29.04.2015 Das ist kein Spielzeug! Das Play!-Framework und Akka für reaktive und skalierbare Web-Anwendungen

Update 04.05.: Die Folien wurden der Seiten angehängt.

Das Play!-Framework [1] nennt sich selbst „High Velocity Web Framework for Java and Scala“ und ist gut geeignet für leichtgewichtige, zustandslose Web-Architekturen mit Bedarf an hohe Skalierbarkeit. Es realisiert Web-Anwendungen mit dem MVC-Pattern. Mit Version 2 wurde das Framework in Scala von Grund auf neu entwickelt, ist Teil der Typesafe-Plattform [2] und als Open-Source verfügbar. Eine Nutzung aus Java heraus ist trotzdem weiterhin problemlos möglich, ohne gleich die Scala-Hürde nehmen zu müssen. (Wir konzentrieren uns im Vortrag auf die Java-APIs von Play! und Akka. Tiefergehende Scala-Vorkenntnisse sind also nicht nötig.)
 
Play! orientiert sich in Teilen an anderen Web-Frameworks wie Ruby on Rails oder Grails oder Spring Roo, bringt aber weniger RAD-Funktionalität mit. Unter der Haube kommen bekannte Open-Source-Frameworks (wie beispielsweise Spring) entweder mit oder können über Standard-Schnittstellen (wie beispielsweise Hibernate via JPA) einfach eingebunden werden. Web-Requests behandelt Play über Akka [3], einer Bibliothek für hochgradig parallele und verteilte Anwendungen. Akka lässt sich in der Web-Anwendung auch gut direkt nutzen, um z.B. Backend-Requests hochgradig parallel abzuarbeiten.
 
Wir zeigen, wie eine einfache Play-Anwendung in kurzer Zeit „from scratch“ erstellt werden kann. Außerdem zeigen wir, wie sich Play in ein bewährtes und liebgewonnenes Entwicklungs-Ökosystem (Eclipse, Maven, Hot-Deployment, Debugging), Test (Unit-Testing et al) und Deployment (Play als Runtime? Oder lieber Tomcat?) einbetten lässt. Und für Erweiterungen dienen Module und Plugins: Vorgefertigte Module (z.B. für Security) sind im Play-Repository verfügbar. Sie können aber auch selbst erstellt werden, wenn eine komponentenweise Unterstrukturierung der Anwendung nötig wird.
 
[1] https://www.playframework.com/
[2] https://typesafe.com/platform
[3] http://akka.io/

Martin Lehmann ist Diplom-Informatiker und als Cheftechnologe und Softwarearchitekt bei der Accso – Accelerated Solutions GmbH tätig. Seit Ende der 90er-Jahre arbeitet er in der Softwareentwicklung in diversen Projekten der Individualentwicklung für Kunden verschiedener Branchen. 
Dr. Rüdiger Grammes ist seit November 2011 als Managing Consultant ebenfalls bei der Accso – Accelerated Solutions GmbH als Softwarearchitekt in verschiedenen Projekten unterwegs. Sie befassen sich seit geraumer Zeit mit den verschiedenen Java-Frameworks für reaktive und verteilte Systeme wie Vert.x, Spring Reactor sowie Play! und Akka. 

Der JUGF-Stammtisch findet am 29.04.2015 ab 18:30 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek statt.

Nach der Veranstaltung treffen wir uns wie immer noch zum Stammtisch bei Essen & Trinken in der Apfelweinwirtschaft Frank, reserviert ist ab 20:30.

Anfahrt zur Deutschen Nationalbibliothek
  • ÖPV: Mit U5 direkt vom HBF (oder Konstablerwache). Auf dem Ring mit Bus 32.
  • Fahrrad-Ständer vor dem Gebäude.
  • PKW: Tiefgarage, kostenpflichtig, bis 22:15 geöffnet

Anmelden könnt ihr euch wie immer mit Doodle.

Deutsche Nationalbibliothek


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Alexander Culum,
03.05.2015, 23:57
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