere dabei auch eventuell nicht vorhandenen Handyempfang im Gelände mit ein!