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Warum wurde Femi und seiner Schwester das Aufenthaltsrecht versagt?


Femi wurde am 12.10.2015 in das Kosovo abgeschoben, welches aus politischer Sicht zu den „sicheren Herkunftsstaat“ zählt. Doch dort gibt es keine Sicherheit – für Roma am allerwenigsten! "Einstufungen bestimmter Länder auf dem Papier ändern Nichts. Das ist armselige Symbolpolitik", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der Bild am Sonntag. "Im Kosovo beispielsweise werden Roma massiv diskriminiert."                                                                              9. August 2015, 0:25 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE


Gegen Behördenmängel zur Hilfe für das abgeschobenes Ausnahmetalent Femi Morina

Femi Morina absolvierte im Kosovo sein Abitur mit Auszeichnung, Er spricht fliessend 4 Sprachen (Albanisch, Englisch, Latein und Deutsch), desweiteren weißt er Kenntnisse in arabisch und russischer Sprache auf. Die Technische Universität in Freiberg und Torgau ist an einer Zusammenarbeit mit ihm interessiert. 
Am 19. 11. 2014 stellte Femi einen Asylantrag.  Auch hier müsste die oft erwähnte Familienzusammenführung in Betracht gezogen werden, da bereits eine ältere Schwester und ein Bruder in Deutschland leben. Nicht nur sein positives Auftreten, sondern die aus der schulischen Leistung sich ergebende Hochbegabung des jungen Mannes macht ihn für den Arbeitsmarkt attraktiv. Darum wurde es bereits wenige Wochen nach seiner Arbeitssuche durch die Bundesagentur für Arbeit Flöha erfolgreich für die Ausbildung zum Flachglasmechaniker vermittelt, welche er am 01. 08. 2015 mit dem gleichen Ehrgeiz wie die bereits erfolgte schulische Ausbildung antrat. Die Ausbildungsfirma hatte händeringend nach einem Auszubildenden gesucht. Zu den schulischen und beruflichen Leistungen und Fähigkeiten, kommt noch ausgeprägtes soziales Engagement, indem u. A. anderen Asylbewerber als Dolmetscher hilfsbereit zur Seite gestanden und
 diese bsw. zu Behördengängen begleitet wurden. Am 12. 10. 2015 wurde Femi mit 3 Einsatzwagen an seinem Arbeitsplatz abgeholt und in das Kosovo abgeschoben. Dort lebt der junge Roma jetzt ohne festen Wohnsitz auf der Straße und kann nur durch einen Helferkreis überleben, welcher ihn dort unterstützt. Nicht zuletzt macht die Abschiebung dieses besonderen jungen Mannes, die gesamte Arbeit ehrenamtlicher Helfer wie der behördlichen Sachbearbeiter im Ausländerwesen an der Basis zunichte. Es stellt sich die Frage welchem Bürger ein Bleiberecht eingeräumt werden kann, wenn nicht Femi. Gerade Ihm müsste die Möglichkeit gegeben sein, seine Ausbildung fortzusetzen und auch anschließend die berufliche Tätigkeit auszuüben.

Die Abschiebung und die Sperrwirkung widerspricht der politischen Vorgabe und Leitlinie von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel "Wir schaffen das!", desgleichen dem Statut von Frank-Jürgen Weise, dem BA-Chef und Präsidenten des BAMF, soweit er forderte: "Wer einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat muss Bleiberecht erhalten." 

Bereits im Dezember 2009 wandte sich der Kommissar für Menschenrechte des Europarats, Thomas Hammarberg, in einem Brief direkt an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel: „Ich rufe die deutschen Behörden dringend auf, weitere erzwungene Rückführungen in das Kosovo zu verhindern, insbesondere von Angehörigen der Roma, so lange die Situation vor Ort den Zurückkehrenden kein sicheres und nachhaltiges Leben ermöglicht.“ leider hat sich seit dem für die Sicherheit und Nachhaltigkeit der Roma nichts getan. 

Nachdem Mazedonien, der Kosovo und Albanien nun auch zu “sicheren Herkunftsstaaten” erklärt wurden, gibt es neben der abklingenden Euphoriewelle für Menschlichkeit und Willkommenskultur eine radikale Abschiebehochkultur in Bezug auf Roma, die sofort aufhören muss. 
Roma werden in Osteuropa so stark diskriminiert, dass es einer Verfolgung gleichkommt, sagen Flüchtlingsorganisationen und verteidigen den Asylanspruch.

Ähnliche Negativerfahrungen bestehen zudem seit Jahr und Tag mit ganz konkreter bayerischer Behördenpraxis, eher -willkür gegen ein Asylantenehepaar aus dem Kosovo, dessen Eheschließung trotz diverser Urkunden bis hin zum Ausweis über 15 Jahre hinweg nach wie vor nicht anerkannt wird, ein Skandalurteil wegen angeblicher Urkundenfälschung aufgrund eines Buchstabendrehers beim Vornamen der Ehefrau in der Heiratsurkunde weiter besteht und so gravierende Nachteile bzgl. deren chronischer Autoimmunerkrankung geradezu billigend in Kauf genommen werden, ohne ihre eigentlichen Potentiale als ausgebildete Lehrerin in bsw. der Migrationsarbeit zu nutzen.
Bei der Bambi-Verleihung 2015 wurden die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Deutschland symbolisch von “Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel ausgezeichnet. "All diese Menschen seien die stillen Helden unserer Gesellschaft. Jeder von ihnen hätte einen Bambi verdient“, so die Laudatorin.
Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) ergänzte: “Die Millionen Menschen, die jeden Tag helfen, das ist Deutschland – nicht die Spinner am rechten Rand!“
Zuvor hatte Dieter Hallervorden in seiner Rede Kanzlerin Dr. Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik gedankt: “Die Willkommensgeste, die Frau Merkel in der Flüchtlingsfrage in die Welt gesetzt hat, ist beispielhaft und erfüllt mich mit Stolz auf unser Land!“.
Wir appellieren eindringlichst, dass es nicht bei nur diesen Worten bleibt und behördliche Unzulänglichkeiten mehr wiegen, als das Urteil eben dieser HelferInnen oder der Kampf des Unternehmens um seinen entzogenen Auszubildenden Femi Morina.
Eine beispiellose Engagementwelle spiegelt den Ruck wieder, den Bundespräsident a. D., Prof. Dr. Roman Herzog, einst als durch die Gesellschaft gehen müssend einforderte und er unser Land in einer großen Bewährungsprobe ebenso trägt, als gegen die Umtriebe am braun-rechten Rand stabilisiert.
Fällt die öffentliche Hand jedoch Jenen in den Rücken, welche das leisten, was der Staat selbst so nicht zu leisten vermag, schlingern wir in eine nicht mehr beherrschbare und damit brandgefährliche Situation für uns Alle.

Es sind zwei Einzelfälle, welche wir Ihnen ans Herz legen, doch deren positive Lösung hat Signalwirkung in zahlreichen Facetten.