22.-27.April

 

Ostseeradtour

Ich bin Immanuel, wer H. und A. sind wissen die, die sie kennen. Dies ist ein Tagebuch, in dem wir von unserer Umrundung der Ostsee berichten.
Kontakt, Anmerkungen und fragen bitte per mail:
So. 22 Apil 2007
Morgens, nach einem grossartigen Fruestueck sind wir um punkt 9 Uhr in D. gestartet.
Mit vollbepackten Rädern und Anhänger hat unsere Radtour endlich begonnen.
Um 12 uHr rum machten wir ca 8 km vor Neur. Brotpause. Es fuhren immer wieder Fahrradfahrer/inen vorbei, von denen die meisten auf unser freundliches "Hallo" nicht, einmal sogar mit demonstrativem wegdrehen des Kopfes reagierten. Nachmittags wurde es immer Huegeliger, es gab immer häufiger Seen und die Dörfer wurden immer touristischer. Ich erkante einige Orte wieder  durch die ich 2005, auf einer Radtour, mit meinen Bruedern und meiner Mutter gekommen war. In Reihnsberg war auf so  nem touri-Stadtplan eine Tankstelle eingetragen. Wir suchten sie ohne Erfolg. Deswegen konnten wir unseren Benzinkocher heute noch nicht in betrieb nehmen. Abends waren wir recht geschlaucht. H. hatte das Gewicht des Hängers doch mehr gespuert als er erwartet hatte. Nach einigem Suchen fanden wir gegen 6 uhr ein kleines stueck vor Drosedow im Wald auf einem Forstweg zwischen jungen Bäumen - auf der einen seite Laub, auf der anderen Fichte - einen geeigneten Lagerplatz. Wir bauten das Zelt auf, erichteten ein schönes Lagerfeuer und kochten. ! kilo Nudeln, dazu eine Sosse aus 2 dosen Tomatensosse und einer halben Dose Pilze. Dann assen wir alles auf. Den ganzen Tag ueber schien die Sonne, es gab fast keine Wolken, der Wind kam von Sued-Ost. Heute haben wir 110 kilometer geschaft.
Nu sitz ich hier am Feuer, es ist noch nicht ganz dunkel, die Sonne ist schon unter und der Mond schon aufgegangen. Ich bin Muede und satt. Die Vögel singen. Es geht uns gut!
 
Mo. 23 April 2007
Morgens gegen 7 Uhr sind wir erwacht. H. schlief bies halb 8. Wir lagen noch eine Weile da und spielten Skat. Ca um 10  Uhr hatten wir zusammengepackt. Dabei stellten wir fest, dass ein Anhänherhinterlicht und H. Jacke fehlen. Beides ist vemutlich wärend der Farht gestern verlustig gegangen. In Wesenberg kauften wir ein. (Lebensmittel, 11,99 €) Ein kleines Stueck nach Wesenberg an einem kleinen See machten wir ca 12 Uhr Brunch. Es gab Muesli und Fladenbrot mit Käse und Feta. Bis zum Mittag waren wir wenige als 10 kilometer vorangekommen. Nach dem Essen gings weiter in den Mueritzer Nationalpark. Seen dicht an dicht, Verschiedene Fehrnradwege fuehren hier lang, fuer Radler alles sehr gut ausgeschieldert. Irgendwann nachmittags hatten wir unsere erste Panne. A. bremste vor mir, ich bremste nicht doll genug und fuhr ihm hinten rein, wobei die Halterung seiner Packtasche brach. Wir bekamen mal wieder Gelegenheit auf Henwi zu schimpfen, die Kabelbinder, die wir dort gekauft hatten und die wir zum reparieren namen rissen teilweise schon bein anziehen. Den Rest des Tages ueber musste A. immer wieder an seiner Packtasche rumfrickeln, mal mit Fäden, mal mit Kabelbindern. Seine letzte Konstruktion hält nun schon einige kilometer.Irgendwann nach 3 uhr stellten wir fest, das unser Hänger einen Platten hat. Dann stellten wir fest, dass wir keine Pumpe fuer die Autoventile des Hängers dabei haben. H. flickte den Reifen, wärend A. und ich im Dorf  nach einer passenden Pumpe suchten. Wir fanden keine. Wir hatten erfahren, das die nächste Fahrradwerkstatt im ca 18 km entfernten Penzlin zu finden ist. A. und ich fuhren hin, das Hängerrad hatten wir auf dem Gepäckträger. In Penzlin erfuhren wir, das es die Fahrradwerkstatt nicht mehr giebt. Auf der Suche nach einem Netto stiessen wir auf eine KFZ-Werkstatt, die unser Rad aufpumpte. Im Netto kauften nwir ein Glass mit Erpsen und Karotten (0,65 €). Auf dem Rueckweg zu H. war ich ziemlich platt und A. hängte mich weit ab. Wieder zusammen mit H. fuhren wir nicht mehr arg weit, unser Nachtlager schlugen wir ca  18 uhr in einer Ruine, die mit Feuerstelle und Tisch mit Bänken und Rasen ausgestattet worden ist auf. Heute sind wir blos ca 40 km vorangekommen, aber ein ganzes stuech weitergefahren. Zum Abendessen gab es Gemuese mit Nudeln, im selben Topf.
Es ist schon Dunkel, ich schreibe mit Kopflampe. Entfernt, aber trotzdem recht laut quacken Frösche, H. und A. sind schon im Zelt, ich sitze noch drausen auf einer Bank. Auch heute geht es uns (noch?) gut. 
 
Nachtrag vom 24. :
Die Ruine, in der wir uebernachteten befindet sich ca 2 kilometer vor Ankershagen. Das Wetter: viel Blau, viel Sonne, wenig Wolken, wenig Wind.
 
Di. 24. April 2007
Morgens ca 7 Uhr erwacht. Noch in der Ruine gefruehstueckt und ca viertel vor 9 Uhr  losgekommen. In Penzlin haben wir eine Tankstelle endeckt. Dort kauften wir einen Kanister (5€) und 3,xx l Benzin (5,28 €). Auf einem Rasenstueck neben der Tanke versuchten wir uns am Benzinkocher. Ein Hebel sass fest und musste mit einer Zange gelöste werden. Bei unserer ersten Versuchsreihe stand einmal sogar der ganze Benzinkocher in Flammen. H. und A. bekamen beim auspusten angeschmorte Augenbrauen. Wir beschlossen, erstmal den kocher auskuehlen zu lassen. Ich passte auf ihn auf während H. und A. einkaufen fuhren, mit Fahrrad. (3,36€). Nachdem sie wieder zurueck waren fanden wir in unserer zweiten Versuchsreihe heraus wie man mit dem Kocher umzugehen hat. Dann radelten wir weiter. Nach einem ganzen Stueckchen kamen wir ca 12 Uhr an einen See mit Sandstrand.Erst badeten wir und assen dann zu mittag Brot und Muesli. Währendessen versuchten wir uns noch ein wenig im Angeln. Wir kamen noch vor 2 Uhr weiter. Streckenmässig blieb  es ein ständiges auf und ab. Als wir aus dem Mueritzer Nationalpark herauskamen wurden die Seen und der Touristikkrempel immer weniger, die Wurden gigantisch gross und es gab wieder Windräder. In Woltershagen kauften wir nochmal ein.(Lebensmittel 5,86 €), eine Pumpe mit Fahrradventil  ( 2,50€) und Kelle und Pfannwender (4,38€) Wir fuhren noch einige Kilometer, schlugen aber schon kurz nach 4 Uhr unser Nachtlager auf. Am Benzinkocher bucken wir uns Pfannkuchen. Wir hatten wenig Benzin eingefuellt, der Kocher lief an die zwei Stunden und das Benzin ist trotzdem noch nicht alle. Nachdem wir gesättigt waren sassen wir noch am Lagerfeuer und spielten bis 11 Uhr DSA.
Ach ja, unser Lager, es ist ein Stueck von der Strasse weg, zwischen ihr und uns liegt Wald. Ich sitze gerade im Zelt, es ist Dunkel, ich habe die Kopflampe auf, H. und A. schlafen, vor mir und links von mir ist Wald rechts und hinter mir Wiese. Das Wetter heute, es gab Wind, nicht doll, aber man hat ihn schon ab und an gespuert.es gab viel Watte am Himmel, war aber trotzdem ziemlich warm. Heute war ein gemuetlicher tag, wir sind trotzdem recht gut vorangekommen.  Weit entfernt quacken leise Frösche, hin und wieder hört man ein Auto auf der Strasse Fahren, H. schnarcht ein wenig. Es geht uns gut!    
 
Mi. 25. April 2006
ca 8 Uhr aufgewacht, nochmal ein paar Pfannkuchen gebacken und die mit Brot gefruehstueckt. Ca Viertel vor 10 hatten wir fertig gepackt und fuhren los. In Loitz kauften wir ein (Lebensmittel 9,07 € und Kabelbinder 0,90 €).  Da wir keinen  Tschiboshop fanden beschlossen wir ueber Greifswald zu fahren. Mittagessen gab es auf halber Strecke zwischen Loitz und Greifswald auf einer Wiese an einem Kaff namens Treuen. Wir Assen Muesli. Heute wurde mit dem Hängerziehen abgewechselt. Bisher hatte H. immer gezogen, heute zog er zwar auch wieder den Bärenanteil, aber Aber A. zog auch ein ganzes Stueck und ich selbst ein kleines stueckchen. Auf der Autobahnueberfuehrung ein kleines Stueck vor Greifswald schauten wir den vorbeirauschenden Autos beim Rauschen zu. Die Lkw-Fahrer gruessten uns, sie winkten und manche Hupten sogar. In Greifswald kauften wir nochmal ein (1,48 €) bei der Gelegenheit fragten wir nach dem weg zum Tschiboshop. Danach machten wir uns auf denselbigen. Dabei wurden wir wegen einer Baustelle ueber die Unterfuehrung  beim Bahnhof geleitet. H. Fahrrad passte nicht mit dem Hänger dran in den Fahrstuhl. Da wir zu faul waren den Hänger abzukoppeln wurde es an den Treppen etwas Muehsam.Beim Tschiboshop kauften wir uns eine guthabenkarte (15 €) fuer unser Tschibofon. Dann fuhren wir weiter. H. peste richtig ab und wir kamen sehr gut voran. Unser Weg lief paralel zu einer Bundesstrasse, er war gepflastert, zwar fuer Pflaster ziemlich glatt, aber H. fuhr trotzdem lieber Bundesstrasse, wärend A. und ich  sich beim Pflaster durchruetteln liessen. Die Reaktionen der Autofahrer auf H. veranlassten  A. zu folgendem Witz:  "Fuer welches Konzert ist H. der Dirigent?"  Antwort:treznokpuH saD  
Wir fuhren schön zuegig und kamen ca 16,30 Uhr zur Fähre(5,10€) nach Ruegen. Nun sind wir an der Ostsee, das Meer, dass wir Umrunden wollen. Auf Ruegen sah es bei unserer Suche nacg einem Uebernachtungsplatz erst nicht so gut aus. Dicht besiedelt, viel Felfd, wenig Wald. Aber wir fanden ca 18 Uhr schliesslich doch noch einen Platz, H. und A. meinen sogar den bisherig besten Platz! Von einem Feldweg aus geht es ein kleines Stueckchen durch einen Weizenacker zu einem Wäldchen. Von ausen sieht man kaum herein, aber er ist sehr Licht, der Boden Gruen mit kleinen weissen Bluemchen, ein bischen was Tuempliges hats hier auch. Die Frösche Quacken. Die Bäume: irgendwas Kirschiges, aber fuer Kirsche eigendlich zu gross, dann noch Eichen und ein bischen Esche. In der Nähe von unserem Platz grenzt ein leuchtend gelbes Rapsfeld an das Wäldchen. Eigendlich wollten wir Griesskloeschensuppe machen, aber da wir vergessen hatten Eier zu Kaufen gab es Puding und Muesli zum Abendessen. Als Nachtisch vertilgten wir eine 250 gramm Tafel Schokolade, mit haselnuessen drin. Nach dem Essen kletterten wir auf eine Eiche, die am Waldrand stand und kackten aus ca 6 metern Höhe. Als meine Scheisse auf den Boden prallte musste A. ziemlich lachen, so das er sich erst wieder sammeln musste bevor er auch Kacken konnte.
Es ist schon dunkel, ich sitze noch  am Feuer, schreibe mit Kopflampe, H. und A. liegen schon im Zelt, morgen werden wir frueh aufstehen, damit wir es auf die 12 Uhr Fähre schaffen. Die Stimmung ist bestens, es geht uns gut! Ach ja, das Wetter: Weisse Wolken, trotsdem ständig pralle Sonne, seit Greifswald und auf Ruegen weht aus richtung Meer ein
starker Wind.
 
Nachtrag vom 26. :
Wir sind 93 km vorangekommen.
Gesamtkilometerstand: 310
 
Do. 26. April 2007
Morgens um 6 Uhr per Wecker erwacht und halb sieben auf den Rädern. ca 9 Uhr eingekauft, ( fuer H. eine neue Regenjacke, Batterien, Kleber, Lebensmittel 22,74€)
Ca 10,30 Uhr waren wir am Fährhafen. Am Ende von Spur 3 kauften wir die Fährkarten (51€) und fuhren dann weiter auf Terminal 1, dort warteten wir auf Spur 7 auf die Fähre. Unsere Räder standen ganz vorn. Wir breiteten die Isomatten aus und Fruehstueckten. Neben den spuren mit den darauf befindlichen Autoschlangen befand sich ein Laden, " Border Shop", darin wurden offenbar hauptsächlich alkoholische Getränke verkauft. Die meisten Leute, die mit der Fähre fuhren waren Schweden. Sie kauften massig Alkohol im Bordershop. Wir beobachteten zwei Männer die 4 einkaufswägen voll Bierdosen holten und weil das Auto noch nicht ganz voll war zogen sie nochmal los. Die Leute aus den Reisebussen namen Sackkarren um ihr zeugs wegzutransportieren. Die Ueberfahrt nach Trelleborg war recht ereignislos. Erst schauten wir Ruegen beim kleiner werden zu und dann ein paar ziemlich stumpfe Filme auf englisch mit schwedischen Untertiteln  an. In Trelleborg gingen wir als erstes zu einer Bank um Geld zu wechseln, wurden aber zu einer Wechselstube geschickt. In derselbigen tauschten wir dann 400 € zu 3600 sek um. Dann gingen wir in einen Supermarkt und kauften ein.(Lebensmittel 71,50 sek). Das Knäckebrot ist vielleicht erwähnenswert; es sind Tellergrosse runde Scheiben mit einem Loch in der Mitte. In einer Tanke kauften wir noch eine Landkarte von Schweden.( 39sek) Unseren Lagerplatz schlugen wir ca 6 kilometer hinter Trelleborg auf. Am Meer. Ein paar Häuser sind in Sichtweite. Schweden ist mit dem Jedermansrecht viel entspanter als Deutschland. Es gab Griesklösschensuppe zum Abendessen. Das ersterbende Feuer wärmt mir noch die Fuesse, Ich stehe im Dunkeln, schreibe mit Kopflampe, das Meer rauscht und glugst., ueber mir sind Mond und Sterne, H. und A. liegen im Zelt, ich bin auch schon muede. Ich sehe einen Leuchtturm blinken. Das Wetter heute: wie die letzten Tage, nur der Wind war einen Tick kuehler und abends wurde es deutlich frischer, zum ersten mal seit Beginn der Tour habe ich Schuhe an. Es geht uns gut.
 
Nachtrag vom 29. :
Ab der Fähre sind wir ca 10 km gefahren.
 
Fr. 27 April 2007
Wir haben uns Vormittags beim Fruehstuecken und packen  noch gut zeit gelassen. Es war nach 10 Uhr als wir wieder loskamen. Beim einkaufen spuerten wir die Schwedischen Preise. Unsere beschlossenen 15€ pro Tag sind hier noch schwerer einzuhalten als in Deutschland. Fuer Fahrräder ist es hier gut ausgebaut, an den grösseren Strassen gab es bis jetzt immer einen Radweg. In Ystad fuellten wir unsere Wasservoräte wieder auf. Ich hab glaub ich vergessen zu erzählen, dass wir unsere Wasservoräte bis jetzt immer an Friedhöfen aufgefuellt haben. Ein Stueck nach Ystad kam ein Militärgebiet zwieschen Strasse und Meer. Ein Stueck nach dem Militärgebiet schlugen wir unser Lager auf. Das Land ist ziemlich flach, aber hier ist zum Meer hin  eine Huegelkette, kurzes abgeweidetes Grass, darunter Sand. Ich kenne zwar nicht die genaue Definition von Duene, aber ich konte mir durchaus vorstellen das hier Monsterduenen zu nennen. Am Anfang sassen wir am Strand. Wir sammelten so ne Floh-Krebs artigen Viecher, die in Löchern im Sand leben und A. nahm sie als Köder. Er erwischte auch einen Fisch an der Flosse, er war uns aber zu klein und so schmissen wir ihn wieder rein. Ca 50 m von uns entfernt ist eine Huette und ein kleines Boot. Zwei Männer fuhren vorhin mit dem Boot ein Stueck raus aufs Meer und legten Netze aus. Vorhin waren hier einige Angler, die mit Wasserdichten Hosen im Meer standen und angelten. Die meisten von Ihnen kommen aus Dänemark. Zum Abendessen assen wir Pommes und Ketchup. Jetzt sind wir hier alleine. Es ist Nacht, Mond und Sterne leuchten. Unser Zelt haben wir oben auf dem Huegel/der Monsterduene aufgeschlagen. Ein kleines Stueck daneben befindet sich auch das ausgehende Feuer, dessen Rauch mir gerade in den Augen brennt. Weit rechts von uns sehe ich die Lichter von Ystadt leuchten. Heute haben wir ca 50 km geschafft. Es geht uns gut!
 
Heute ist der 4 Mai. Wir sind in Växjö, ich tippe nun schon 4 stunden Tagebuch ab, wie unsere Reise weitergegangen ist erfahrt ihr, wenn wir das nächstemal zugang zum Internet haben. Internetcafes sind hier seltener als gedacht. Es geht uns gut.

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