3 Workshop Imagination

Carl Happich, 1877-1947, Internist aus Darmstadt, publizierte in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts unter anderem zwei Schriften über das „Bildbewußtsein“.

Damals war das „Topographische Modell“ Sigmund Freuds noch nicht so verpönt wie in den dreißiger Jahren und noch nicht so vergessen wie heute.

Das „Bildbewußtsein“ wurde von Happich als eine besondere Schicht innerhalb des Bewußtseins angesehen.

Sigmund Freud hatte -etwas dogmatisch- das Unbewußte als Ziel aller analytischen Bemühungen gesehen. Und der Traum war für ihn der Weg hin ins Unbewußte.

Andere hatten vor Freud, gleichzeitig und auch später die Hypnose(n) als einen sehr praktischen Pfad zu therapeutischen Veränderungen erkannt. Hier hatte sich für alles, was nicht ohne weiteres dem kritischen Wachbewußtsein offen stand, der Begriff „Unterbewußtsein“ entwickelt.

Happich hatte sich, wie Freud, offiziell von der Hypnose distanziert. Das „Bildbewußtsein als Ansatzstelle zur psychischen Behandlung“ war für ihn etwas gänzlich anderes als Freuds Unbewußtes, es war aber differenzierter als das vieldeutige „Unterbewußtsein“.

Sowohl Freuds Methode(n), den Klienten (Patienten?) das „freie assoziieren“ zu ermöglichen, wie auch Happichs Methode, das Bildbewußtsein zu aktivieren, erinnern sehr an „indirekte“ Hypnoseeinleitungen. Aber beide Autoren betonen wiederholt, dass es sich keineswegs um Hypnose handele. Lasst uns diesen beiden erfolgreichen Therapeuten nicht widersprechen. Zumindest nicht öffentlich.



Die Psychoanalyse(n) dauern oft mehrere Jahre bei einer Behandlungsfrequenz von mindestens zwei mal pro Woche. Happich berichtet, auch schwere Neurosen in höchstens fünfzehn Sitzungen geheilt zu haben.



Wer sich Psychoanalytiker nennen will, muß eine Unzahl von Seminaren besuchen, eine jahrelange Lehranalyse, sowie viele Supervisionsstunden einzeln und in der Gruppe nachweisen. Die Voraussetzungen werden ständig durch konkurrierende Weiterbildungsträger verschärft. Der finanzielle Aufwand ist beträchtlich! Die „schnellsten“ Kandidaten brauchen mindestens fünf Jahre.

Die Happich-Methode ist sehr leicht zu erlernen, eigentlich kann jeder halbwegs erfahrene Hypnotiseur autodidaktisch damit arbeiten, so, wie es Happich auch getan hat.



Es gibt eine Menge Psychoanalytiker, es gibt kaum jemanden, der mit der Happich-Methode arbeitet.

Sollte Mark Twains „Tom Sawyer“ recht haben, dass man alles um so besser verkaufen kann, je teurer es ist?

Nächste Termine: (werden beizeiten angekündigt) jeweils ab 09:00, bis ca. 17:00





Fragen? Interesse? email: jackthehypnotist@gmail.com 




Comments