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Trends für 2011/12

veröffentlicht um 14.07.2011, 23:57 von Jochen Hummel

1. Mobile BI: Wärmstens zu empfehlen ist laut EMA eine Strategie für das Zusammenspiel von BI und mobilen Geräten - weil die Verwendung von iPad, iPhone und Konsorten immer weiter um sich greift. "Anbieter wie MicroStrategy sind zu 110 Prozent dazu entschlossen, den Bereich der mobilen BI anzuführen."

2. Advanced Analytics: Vor ein paar Jahren, als die BI noch in den Kinderschuhen steckte, konnten nur Experten etwas mit der algorithmen-unterstützten Datenerhebung im Unternehmen etwas anfangen. Heute stecken Vorhersage-Modelle zur Analyse immer stärker in der BI-Software selbst. Als Beispiel nennt EMA Cognos. Die Firma machte einen "deutlichen Schritt nach vorne, indem sie SPSS-Technik in Cognos 10 einband."

3. Fusionen: Für Software-Anbieter sei es nicht mehr damit getan, ihre Produkte aus der Cloud heraus anzubieten. Eine EMA rechnet damit, dass traditionelle Software-Häuser sich den ein oder anderen Geschäftsbereich dazukaufe, um weiterhin attraktive SaaS-Lösungen anzubieten.

4. BI greift um sich: Immer mehr Menschen in Unternehmen wollen immer mehr Analysen haben - vom IT-Management über die Personaler bis zu den Kundendienst-Webseiten. "Fast jeder Mitarbeiter will heute Einblicke haben, die früher dem Vertrieb, dem Marketing und der Finanzabteilung vorbehalten waren." Anbieter von BI-Lösungen stellen sich immer stärker auf die Forderungen unterschiedlicher Nutzergruppen ein.

5. Die Google-Generation fordert mehr Collaboration-Möglichkeiten, die bisherige BI-Software zu selten bietet. Hier erwartet EMA Veränderungen - und in der Analyse von Kundendaten. Oder sollte es Fans heißen? Denn hier geht um die Daten der Anhängerschaft in den unterschiedlichen Social Media Initiativen der Unternehmen, die stärker in die BI-Systeme integriert werden

6. Cloud Computing: Im letzten Jahr stand Cloud ganz oben auf der Liste der Trends - und der Trend geht weiter. EMA glaubt, dass einige Sicherheitsbedenken noch in diesem Jahr ausgeräumt werden, durch stärker ausgereifte Datenmanagement-Methoden.

7. Die Daten-Explosion: In Zeiten, in denen Google über 24 Petabyte an Daten pro Tag verarbeitet, müssen auch andere Firmen immer größere Datenmengen bewältigen - und analysieren. Dies ist für EMA die Stunde neuer Technologien wie Hadoop von Apache, das die Ablage und das Durchforsten gewaltiger Datenmengen erleichtert.

8. Der Mittelstand rückt ins Licht: BI-Anbieter dürfen sich laut EMA nicht zu stark auf die ganz großen im Geschäft konzentrieren, weil sie sich von diesen Kunden auf lange Sicht nicht allein ernähren können. Gerade in Zeiten von SaaS und OpenSource können sich immer mehr von den Kleinen auch eine BI-Lösung leisten - und sind zudem viel seltener starr durch die schwere Erbschaft von Investitionen in ältere Systeme gebunden.

9. Open Source Business Intelligence: Open Source-Anbieter haben ihre Angebotspalette stark erweitert, aus Tools wurden ganze integrierte Plattformen. Darin stecken Lösungen für ganze Unternehmen, die aber wenige Einstiegsrisiken bieten. So sieht es EMA - und erwartet für 2011 ein historisch gutes Geschäftsjahr für Open Source-Anbieter.

10. Einschneidende Ereignisse: Google steht nach Ansicht von EMA bereits in den Startlöchern für ein eigenes BI-Angebot - was die Analysten auf die Experimente des Konzerns mit Daten-Virtualisierung zurückführen. Für die BI Landschaft könnte ein Einstieg Googles auf diesen Markt ähnlich einschneidende Folgen haben wie Google kostenlose Web Analytics.

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