RÜCKBLICK 2010

Höhlenrettungsübung mit der Rettungshundebrigade 25.04.2010
Im Eggerloch bei Villach wurde gemeinsam mit der Rettungshundebrigade eine Vermisstensuche eines Höhlenbesuchers durchgeführt.

Übungsannahme:

Eine Person wird im Eggerloch vermisst. Genauer Ort und Befinden der Person nicht bekannt. Ein Hund der

Rettungshundebrigarde soll den Vermissten in der Höhle aufspüren. Dieser wird dann von Mitgliedern der Höhlenrettung erstversorgt

und aus dem Gefahrenbereich befreit.

Teilnehmer: Hunderettungsbrigarde, Höhlenrettung

Teilnehmeranzahl: 2 Personen Höhlenrettung, 8 Personen Hunderettungsbrigarde , 6 Hunde

Übungsort: Eggerloch/ Dobratsch

Nachbesprechung:

Die Übungsannahme wurde vor Ort stark vereinfacht und bezog sich nur auf den Eingangsbereich (ersten150m) der Höhle. Dennoch

zeigten die Hunde keine Angst vor der Dunkelheit und kamen gut mit dem Gelände zurecht. Da ein erfolgreiches Aufspüren eines

Vermissten stark von der Wetterführung abhängig ist, gilt der Einsatz eines Rettungshundes als Lebensretter in Höhlen eher nicht effektiv.

 

 

Sicherheitstag Klagenfurt Welzenegg 29.05.2010

Sicherheitstag des Zivilschutzverbandes fand in Klagenfurt heuer in Welzenegg statt.

Die Kärntner Höhlenrettung hat heuer zum zweiten Mal an dem Sicherheitstag teilgenommen. Mit einem Informationsstand waren wir den

ganzen Tag vor Ort vertreten und konnten uns über reges Interesse freuen. Vor allem die anderen Rettungsorganisationen waren an unserer

Ausrüstung interessiert. Präsentiert wurde unser Rettungsmaterial, der Rettungsanhänger und die Broschüren der Höhlenrettung Kärnten.

Der Stand war mit vier Personen besetzt. Aus der Erfahrung des letzten Jahres haben wir ein Zelt für den Sonnen- und Regenschutz angeschafft.

Zahlreiche Vorführungen von Jugendfeuerwehr, Berufsfeuerwehr, Roten Kreuz, Bergrettung, Höhlenrettung, Wasserrettung, Bundesheer, Polizei

usw. präsentierten sich vor zahlreichem Publikum.

  

 

Kärntner Höhlenrettungsübung Klondike-Höhlensystem (Nassfeld) 26.06.2010

Die Jahresübung der Kärntner Höhlenrettung wurde heuer im Nassfeldgebiet im Klondike-Höhlensystem abgehalten.
Übungsannahme:

Eine Höhlenforschergruppe besuchte die Höhle und begann mit der Befahrung des ersten Schachtes. Dabei rutschte ein Höhlenforscher

aus, und zog sich Verletzungen im Bereich des rechten Unterschenkels zu. Wahrscheinlich ist das Schienbein gebrochen. Der Verletzte

kann aus eigener Kraft die Höhle nicht mehr verlassen.

Ein Höhlenforscher blieb bei dem Verletzten, seine Kameraden sind aufgestiegen und haben über die LAWZ die Höhlenrettung verständigt.

Der verbleibende Höhlenforscher versorgte den Verletzten mit einer Rettungsdecke um Unterkühlung zu vermeiden.

Auf Grund der Lage des Schachtes werden die Retter und das Einsatzmaterial mittels Hubschrauber zum Einsatzort geflogen.

Der Bundesheer-Hubschrauber startet am Hubschrauberlandeplatz Nassfeld der Seilbahngesellschaft.

Das Landen des Hubschraubers direkt beim Schacht ist voraussichtlich nicht möglich, jedoch können Retter, sowie das Einsatzmaterial
(Trage, Seile, Bergungsmaterial etc.) mittels Bergeseil in der Nähe des Schachtes abgelassen werden.
Dauer der Übung:    7 Stunden
Übungsteilnehmer:  18 Personen
 
 
 
Kärntner Höhlenrettungsübung Sattnitzhöhle bei Klagenfurt 15.10.2010
Da die Sattnitzhöhle in der Bevölkerung bekannt ist, wird sie immer wieder von Kindern aufgesucht. Normalerweise begnügen sich die Kinder
mit dem Besuch der ersten Meter. Nach dem Einstieg folgt nämlich eine Schachtstufe von rund 6 Meter.

 Ein Kind hat den Halt verloren und ist abgerutscht. Die anderen Kinder der Gruppe sind nach Hause gelaufen und die Eltern haben

die Polizei verständigt. Nach einem Ortsaugenschein der Polizei wurde die Höhlenrettung über die LAWZ alarmiert.

Nach dem Eingang der Alarmierung beim Landesleiter wurden die Höhlenretter per Telefon alarmiert und wegen der Nähe zur Höhle

der Treffpunkt bei der Firma Zultner vereinbart.

Da der Forstweg zur Höhle momentan blockiert ist (Waldarbeiten), wird der Transport zur Höhle mit dem Hubschrauber durchgeführt.

Es erfolgt die Anforderung des Bundesheerhubschraubers über die LAWZ. 

Das Landen des Hubschraubers direkt beim Schacht ist nicht möglich, jedoch können Retter, sowie das Einsatzmaterial (Trage, Seile,

Bergungsmaterial etc.) mittels Bergeseil in der Nähe der Höhle abgelassen werden.

Als Verletzungen des Kindes wurde eine Knöchelverletzung festgestellt. Nach der Erste-Hilfe Versorgung (Schienung mittels SAMSPLINT)

erfolgte die Bergung erfolgt mit dem Bergedreieck.

Dauer der Übung:    4,5 Stunden
Übungsteilnehmer:  20 Personen
 
 
 
 
 
Aktualisiert am 17.07.2011 - A. Langer