24.02.2016 Lass die Affen testen - Das Ende der Bananensoftware

Wer hat den Teufelskreis aus Testing und Debugging noch nicht erlebt: In zwei Wochen ist Release-Date und die Tester finden täglich neue Fehler. Jeder Fehler führt zu einer Änderung im Programm. Und jede Änderung kann selbst wieder Fehler verursachen und muss deshalb getestet werden...

Kosten entstehen hauptsächlich durch manuelles Testen bzw. manuelle Testfallerstellung. GUI-Tests sind brüchig und bringen demzufolge einen hohen Pflegeaufwand mit sich - was die Amortisation verzögert. Deshalb werden heute 85% aller Oberflächentests noch manuell ausgeführt. Was wenn man automatisch Testen könnte? Und d.h. nicht manuell erstellte Tests (die will sowieso keiner erstellen und erst recht keiner pflegen) automatisch ablaufen lassen, sondern wirklich vollautomatisch Testen?

Monkey-Testing bezeichnet zufallsbasiertes Testen von Software über die Benutzeroberfläche, und findet vollautomatisch und kostengünstig Fehler. In diesem Vortrag zeige ich, wie jeder Anwesende mit ein paar Zeilen Code einen eigenen primitiven Affen zum automatischen Testen programmieren kann. Davon ausgehend zeige ich Ansätze und Konzepte, wie man diesen Affen (u.a. mit genetischen Algorithmen) immer weiter verbessern kann, bis er teilweise bessere Ergebnisse als menschliche Tester bringt. Dazu gibt es Demos und Erfahrungsberichte aus großen Projekten.

Dr. Jeremias Rößler ist Software Ingenieur und Experte für die Erstellung und Pflege großer, komplexer Softwaresysteme. Er besitzt über sechs Jahre Berufserfahrung in der Software-Entwicklung. 2013 hat er am Lehrstuhl für Softwaretechnik an der Universität des Saarlandes promoviert. Er ist Gründer von ReTest (www.retest.de), einem IT-Dienstleistungsunternehmen das Software programmunterstützt testet. 

Der JUGF-Stammtisch findet am 24.02.2016 ab 18:30 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek statt.

Nach der Veranstaltung treffen wir uns wie immer noch zum Stammtisch bei Essen & Trinken in der Apfelweinwirtschaft Frank, reserviert ist ab 20:30.

Anfahrt zur Deutschen Nationalbibliothek
  • ÖPV: Mit U5 direkt vom HBF (oder Konstablerwache). Auf dem Ring mit Bus 32.
  • Fahrrad-Ständer vor dem Gebäude.
  • PKW: Tiefgarage, kostenpflichtig, bis 22:15 geöffnet

Anmelden könnt ihr euch wie immer mit Doodle.

Deutsche Nationalbibliothek


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