28.April-16.Mai


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Sa. 28. April 2007

Heute war es sehr Stürmisch. nach einem gemütlichen Morgen fuhren wir ca. 11:00 Uhr los. Wegen dem Wind kamen wir nur langsam voran. In Simrishamn kauften wir ein (Lebensmittel:222,50 sek) danach fragten wir nach dem weg zum Friedhof. „Excuse me, we search the way to the Gravenyard.“ So fragten wir uns durch, bei zweien von dreien musste ich noch hinzufügen :“The Place for the dead People.“ Beim Friedhof füllten wir unsere Wasservorräte auf. Ca.1 km Nach Simrishamn schlugen wir unser Lager auf. Ein großer Strand, große Steine, richtige Platten, Felsen gab es, an denen das Wasser empor spritzte. Das Meer war stürmisch, so wie wir es bei der Ostsee bisher noch nicht erlebt hatten. Wir kletterten auf den Felsen, ich hielt mich zurück, aber H. und A. kletterten immer weiter raus zu Steinen, die man teilweise nur erreichen kann, wenn man über andere Steine, die nur für Sekunden nicht vom Wasser bedeckt sind im rechten Moment springt. Ich hatte den Fotoapparat geholt und hatte gerade ein paar Fotos gemacht als es passierte: A. war ein Stück über so eine kritische Stelle vorgeklettert, H. wollte ihm hinterher, die Welle hatte sich zurückgezogen, H. spurtete los, die nächste Welle kam schon wieder angeschossen, H. sprang mit dem Fuß in der Welle ab. Irgendwie hatte er das nicht recht berechnet; er klatschte gegen den Felsen, schlug sich das Bein auf und kippte rückwärts ins Wasser. Ihr könnt euch schon auf das Foto vom nassen H. freuen! Na ja, ganz trocken blieben wir heute alle nicht. Zum Abendessen gab es wieder Grießklösschensuppe. Jetzt liegen wir im zelt, hören das Meer donnern. Gleich spielen wir DSA es geht uns gut!

 

Nachtrag vom 29.:

Das Wetter: es war ziemlich bewölkt, wir machten uns schon auf regen Gefasst. ohne die sonne und mit dem starken Wind war es ziemlich kalt. Wir mussten Jacken anziehen. Als H. vorm Supermarkt bei den Rädern blieb fror er ziemlich. Gegen Abend hatte der Wind die Wolken wieder weggeweht. Gestern war wohl der bisherig kälteste Tag unserer Reise gewesen.

Was ich noch vergessen hatte einzuragen: in Deutschland sind wir ca. 350 km gefahren. In Schweden bis hier ca. 100 km.

 

 

 

So. 29. April 2007

Heute sind wir recht spät erwacht, ca. 9 Uhr. Wir frühstückten Müsli.

Ca 11 Uhr fuhren wir los. Vorher bauten wir noch die Räder des Hängers aus und bauten sie andersrum wieder ein, da die Mäntel schräg ziemlich abgenutzt waren.

Im ersten Dorf durch das wir kamen führte uns der Radweg durch eine Unterführung unter der Straße, der wir schon seid Trelleborg folgen. Da der Weg schön war folgten wir ihm. Er führte von Gehöft zu Gehöft. Mal bergauf, mal bergab. Die Sonne schien, ich zog mein Hemd aus, fuhr in meinem Ringel-Shirt weiter. H. fuhr mit nacktem Oberkörper, A. behielt sein Hemd an.

Der weg wurde von der Asphaltstraße zum Schotterweg, dann nach ein paar Höfen zum Schmalen Schotterweg. Irgendwo mussten wir ein kleines Stück zurück fahren, da der Weg auf einem Hof endete. Weiter ging’s auf einem Forstweg, so einem Teil mit rechts und links einem Trampelpfad, in der Mitte Gras.

Immer durch den Wald. Eine Kreuzung und ein ganzes Stück weiter waren die beiden Forstweg-Trampelpfade mit Kies angefüllt. Es ging außerdem auch noch steil bergab, wir wurden alle etwas schnell, konnten mit dem Kies aber auch nicht recht bremsen. Es ging gut, keiner schlidderte, und wir brachten ein stück Weg schnell hinter uns. Links war ne Kiesgrube, rechts bogen wir ab, nun wieder auf einer Schotterpiste. Wir fuhren ein Stück, dann fiel H. oder A. „ich weiß nicht mehr wem von beiden“ auf, das mein Gepäck komisch hängt. Ich stellte fest dass mein Schlafsack fehlte. Ich fuhr die Strecke zurück, suchte meinen Schlafsack, die ganze Strecke lang, bis zu der Unterführung bei der großen Straße. Ca. 8 Kilometer. Dort hatte ich nämlich mein Hemd ausgezogen und bei der Gelegenheit auch den Schlafsack das letzte, wirklich aller letzte mal gesehen(schnief).

Als ich wieder bei H. und A. war aßen wir zu Mittag. Brot und Knäcke, was an Aufstrichen neu dazugekommen war, waren Käse und Marmelade. Nach dem Essen fuhren wir weiter, wir wussten nicht recht inwiefern unsere Straße in die rechte Richtung geht, sahen aber am stand der Sonne, dass wir ein en ziemlichen Zickzack fuhren. Irgendwann kamen wir wieder auf eine etwas größere Straße die wir eigentlich nicht so schnell wieder verlassen wollten, da sie aber ziemlich verquer zu unserer geschatzten richtigen Richtung verlief ließen wir uns dann  doch von einer kleineren Asphaltstraße verführen, die natürlich bald zu einem Schotterpiste wurde. Auf einem der Höfe, an denen wir vorbei radelten fragte ich nach dem weg nach Kristianstadt. Die Leute dort konnten zwar kein englisch, aber ihrer mit viel Gestikulieren gespickte Erklärung konnten wir entnehmen das wir in die richtige Richtung radelten und wir bekamen ein  ungefähres Bild der Strecke vor uns. Die Schweden sprechen das „k“ bei Kristianstadt nicht wie ein  „k“, sondern wie ein geröcheltes „ch“ aus. Beim nächsten Hof fragte ich noch mal. Ein junges Paar über 20 war gerade beim Auto ausladen. Sie konnten auch kein englisch, aber der Vater der Frau kam gerade angefahren, er konnte englisch und erklärte uns mit Hilfe der Karte den Weg. Bei der nächsten Querstraße links, in St. Olof dann rechts. Soweit sind wir heute auch gekommen. In

St. Olof gab es aber noch einen seltsamen Zwischenfall, wir fuhren in den Ort rein, es ging ein bisschen bergab H. fuhr vor mir A. ein Stück hinter mir, auf einmal hörte ich hinter mir ein  scheppern.

 A. war irgendwo hinter einem parkenden Auto, schob sein Fahrrad, hielt in der einen Hand seine Packtasche. „Ist seine linke Packtasche auch noch kaputt gegangen?“ dachte ich. H. rief „He, die Gabel ist Schrott“ „alles ist Schrott“ antwortete A.. Seine Packtasche war noch ganz, musste nur wieder eingehängt werden, aber Gabel und Rahmen waren so verbogen das eine Weiterfahrt unmöglich ist. A. war die Straße entlang gefahren hatte nur sie gesehen, hatte das parkende Auto völlig ausgeblendet und war volle Elle dagegen gefahren.

Dem Auto war dabei nichts passiert. A. schob sein Rad H. leistete ihm Gesellschaft, ich fuhr vor, aus dem Ort raus und suchte nach einem geeigneten Lagerplatz. Nachdem ich ihn gefunden hatte fuhr ich zurück zu H. und A.. Ich erklärte A. den Weg zum Lagerplatz und fragte mich mit H. zum Gravenyard durch. Dort füllten wir unsere Wasservorräte auf, und fuhren dann zu Lagerplatz und A., bauten das Lager auf und kochten ganz eklige matschige klebrige Spagetti, dazu gab es Ketschup.

Das Lager ist in einem Birkenwäldchen die Sonne ist fast ganz weg, zum schreiben brauch ich die Kopflampe, das Feuer ist ausgegangen es ist lausig kalt, irgendwo quaken die Frösche. Morgen müssen wir jemanden finden, der A.s  Fahrrad wieder zurechtschweißt.

Unsere Stimmung hat einen leichten knacks aber wir können immer noch lachen.

 Es müsste deutlich schlimmer kommen damit hier als Schlusssatz was andres steht als: es geht uns gut!

 

Nachtrag vom  29.: Wir sind ca. 27 Kilometer vorangekommen.

 

 

Mo. 30. April 2007

Wir sind ca. 8 Uhr 30 erwacht noch vor 10 Uhr hatten wir gefrühstückt, (Brot), haben die Fahrräder abgeschlossen und waren zu Fuß unterwegs in Richtung St. Olof. Dort machten wir auf der suche nach einer Werkstatt eine große Bürgerbefragung, von 8 Leuten konnten bloß 2 englisch. Am Ende stand jedenfalls fest, das die nächste Werkstat in Simrishamn zu finden ist. Wir kauften in St. Olof in einem eher kleine Laden mit einer überraschend großen Auswahl ein. (177sek) danach liefen wir voll bepackt zurück zu unseren Rädern und dem Zelt. Bei der Befragung hatten wir ein bisschen in den Wörterbüchern geblättert und dabei herausgefunden das Auto auf Schwedisch Bil und Werkstatt Verkstad heißt. Wir schauten auch noch nach dem englischen Wort für Friedhof und kamen darauf das Cemetery möglicherweise der geläufigere begriff für Friedhof ist. Das Wort gravyard hatte H. von einer yugio-Karte gelernt, falsch war es bestimmt nicht, aber die meisten englisch sprachigen Schweden hatten damit nicht viel anfangen können.

Ca. 11 Uhr 30 hatten wir alles zusammen gepackt. H. hatte zwar gestern gesagt das unmöglich sei mit A.s Rad zu fahren, aber ganz unmöglich ist es nicht, zwar kann man nicht recht lenken und gleichzeitig treten und bei großen Belastungen, wie Beispielsweise an einer Kreuzung ist die Gefahr am größten dass das Rad unter einem zusammen bricht, aber H. meint, das er sowohl das richtige Können, als auch die richtigen Schutzengel hat um das Rad heil um die zur nächsten Werkstatt, und zur Not auch um die ganze Ostsee zu bringen. A. fuhr auf H. seinem Rad mit dem Hänger hinten dran. Wir hatten beschlossen nicht nach Simrihamn, sondern  wie vor dem Unfall schon geplant nach Kristianstadt zu fahren. Wir fuhren auf größren Straßen, hatten heute keinen bock auf so ein Gewurschtel wie Gestern. Es gab zwar keinen Radweg, aber am Rand ist hierzulande ein recht breiter Seitenstreifen. Die Karte ist zwar als rot in der Landkarte eingetragen, aber es ist deutlich weniger Verkehr als bei den roten Straßen in Deutschland. Vor allen dingen fahren die Autos viel rücksichtsvoller. Es ist auf 90 kmh beschränkt, aber die Meisten fahren langsamer. Sie überhohlen so, das uns gut Luft bleibt, nicht so wie in Deutschland, wo als krasses Beispiel ein Bus mit nur wenigen cm. an uns vorbei donnerte. Mir war es so vorgekommen, als müsste ich nur den Kopf drehen, um mir eine blutige Nase zu holen!

So, zurück nach Schweden, zurück nach heute. In einer Tanke integriert sahen wir eine Werkstatt, der Mann in der Tanke konnte zwar englisch, uns aber trotzdem nicht weiter helfen. Also gurkten wir weiter, aßen irgendwann Müsli zu Mittag, dann wieder weiter Richtung Kristianstadt. Es wurde richtig hügelig, gab ein paar steile Abfahrten, bei denen wir bis zu 43,5 kmh fuhren. Wettermäßig war es heute zwar sonnig, aber durch einen eisigen Wind trotzdem eher kühl. Abends brauchten wir wieder länger bis wir einen Lagerplatz fanden: Kurz vor Kristianstadt über ein paar Weiden in einem lichten Wäldchen, ein Radweg geht in der Nähe vorbei, Häuser und Straße sind auch nicht weit. Zum Abendessen gab es Reis mit Mais aus der Dose untergemischt dazu Ketschup. Das ganze war A. sein Vorschlag, und schmeckte gut! Nach dem Essen kletterten wir auf 5, 6 und7 Meter Höhe und kackten herunter.

Hier fliegt ein Vogel rum, der wie eine Ziege meckert. Übers schreiben ist es dunkel geworden, das Feuer ist nur noch Glut, in der Ferne hab ich es donnern hören. Über mir ist der Himmelziemlich klar, das Donnern scheint leiser zu werden, H. und A. schlafen schon, ihre Schlafsäcke lassen sich zu einer großen Decke zusammenkuppeln. So lösten wir letzte und lösen diese Nacht das Problem mit dem fehlenden Schlafsack. Morgen werden wir einen Neuen kaufen, bei einer Werkstatt A. sein Rad wieder heile schweißen lassen und dieses Tagebuch in einem Internetcafe abtippen und abschicken. Wir sind wieder die Herren der Lage es geht uns gut.

 

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Di 1. Mai 2007

Morgens eher spät aufgewacht, meine Armbanduhr ist stehen geblieben, deswegen wissen wir nicht wie spät es war.

Wir frühstückten Brot. Danach packten wir zusammen und fuhren nach Kristianstadt. Wir fragten dort eine ältere Frau auf Englisch nach einer Autowerkstatt. Sie konnte deutsch und erklärte uns, das der 1. Mai in Schweden ein Feiertag ist, und die Geschäfte alle zu haben. Ein Stück weiter sahen wir auch schon rote Fahnen flattern. Ich schätze, vielleicht hundert Menschen liefen dort, recht ordentlich, geschlossen, viele mit Fahnen und vorne dran eine Kapelle die Marschmusik  spielte. Wir liefen einfach mal hinterher. Unser kleiner Zug kam bald an einem Platz vorbei an dem eine auch eher kleine Gruppe versammelt war, hier gab es mehr junge Menschen als bei unserem Zug, deshalb blieben wir. Ein teil Anarchisten und Punks.

St.Pauli-Shirt, Anti-AKW-Button, schwarz-rote Fahnen und schwarze Klamotten. Es gab aber auch viele, normal gekleidete und ein paar, die dem aussehen nach aus dem Arabischen, Persischem, sonst wieso was kamen. Es gab Plakate die für den Sozialismus waren, gegen Schwedens Klassenpolitik, und so weiter... in der Mitte  ein Mikrofon wo Reden gehalten wurden. In den Pausen, wenn der Sprecher wechselte sang  ein Chor der aus jungen Frauen bestand ein Lied. Am Rand stand ein Polizist, der hatte aber außer schauen nichts zu Tun, kein Vergleich mit Bremen, wo sie letztes, oder vorletztes Jahr das Arbeitsamt mit diesen schwarz gekleideten Ninja-Turtels-Polizisten und Kampfhunden Verteidigen mussten.

H. fand das alles nicht so spannend und blieb lieber etwas abseits auf einer Bank bei den Fahrrädern sitzen. A. und ich, stellten uns zu der Gruppe, versuchten die Schilder zu entziffern, und dem Redner zuzuhören.  Wir bekamen so ein Sozialistisches Blättchen, mit dem Schwerpunkt Venezuela in die Hand gedrückt, natürlich auf Schwedisch, ich werde es mir Morgen näher anschauen. Mal gucken wie viel ich verstehe. Ein Älterer Herr sprach uns auf Schwedisch an, wollte Unterschriften für eine Liste, wir sagten ihm auf Englisch das wir aus Germany kommen. Da erklärte er uns auf Deutsch, für was die Unterschriften sind, das gefordert wird, das die Schwedischen Truppen aus Afghanistan  abgezogen werden, keine Schwedische Unterstützung der Kriegspolitik der USA. Er wusste auch, dass in Deutschland die Situation  diesbezüglich gleich ist. Eine Weile später sang der Frauenchor das Abschlusslied, es wirkte fast wie bei einer Nationalhymne, alle sangen mit, es klang recht Kämpferisch und an bestimmten Stellen im Lied reckten alle die rechte Faust empor.

Nicht wütend, sondern eher Zeremoniell. Danach löste sich die Versammlung nach und nach auf. H., A. und ich schoben die Räder durch die Stadt und fragten nach einem Internet-Cafe die wenigsten von denen die wir fragten konnten Englisch. Was wir heraus fanden  war nicht wo es so ein Teil gibt, sondern das es am ersten Mai geschlossen hat. Wir hatten ein Kino gesehen und A. und ich hatten Lust ein Film anzusehen. H. fand das OK wollte aber lieber wieder zum Platz radeln, bei dem wir die letzte Nacht Verbrachten. A. und ich schlossen unsere Räder ab und gingen dann zum Kino. Es ist in mit einem Burger King im selben Gebäude. Es war geschlossen.  Wir gingen wieder raus, liefen durch die Stadt und fragten nach einem anderen Kino, es gab keins, aber ein Typ, der uns auf Englisch den Tipp gab, doch im Internet nach Kino und Öffnungszeiten zu schauen wusste wo wir vielleicht ins Internet könnten, er war sich nicht sicher, ob dort am ersten Mai geschlossen ist, wir gingen dort hin, wo er beschrieben hatte. Ziemlich klein, das Fenster und die Tür aus fast Schwarzem Glas in grüner Schrift, „Gamecity“, darunter „Internet + Spel“, irgendwo drinnen sah man ein paar Lichter brennen.

An der Tür standen keine Öffnungszeiten, sie war aber nicht abgeschlossen. Drinnen saßen zwei Typen am Computer, der eine erklärte uns auf Englisch, das grad geschlossen ist, sie aber in einer Stunde wieder geöffnet haben würden. Wir gingen wieder, fragten noch ein paar Leute nach einem Internet Cafe und gingen zurück zum Kino und Bürger King, daneben war ein Gebäude Domus hieß es, darin waren ein paar Läden die auch am ersten Mai geöffnet hatten. Im Oberen Stockwerk kauften wir einen Schlafsack  und Blinker zum Angeln(238 sek). Ach ja, vorher waren wir noch mal im Kino gewesen und hatten mit Wörterbuch herausgefunden, das es halt erst abends öffnet. Im unteren Stockwerk kauften wir noch Kartoffeln und mit Käse überbackene Brötchen(33 sek). Als wir wieder zu den Fahrrädern kamen war H. da, er war beim Platz gewesen, dort war der Bauer und beim warten bis der fertig ist war er halt lieber rumgefahren, hatte beim Friedhof den Wasserkanister aufgefüllt und noch mal beim Kino vorbeigeschaut. Wir aßen zusammen die Brötchen. H. schloss sein Rad an und wir gingen dann zu dieser Internet + Spel Spelunke. Die war jetzt ganz abgeschlossen. Wir schlenderten durch die Stadt, schauten und Verteidigungswälle an, mit Kanonen drauf, auf einem Schild war auf Deutsch zu lesen, das Kristianstadt einstmals  die am besten befestigte Stadt Nord-Europas gewesen war. Wir schlenderten noch mal durch den Laden im Obergeschoss von Domus und kauften uns ein Packen Schnellspanner(24 sek). Danach gingen wir in einen Pizza Express und aßen... ja was wohl? ...Pizza natürlich!! Schön große Teile waren das, mein hieß Vegetal und war ulkig. So eine normale Pizza mit Tomatenmark und drüber mit Käse überbacken, darüber noch Salat und da  drüber im Spiralmuster noch eine Mayonnaise ähnliche Soße. Unsere drei Pizzen kosteten zusammen 175 sek.

Danach gingen wir ins Kino,  H. kam doch auch mit. (inklusive Popkorn 285 sek).

Der Film hieß: „300“ er ist ziemlich brutal, was ich eigentlich  mag, aber er scheint mir Propaganda der Übelsten Sorte zu sein. Es ist bestimmt kein Zufall dass da die Perser (die heutigen Iraner), in dem Film die bösen sind. Sie greifen die Spartaner an, die Spartaner, schöne muskelbepackte Supermänner, ziehen ihnen entgegen, schnetzeln sich durch tausende teilweise Ork-ähnliche Perser.

Der Perser König ist ein die ganze Zeit zitternder Typ, in seinem Thronsaal, sind während seinen Verhandlungen lauter Frauen teil mit Orientalischen Tänzen hauptsächlich aber mit Lesbischen Liebes spielen Beschäftigt, auf den ersten blick ganz schön, aber dann sieht man das Gesicht einer Frau, das bis zur Hälfte mit Brandnarben bedeckt ist. Die Persische Kultur wird übelst verzerrt dargestellt.

Eine recht krasse Szene ist die, in der im Spartanischem Senat die Königin als Mutter und Ehefrau einen Flammenden Appell hält, die 300 in die Schlacht gezogenen Soldaten nicht zu Verraten in dem man gegen ein Kriegseinsatz stimmt, was ja die Hoffnung  aufgeben hieße. Ähnlichkeiten mit der Situation der USA und deren Diskussionen im Senat in Bezug auf den Irak-Krieg sind natürlich rein zufällig...

Der Typ, der dann die Gegenrede hält hat die Königin Vergewaltigt und wird außerdem noch vom Feind bezahlt.

 

Die Filme in Schweden im Kino und Fernsehen sind auf Englisch mit Schwedischen Untertiteln. Nach dem Film sind wir wieder zu dem Platz gefahren bei dem wir gestern schon Übernachtet haben. Wir hatten im Kino Popkorn gegessen die überraschenderweise Salzig waren, deswegen hatten  wir keinen rechten Hunger und aßen nur noch ein paar Kekse. Wettermäßig war es heute bewölkt und tendenziell eher kalt. Heute haben wir 655 sek ausgegeben.

 

 

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Mi. 02. Mai 2007

Nun, gestern ging es uns auch gut, es musste nicht Schlimmer kommen damit der Satz fehlt, später werden reichte.

Heute haben wir Müsli gefrühstückt. Dann packten wir alles zusammen und fuhren ca. 2 km zu einer Bilverkstad. Die Leute dort schickten uns zur gegenüberliegenden Tankstelle. Dort der Mann traute es sich nicht zu das Fahrrad zu Schweißen, meinte aber falls wir niemanden finden würden, könnten wir nochmal zu ihm kommen. Er schickte uns zu einem Bil-Service, dort wurden wir weiter zu einer Motorrad Werkstatt geschickt. Dort der Mann hatte nicht die passende Ausrüstung  um uns weiterzuhelfen. Er druckte am PC eine Karte aus, auf der zeigte er uns den Weg zu einem Laden, der uns vielleicht weiterhelfen könnte. Der Laden verkaufte Fahrräder und Motorräder, in ihm bekamen wir zu hören, das der Rahmen Schrott sei und wir ein neues Rad kaufen sollten. Wir suchten weiter und zwei Bilverkstaden später hatten wir Glück, wir währen fast von einem Hund verjagt worden, dessen Kette bis zum Eingang reichte, wir wahren schon am gehen, als eine Frau raus kam und den Hund ins letzte Eck schickte. Sie schaute sich das Fahrrad an und meinte wir sollten auf ihren Boyfriend warten, der könne Schweißen. Es dauerte nicht lange bis der kam, wir brachten das Rad in die Werkstatt, er Schliff bei den Stauchstellen den Lack ab, Hämmerte und bog das Fahrrad so das, dass mit dem Lenken wieder geht, dann Verstärkte er die beiden Stellen mit Schweißnähten und sprühte zum Schluss noch etwas Farbe drüber. Sie wollten kein Geld dafür annehmen. Im Stadtzentrum schauten wir bei GameCity vorbei, das aber wieder Verschlossen war. Wir fuhren weiter 13 km nach Kristianstadt aßen wir Knäckebrot zum Mittag. Wir fuhren weiter bis 7:00 Abends. Die Gegend ist Hügelig, Waldig und es liegen viele große Steine rum. Das Lager ist auf einem sehr Moosigem Rasen errichtet zu einer Seite Wald, zur anderen eine Trockenmauer, dahinter die Straße. Auf der anderen Straßenseite war ein Haus, vorhin war der Besitzer da, wollte wissen wie lange wir bleiben und wollte wegen dem Wald, dass wir das Feuer ausmachen. Wir hatten zum Glück schon gekocht, Kartoffeln dazu Margarine, Käse, Hüttenkäse unsere liebe ICA= Ketschup. Heute war es sonnig und wir hatten viel Gegenwind. Ach ja, Eingekauft hatten wir auch noch (79,50 sek). Es ist Nacht, die anderen Schlafen schon, Kalt ist es auch, ab und an Rauscht ein LKW auf der Straße vorbei, es geht uns gut.

 

Nachtrag vom 03. Mai 2007                     

Der erste Übernachtungs-Ort von dem wir kein Foto geschossen haben!

 

Do 3. Mai 2007

9 Uhr 40 erwacht. Müsli gefrühstückt. Los geradelt und in Torne ca. 13 Uhr 30 an einem See gebadet und Brot zu Mittag gegessen, viele der Schilder waren auf Schwedisch und Deutsch, so auch ein uns kurios anmutendes mit der Aufschrift „abspülen an der Brücke verboten“ in Torne kauften wir auch noch ein (38,50sek) An einem See nahe einer Ortschaft, aber außer Sichtweite der Häuser schlugen wir unser Nachtlager auf. Wir hatten vergessen unsere Wasservorräte aufzufüllen, deswegen liefen H. und ich zum Kirchhof und holten Wasser. Gestern Abend hatte ich meiner kurzen Hose einen Flicken verpasst, heute über Mittag und Abend kam noch einer dazu. Zum Abendessen gab es eine Suppe in der Karotten, Lauch, Nudeln, Miso und ein kleiner Fisch enthalten waren. Der Fisch war eigentlich zu klein, aber er hatte den Haken so verschluckt gehabt, dass er zu schwer verletzt worden war. Außer Gräten und ein bisschen Geschmack hat er uns nichts gebracht. In unseren Topf passen ca. 7 Liter, er war fast Randvoll mit Suppe und wir sind trotzdem gut mit fertig geworden! Es geht uns gut.

 

Nachtrag vom 5. Mai 2007           

Im See hatten wir Wäsche gewaschen und an den nächsten Tagen bei Stopps getrocknet.

 

Fr 4. Mai 2007

Heute gab es Müsli als Frühstück. Danach fuhren wir ins ca. 15 km entfernte Växjö. Dort kauften wir erst in einem Netto ein(207sek). Dann fragten wir uns zu einem Internetcafe durch. Wenn ich’s recht verstanden hab gibt es hier sogar mehrere. Im Zentrum war ein Fahrradladen bei den Reifen an unserem Hänger waren die Reifen so durch, dass das Gewebe teilweise schon sichtbar war. Deshalb kauften wir neue Mäntel. Dann fragten wir uns ein bisschen weiter durch und kamen dann zu einem Internetcafe. Ich fing an dieses Büchlein abzutippen. Es dauerte viel länger als wir gedacht hatten. H. und A. schrieben erst ein paar Mails und spielten dann Counterstrike. Nach 4 stunden hatte ich erst bis zum 27. getippt eine 5. stunde ging noch für Mails schreiben und das bisher Geschriebene im web zu verteilen drauf. Insgesamt kamen wir auf 12 stunden(360sek) (3stundenH., 4stunden A. und 5stunden ich) Während ich tippte hatten H. und A. noch mal eingekauft,(79sek) da wir ein paar Sachen im Netto nicht bekommen hatten. Während ich tippte hatten H. und A. auch versucht dem Hänger die neuen Mäntel über zu ziehen. Sie waren etwas zu groß, deswegen mussten H. und ich sie noch mal umtauschen. Die neuen Mäntel kosteten pro Mantel 30sek mehr (insgesamt 318sek). Unsere Autoventilluftpumpe ist eine einzige Qual, viel zu klein. Wir pumpten nur das nötigste auf und machten den Rest an einer Tankstelle. Die ersten beiden Tankstellen waren SB ohne Luft. Bei der Dritten hatten wir Glück. Als wir die Reifen mit Luft füllten quatschte ein älterer Herr mit uns. Er hatte es erst auf Schwedisch versucht, konnte kein englisch aber Deutsch. Unser Nachtlager ist ein kleines Stück hinter Växjö, von der Straße ein ganzes Stück einen Forstweg lang, an einer Schranke vorbei, das letzte Stück auf einem Trampelpfad, an einem See mit einem schmalen Sandstreifen. Zum Abendessen gab es

 Eier in Senfsoße dazu Kartoffeln. H. und A. angelten erfolglos. Sie hatten leider nur einen einzigen Wurm gefunden und der war blos abgefressen worden. So blinkerten sie halt, aber wie gesagt erfolglos. Ich sitze grad am Strändchen. Der See ist Spiegelglatt. Das Feuer ist runtergebrannt, die Glut knistert behaglich. Ab und zu gluckst der See ein wenig. Die Sterne funkeln. Überm See  ist am Himmel noch ein Hauch Rot von der untergegangenen Sonne zu sehen. H. und A. sind schon im Zelt ich folge ihnen gleich. Es geht uns gut.

 

Nachtrag vom 5. Mai 2007

Nach Växjö sind wir ein kleines Stück auf einer vierspurigen Straße mit grünen Schildern gefahren. Scheint irgendwas in Richtung Autobahn zu sein.

 

 

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Sa 5. Mai 2007

Morgens ließen wir uns viel Zeit. Wir frühstückten Müsli. Ca. 10,30 Uhr fuhren wir los. Die Gegend ist bergig, bei einer Abfahrt erreichten wir 57kmh. Hier ist sehr viel Wald ab und an kleine Felder und immer wieder Seen. An einem machten wir Mittagsrast, ca. 13,15 Uhr  bis 14 Uhr. Wir aßen Brot und benutzten dabei auch einen Rest

Senfsoße als Aufstrich. H. sprang kurz in den See. Wir radelten weiter, der nächste Ort war nicht weit und um ca.14,10 Uhr standen wir vor einem Laden (Ica) und stellten fest, das hier in der Gegend die Läden Samstags um 14 Uhr schließen. Unser Nachtlager ist wieder an einem See, auf einer Wiese, Bäume zu fast allen Seiten hin. Zum Abendessen gab es Pfannkuchen aus 3 eiern, fast einem Kilo Mehl ein bisschen Salz und Wasser. Es ist 8,45, schon dunkel, morgen stehen wir früh auf, ich geh jetzt in Bett. Es geht uns gut. Ach ja wir sind heute ca. 80km gefahren.  

 

Nachtrag vom 16.:

Unser Wecker war am spinnen, die Uhrzeit abends, vielleicht auch die Restlichen des Tages sind falsch, es war ca. 2 stunden Später.

 

So 6. Mai 2007

Wir sind heute um 6 Uhr aufgestanden. Auf dem Wecker stand 4 Uhr, aber der ging falsch. Zum Frühstück kochten wir Haferschleim, er bildete die wohl bisherig schlimmste Mahlzeit! Der Schleim war unvorhergesehen doll gequollen, und so blieb uns noch fast der ganze Topf voll erhalten. Wir werden wohl morgen Haferbratlinge machen. Haben an einer Tankstelle Eis gegessen.(51sek) In Hultsfred kauften wir ein. (195,50sek) danach aßen wir Pizza (160sek). Und hoben 5000sek ab. Ein Stück vor Locknevi wuschen wir uns in einem Graben und fragten uns nach Svensborg durch. Gunnar und Jessica waren erst seit 10 min eingezogen. Die Vorbesitzer hatten ein bisschen länger gebraucht um hier alles auszuräumen. Zum Abendbrot gab es Knäcke mit Aufstrichen.

Heute Nacht werden wir auf Matratzen schlafen. Zum Haus führt ein Schotterweg. Das Haus selber steht schön für sich und ist ein Typisches Schwedisches rot weißes Holzhaus. Es geht uns gut.

 

 

Nachtrag vom 7.Mai 2007

Wir sind 90 km gefahren.

 

 

Mo. 7.Mai 2007

Relativ spät gefrühstückt, Räder ein bisschen geputzt, Feder- und Fußball gespielt. Zum Abendessen gab es den Haferschleim als Bratlinge, Gunnar und Jessica hatten noch ein Kilo Mehl dazugetan, so dass es einen richtigen Teig gab. Heute Regnete es öfters, dazwischen schien die Sonne. Die ganze Zeit trocken, kaum sind wir bei einem Haus Regnet es. Bei diesem Timing scheint es jemand gut mit uns zu meinen.

A. versucht sein Glück am Didgeridoo, ein Elch mit extremen Verdauungsstörungen... Nun ja, es geht uns gut.

 

Di. 8. Mai 2007

Frühstück war mehr jeder für sich. Beim Haus war eine Wand schimmlig da haben Gunnar und Jessica die Tapeten und den Putz abgemacht. Beim Putz hab ich geholfen.

H. und A. halfen mit den Anhänger mit Schrott zu beladen. Zum Mittagessen gab es Bratkartoffeln und aufgewärmte Nudeln von gestern irgendwann nachmittags fuhren wir nach Vimmerby. Erst brachten wir Schrott weg, dass ist in Schweden kostenlos. Auf dem Platzt sortiert man seinen Schrott nach einigen Merkmalen.

Dann Kauften Gunnar und Jessica ein. Jara, Chali, H., A. und ich gingen zur Bibliothek. Dort bekamen wir alle zusammen einen Rechner für eine halbe Stunde zur Verfügung gestellt. Ich schmökerte noch ein bisschen bei den Deutschen und Englischen Büchern. Auf dem hin- und Rückweg im Auto hörten wir eine CD mit Schwedischen Kinderliedern. Zum Abendessen gab’s Fleischklöße mit Soße und Quinoa. Es ist schon spät, bald nach Mitternacht, H. und A. schlafen schon länger, ich gehe auch gleich ins Bett, es geht uns gut!    

 

Mi. 16. Mai 2007

Ich hab jetzt länger nicht mehr eingetragen, nun versuche ich mal zumindest die herausragenden Ereignisse der letzten Tage aufzuschreiben. Ein paar mal waren wir in Vimmerby, 2mal waren wir am ca. 7 km entfernten See Ânen, spielten dort Fußball und badeten.

Wir bauten eine kleine Treppe zur Küche raus, die Stufen bauten wir aus Brettern, die wir Experimentell aus einem Stamm spalteten.

Das Grundstück hier ist recht Abschüssig, unten ist ein bisschen Wasser, mehr Pfütze mit einem Graben dran. Daran lagen gefällte Birken. Die schälten wir. Unter der Rinde wohnten  Ameisen, A. Gunnar, und ich probierten die Ameiseneier. Es ist anzumerken, dass im Text mit wir nicht nur wir 3 gemeint sind. Apropos wir 3, wir 3 und Chalina verbrachten eine Nacht mit Camp spielen. Damit niemand was falsches denkt, Camp ist ein Kartenspiel!

Hier kam noch ein Mann angeradelt, wir 3 Jungs spielten vorm Haus Ball, wussten schon wer da kam, er fragte uns auf Englisch nach Svensborg und seinem „freand Gunnar. Wir begrüßten Ulli und erklärten ihm auf englisch, dass er richtig ist und das wir auch aus Deutschland kommen. Es dauerte einen Moment bis er das schnallte. Ulli war auch mit dem Rad aus Deutschland gekommen, hatte dieselbe Fährlinie genommen, von Sassnitz nach Trelleborg, war auch bis Växjö gekommen, war dann in einen Bus gestiegen und damit nach Vimmerby gefahren. Er war ein paar Tage geblieben. Netter Typ, war cool mit ihm! Hier haben wir und ganz besonderst A. Hörspiele angehört. Es war hier sehr schön, morgen fahren wir weiter. Den Benzinkocher und ein paar andere wenig gebrauchte Dinge lassen wir hier. So abgespeckt können wir auf den Hänger verzichten. Ein bisschen traurig finde ich Abschiede ja immer, aber ich bin trotzdem froh bald wider unterwegs zu sein. Es geht uns gut!