17.-24. Mai


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Von meiner Mutter in Süddeutschland abgetippt. Das Tagebuch kam dahin, als ich dort bei der Beerdigung meiner Grossmutter war

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Do. 17. Mai 2007
Nach dem Fruehstueck fuhren wir los. Während wir fuhren hörten wir noch wie Gunnar, Jessika, Chali + Jara ein Abschiedslied sangen.
Die Gegend wurde immer Huegeliger, fast schon Bergig. Auch hier liegen grosse Steine wie von Riesenhand verstreut in der Landschaft herum. Manche Huegel sind aus purem Fels. Wir fuhren fiel auf schmalen Schotterwegen. In Vimmerby hatten wir im Touristikbuero eine Karte von der Gegend kostenlos bekommen. Die ist genau genug, um auch die kleinen Wege zu fahren. Trotztem verpassten wir ein paar mal die richtige Ausfahrt und fuhren manch unnötigen Bogen. Mittag assen  wir ca. 13 Uhr in einem Wäldchen auf einem Huegel, wo der Felsengrund an vielen Stellen aus dem dichten Flechtenbewuchs herausragte. Wir assen Brot, das Jessika gebacken hatte. Heute kamen wir an einer Stelle lang,  wo ein paar 100 Meter alle paar Meter ein Ameisenhaufen stand. Wirklich beeindruckend viele.  Sie waren fuer deutsche Verhältnisse fast alle recht gross, aber ein paar ragten sogar Menschenhoch in die Höhe. Ein Stueckchen später machten wir nochmal Essensrast. Wir assen nochmal ein bischen Brot und gesalzene Erdnuesse. Irgendwann Nachmittags kamen wir endlich an einen kleine ICA. Er hatte geschlossen, obwohl er laut seine angeschriebenen Öffnungszeiten hätte aufhaben muessen.Etwas später radelten uns zwei Radler entgegen, ein Mann mit rötlichem Vollbart und eine Frau mit zwei Zöpfen. sie hatten auch Packtaschen auf den Rädern. Wir fragten sie auf englisch nach dem rechten Weg. Sie erklärten ihn uns und Unterhielten sich noch etwas mit uns, fragten nach dem Woher und Wohin , erzählten, dass sie zu einer Kirche fuehren, wo es ein Schwedisch-Marokanisches Konzert gäbe. Erzählten von ihrer Kanutour, die Sie vor kurzem gemacht hatten, bei der sie auf einer Insel Zelteten. Wir fuhren weiter, kamen irgendwann  nach Valdemarsvik, fanden einen grossen ICA, am Eingang stand ein Schield, das heute Christi-Himmelfahrt ist, und sie da um 18 uhr schliessen. Wir schauten auf die Uhr und stellten fest, dass wir etwa 20 minuten zu spät waren.  Unser Wasser war alle, deswegen suchten wir eine Kirche. Zur Kirche ging es steil einen Berg hoch. Bei der Kirche waren keine Gräber + deswegen auch kein Wasser. Wir fragten uns zum Friedhof durch. Er war versteckt, etwas ausserhalb. Das Leichenhaus war schön, wir Fotografierten es. Das Wasser schmeckte etwas bitter. Bei den kleinen Wegen hier ist nicht immer ganz klar, welcher eigendlich der richtige ist. Ein Stueck nach Valdemarsvik  zeigten wir einer Spaziergängerin unsere Karte und fragten sie, ob wir auf dem rechten Weg sind. Sie sprach eine Mischung aus englisch und schwedisch, erklärte ziemlich viel, fragte nach was zu schreiben, zeichnete eine Karte in dieses Tagebuch, erklärte nochmehr, wir verstanden fast garnichts, fragten nochmal ob wir auf dem rechten Weg sind, oder ob wir ein paar 100 meter hätten abiegen muessen. Sie bestätigte, das wir richtig sind. Wir bedankten uns, bedankten uns und fuhren weiter, Aber nicht weit, schlugen bald unser Lager auf. Auf einer Wiese an einem kleinen Weg, hinter uns Wald, hinterm Weg auch Wald + Felsen. Zum Abendessen gab es einen ziemlich bitteren + salzigen nicht besonderst gut schmeckenden Löwenzahn-Schafgarbe-Salat. Auserdem noch einen aus Muesli  gekochten Brei und noch von den gesalzenen Erdnuessen. Es ist noch Hell, trotzdem recht spät, ca. 10 Uhr, Richtig dunkel wird es garnicht, bleibt bei einem schimmer von Licht, wie sonst ein Paar Stunden vor Sonnenaufgang. Das Feuer qualmt noch vor sich hin. H. + A. sind schon im Zelt. Wir sind heute ca. 100 km gefahren. Wir sind etwas erschöpft, H. ist noch der fitteste von uns. Heute war es gegen Mittag mit Wolken so zugezogen, dass ich dachte, dass es noch regnen wuerde. Nachmittags wurden die Wolken aber wieder auseinander getrieben. Wir hatten T-Shirts + Lange Hosen an, waren ständig am schwitzen, wenn wir Pause machten mussten wir aber wieder ein Hemd ueberziehen. Es geht uns gut.



 

 

Samstag 19. Mai 2007

 

Gestern,am 18.Mai, bin ich etwa um 9 Uhr erwacht. H. und A. waren schon wach. Die Sonne knallte herunter, es war mächtig warm. Deswegen beließen wir es bei kurzen Hosen und ließen den Oberkörper frei. Zum Frühstück bekam jeder zwei Scheiben Brot, dann war es alle. Etwa um 11 Uhr kamen wir los. Zweimal fuhren wir anders als geplant, auf nicht eingetragenen Wegen, was aber eher Abkürzungen waren. Bei einem dieser schmalen Schotterwege auf einem Hof machte sich ein älterer Mann sorgen um As Rücken, dass er einen Sonnenbrand bekommt. Wir hatten ihn nach dem weg gefragt und er hatte es uns sogar aufgezeichnet. Der weg ging erst unter der Eisenbahn durch. Dann ging es ziemlich steil einen Berg hoch. Oben waren in Bäumen und Sträuchern zwei Eichhörnchen. Wir fotografierten sie.

Mittags kamen wir zu einem Zipfel Ostsee, der wie ein Fluss ins Land ragt. Vorher hatten wir noch bei einer sehr schönen Kirche Wasser geholt. Die Kirche hatte zwar einen Turm, doch sie hatte trotzdem noch einen separaten mit Schindeln bedeckten Glockenturm. Solche extra Türme hatten wir in Schweden schon öfter gesehen, doch bisher hatte die Kirche dafür keinen eigenen Turm gehabt. Von dem Friedhof aus sah man die Reste einer Burgruine und einen Turm. Es war noch ein Stückchen bis dorthin. Dort bei der Ruine waren ein Restaurante und die Fähre. Wir hatten Hunger und wussten nicht, wie bald wir zu einem Laden kommen würden. Deswegen gingen wir ins Restaurante (ca. 13.20 Uhr). A. und ich bestellten Hamburger mit Pommes. H. bestellte Rost-Beef mit Kartoffelsalat. Beide Varianten kosteten 69 Kronen. (zusammen 207 Kronen) Unsere Portionen waren so, dass zumindest der erste Hunger gestillt wurde, aber H.s Rost-Beef war eher was für den hohlen Zahn. Wir gaben ihm von unserem ab, aßen danach noch unsere gesalzenen Erdnüsse auf und setzten dann mit der Fähre über. Die Fähre war kostenlos. In Husby kauften wir endlich ein. Zum ersten malweit unserer Abreise von Jessika, Gunnar und Töchter. Am Vortag war Feiertag und dies war nun der erste Laden, an dem wir am 18. März kamen. Wir kauften Lebensmittel:

Cottage Cheese

Crunchy

Eng Konfekt

Havregryn

Husman knäckebröd

Lingonsylt

Mellanmjölk

Plastkasse

Pommes Frites

Remoulad Sas

Tofu glassipnnar

Tomatenketchup

Vingummi 

Für insgesamt 186 Kronen.

Vor dem ICA-Shop war ein Mann, der hatte einen kleinen Grill und verkaufte sein gegrilltes Fleisch.. Wir fragten ihn nach dem Weg zum Friedhof. Er konnte kein Englisch und konnte uns deswegen nicht recht weiterhelfen. Er Gab uns zum probieren so kleine auf  Zahnstocher aufgepickte Fleischstückchen. Die schmeckten ganz gut. Wir mußten noch zweimal fragen und kamen dann zum Friedhof. Dort füllten wir auch den Kanister auf, was wir nur tun, wenn wir bald unser Nachtlager aufschlagen wollen. Etwa 5 km nach Husby kamen wir an den nächsten Auswuchs der Ostsee und wurden wieder kostenlos, diesmal mit einer etwas größeren Fähre übergesetzt. Auf der anderen Seite ging die Straße im Bogen bergauf. Dort hatten wir mal wieder eine Panne. A. hatte in der Packtasche 5 l und noch die die vollgepackte Kühlbox hinten drauf geschnallt. Da war einiges an Gewicht drin. Das Rad war völlig überladen. Irgendwas brach bei A.s Gepäckträger. H. und ich fuhren vor, um einen Platz zu suchen. Einen Kiesweg lang erst ziemlich viel bergab, durch einen Ort am wasser, dann ging es noch im Ort ziemlich viel bergauf, an einer Kirche vorbei, und dann einen kleinen Weg an einem Haus vorbei in den Wald hinein. Dort fanden wir ein Stückchen rein aufwärts einen geeigneten Platz. H. warf sein Gepäck ab und fuhr zu A. zurück. Dort nahm er A.s  zeug auf sein rad und fuhr mit ihm zum Platz. Ich baute während dessen Sa Zelt auf. Zum Abendessen gab es Pommes mit Ketchup und Remoulade. Majonaise wäre etwas teurer  gewesen, deswegen Remoulade. Ein Spaziergänger mit Hund kam vorbei. Er konnte Englisch und fand das unser Lager “nice” aussehe und erzählte noch, dass für den nächsten Tag Regen angekündigt ist. Wir sangen eine Weile Lieder. Als ich Tagebuch schreiben wollte stellte ich fest, dass es mein Kuli nicht mehr tut. Ich spielte stattdessen ein bisschen auf meiner Mundharmonika. Gestern ging es uns gut.

(Nachtrag vom 20. Mai 2007: wir sind ca 64 km gefahren. Die Landschaft wurde wieder flacher.)

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Heute am Samstag, 19. Mai haben wir Müsli gefrühstückt. A. flickte seinen Gepäckträger provisorisch. Es war grau bewölkt, wir packten unsere Sachen regensicher. Etwa um 12. Uhr starteten wir. Unser wasser war alle, deswegen fuhren wir erst mal zum Friedhof. Ein paar Männer waren jungen gefällten Birken zugange. H. hat eine grün getönte Wasserflasche. Er füllte sie als erster und probierte einen Schluck. Als A. eine durchsichtige Flasche füllte sahen wir, was das für wasser war: eine ekelhafte, braune Brühe mit ein paar Teilchen, die darin rum schwammen. Ein paar Leute kamen gleich angestürmt, um uns zu erklärten, dass das kein Trinkwasser ist. Zwei ältere Frauen gingen mit uns zu einem Haus, wo wir unsere Flaschen auffüllen konnten. Nur eine von beiden konnte Englisch. Die Englisch konnte wohnte 80 lm weiter.  Die nicht Englischsprachige wohnte in dem Haus. Sie bot uns an zu duschen, was wir nicht annahmen und gab uns zum Schluss noch jedem einen Apfel. Die Englisch sprechende macht noch ein Foto von uns, was sie uns schicken will.

Als wir weiter fuhren nieselte es. Wir zogen unsere T-Shirts aus, damit diese nicht nass werden. Nur mit kurzer Hose radelten wir bis kurz vor Nyrkoping. Es hatte aufhört zu nieseln und wir zogen die Shirts wieder an. In der Stadt fuhren wir zum Stadthaus, darin war die Touristinformation, Die war zwar geschlossen, aber Landkarten lagen so aus, dass wir trotzdem ran kamen. Wir stellten fest, dass wir schon viel näher an Stockholm sind, als wir gedacht hatten. Eine ältere Frau sprach  uns auf englisch an und fragte uns, ob sie uns helfen könne. Ich fragte, ob sie weiß, wo der Kristnosgärd zu finden ist. Sie wußte es nicht, sprach aber gleich noch die Leute in der Nähe an, ob die das wüßten. Eine Frau bekam per Handy ein paar Telefonnummern vom Krischnashof heraus und versuchte dort anzurufen, erreichte aber niemand. Sie telefonierte mit ihrer 20 jährigen Tochter, die druckte am Computer eine Karte aus. Die Frau, Lena erklärte uns den Weg zu ihrem Haus und da holten wir dann bei der Tochter die ausgedruckte Karte ab.

Danach kauften wir ein. (Lebensmittel für 76,50 Kronen).

Als wir aus dem ICA wieder raus kamen trafen wir Lena wieder. Wir fuhren noch mal zu ihr um unser Wasser aufzufüllen. Sie erkundigte sich, wie das mit der Schule bei uns ist und lies sich das mit der Clonlaraschool erklären. Sie ist Lehrerin.

Ein Stück nach  Nykopins einen kleinen Weg von der Straße ab durch den Wald haben wir unser Lager aufgeschlagen. In der Nähe ist ein Gewässer, welches Teil der Ostsee ist. Zum Abendessen gab es Reis mit Mais untergerührt, dazu Ketchup. Auf ein paar Fichten hier sind wir geklettert und haben von oben mit Zapfen geschmissen. So Harribo-ähnliche Süßigkeiten haben wir an Stöcken überm Feuer gegrillt. Die wurden ziemlich weich. Aus Zapfen haben wir einen Haufen über der Glut errichtet, der ziemlich  doll rauchte. In den Rauch hielten wir Käsescheiben, so bekamen wir Räucherkäse.

So, nun bin ich schon eine ganze weile ziemlich müde, das Schriftbild wird zur Katastrophe. Egal wie ich mich setzte, der Rauch des fast erstorbenen Feuers folgt mir. Mir reichts, ich geh ins Bett! Es geht uns gut.

(Nachtrag vom 20. Mai: wir sind ca 46 km gefahren.) 

Sonntag 20. Mai 2007

Wir sind ziemlich spät erwacht. Wir kochten uns zum Frühstück einen
Brei aus
Reis und Milch. Der Reis war sehr bissfest. Um ca 13 Uhr kamen wir los.
Wir
waren schon eine ganze Zeit lang geradelt. Das Trinkwasser ging zur
Neige.
Wir klopften an ein paar Häuser um nach Wasser zu fragen. Es schien
niemand
zu Hause zu sein. So radelten wir weiter. Wir kamen an ein Haus das von
viel
Grünfläche umgeben war. Es gab auch eine Rutsche und Sand zum Spielen.
Wir
betraten das Gelände. Am Tor war ein Riegel, der etwas kompliziert zu
öffnen
war. Eine Frau und ein etwa 12 Jahre alter Junge waren bei der Rutsche.
Der
Junge kam auf uns zu. Seine Zähne waren recht groß. Bei Aussehen und
Benehmen merkten wir, dass er das ist, wofür wir die Schublade
“Behinderter”
haben. Er zog uns die Flasche aus der Hand und versuchte den Deckel
abzumachen und spielte mit der Flasche.
Wir fragten die Frau auf  englisch nach Wasser. Sie versuchte dem
Jungen die
Flasche wegzunehmen. Der hielt sie fest und so lies sie ihm die Flasche
erst
mal und brachte uns zum Haus. Auf dem Hof waren mehrere behinderte
Kinder
und jedes Kind hatte einen extra Betreuer. Im Haus konnten wir Wasser
holen.
Die Betreuerin von dem Jungen brachte mir auch noch meine Flasche
wieder.
Als wir das Haus verließen kam uns noch ein Junge entgegen und rülpste
H.
und A. ins Gesicht. Wir radelten weiter. Wir sahen einen Adler. In
.......
Kauften wir für 123 Kronen ein.

Wir radelten weiter und kamen zu einer Fähre die uns kostenlos über ein

Ostseegewässer setzte. Auf der anderen Seite aßen wir Knäckebrot mit
Aufstrichen. Dann fuhren wir weiter und fragten ein paar mal und fanden
dann
zum Korsnarsgard. Das war nicht nur ein Haus, sondern mehrere Gebäude.
Wir
fuhren zu dem Häuschen wo Rezeption stand. Wir klingelten, aber es
machte
keiner auf.
Bei einem kleinen Haus dicht dran stand eine Tür auf. Da kam eine Frau
mit
einem Punkt auf der Stirn und langem Kleid raus. Wir unterhielten uns
erst
auf englisch. Dann kam ihre erwachsene Tochter, die uns wohl schon
vorher
unterhalten gehört hatte und mitgekriegte, dass wir aus Deutschland
kommen.
Sie sagte das ihrer Mutter auf Deutsch. Die Mutter kam auch aus
Deutschland
und lebt  nun schon seit längerem hier. Sie brachte uns ins
Hauptgebäude und
gab uns zu Essen: Kuchen und Reis und ein Getränk, irgendwas
holundermüßiges
und warme, süße Milch. Neben dem Gebäude und dem Gelände haben wir
unser
Zelt aufgebaut. Morgen werden wir bei den Krischnas frühstücken. In der
Nähe
fährt regelmäßig ein donnernder Zug vorbei. Es geht uns gut.

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Montag 21 Mai 2007

7.59 Uhr erwacht. Zum See runter gegangen und uns gewaschen.. Um 8.40
Uhr
gingen wir ins Hauptgebäude zum Frühstück. Der Mann von der deutschen
Frau,
ein Inder in weißer Kleidung, den wir beim essen gestern schon gesehen
hatten gab uns das Frühstück. Für jeden gab es einen  Plastikteller,
darauf 
zwei Scheiben Brot, ein Tomatensalat, Kartoffelpuffer, zwei
verschiedene,
vielleicht gebackene süße Stückchen und einen Apfel. Dazu Suppe im
Plastikbecher und noch einen ziemlich süßen Tee. Der Mann stand und saß

ständig neben uns, unterhielt sich mit uns und füllte uns wieder auf
die
Teller auf. Ich fragte ihn wegen seiner weißen Kleidung und dass ich
dachte
dass die Krischnas orange Kleidung hätten. Er erzählte, dass orange
Kleidung
heißt, dass deren Träger sich für das religiöse Leben entschieden haben
um
auf diesem Gebiet weiter zu kommen. Sie dürften dann aber auch nichts
anderes machen. Sie werden von der Kirchen versorgt. Die weiße Kleidung
ist
für die, die ein normales Leben mit Frau, Kindern und Arbeit führen. Er

erzählte noch viel, führte uns nach dem Essen noch zum Tempelraum wo
verschiedene Figuren und Fotos waren. Er erzählte uns dazu noch viel
und
sagte uns auch, dass es in Helsinki noch einen Tempel gibt und dass wir

jederzeit hingehen können, egal wo, in welchem Land.
Er zeigte uns noch die Duschen, die benutzten wir, füllten unsere
Wasservorräte und fuhren dann zur nächsten Stadt. Dort fragten wir nach
der
Bibliothek, trafen einen jungen Mann mit Buch unterm Arm,  fragten ihn
und
er führte uns hin. In der Bibliothek fragten wir, ob wir ins Internet
könnten. Dafür hätten wir einen Büchereiausweis gebraucht. Deswegen
wurden
wir zwei Häuser weiter geschickt, ich vermute eine Art Bürgerzentrum.
Dort
konnten wir kostenlos ins Internet. Danach kauften wir für 101,50
Kronen
ein.
Als wir wieder bei den Rädern waren fragten wir eine Frau nach einer
Fahrradwerkstatt. Die fragte eine andere, die gerade bei ihrem Fahrrad
stand. Die wusste eine Fahrradwerkstatt konnte uns aber den Weg nicht
recht
beschreiben, was schon auf deutsch nicht ganz einfach gewesen wäre, und
fuhr
deswegen mit uns hin, ca. 1,5 km. Tack se mücked!
Wir kauften Ersatzteile für A.´s Gepäckträger den A. mit Stöckchen und
Kabelbindern provisorisch geflickt hatte und für H. einen Ständer (150
Kronen).Wir fuhren nicht mehr weit, fuhren am frühen Nachmittag einen
Weg
von der Straße ab, ein ganzes Stückchen auf einem Weg zu eine Wiese, wo
Fels
raus schaute. Wir bauten das Zelt mitten auf den Weg. Es kamen immer
Spaziergänger mit Hunden und Jogger vorbei. Wir kochten uns
Fischstäbchen
mit Kartoffelbrei zum umrühren. Zwei junge Frauen mit kleinen Hunden
kamen
immer wieder vorbei, setzten sich auf einen Fels in der Nähe. Die eine
war
ständig am telefonieren. Später kamen sie mit zwei Freunden wieder. Die

Frauen konnten Englisch und ein bisschen Deutsch, warnten uns vor
Schlangen
und großen Viehchern mit Geweih. Abends  spielten wir drei im Zelt noch
DAS.
Wettermäßig war es viel bewölkt und nieselte immer mal wieder.
Nachtrag vom 23. Mai: Wir haben 10 km geschafft und es ging uns gut.


Dienstag 22. Mai 2007

Wir sind um 7 Uhr per Wecker erwacht. Wir Frühstücken Müsli, packten
zusammen und fuhren los. In der Nacht hatte es viel geregnet. Wir
fuhren
nach Stockholm. Als wir nach einem Weg zum Zentrum fragten trafen wir
eine
Frau, die einen Kinderwagen mit Zwillingen vor sich her schob und
deutsch
konnte. Sie verwendete für Straßenbahn erst ein schwedisches Wort,
woraus
ich schließe, dass sie schon länger in Schweden lebt.
Im Zentrum suchten und fanden wir das Touristikbüro. Ziemlich groß und
wenn
man von Menschen informiert werden wollte musste man auf einen Knopf
drücken, dann spuckte der Aparat einen Zettel mit einer Nummer aus.
......


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Von H. Schwester abgetippt, das Tagebuch kam per Post zu ihr

Fortsetzung vom Di 22.Mai 2007 geschrieben am 23.

Die Nummer erschien dann irgend wann bei einem der Infoschalter. Eine gute Landkarte bekamen wir hier nicht, der Typ am Infoschalter bot uns zwar ein paar an, doch die hätten alle was gekostet. In einem heft, dass zum so mitnehmen war gab es auf der letzten Seite eine Karte von Stockholm und Umgebung. Die nahmen wir. Ich kaufte eine 30 Kr. Postkarte. Kurz vor dem ende von Stockholm, kann auch schon eine rangeklatschte Vorstadt gewesen sein, kauften wir ein (81 Kr.). kurz nach ende der Stadt aßen wir Knäcke. Das Nachtlager schlugen wir ca. 15 km nach Stockholm auf. Von einer kleinen Straße ab, reit weg rein in den Wald. zum Abendessen gab es Ravioli in Tomatensoße alles aus der Dose. Wir spielten im Zelt noch DSA. Danach schrieb ich den ersten teil des 22. das erste Tagebüchlein wurde voll und ich hatte keine Lust raus zu gehen. Deshalb Belies ich es beim ersten Teil, beschrieb die Postkarte und schlief danach ein. Das Wetter war grau, es gab einen ganz feinen sprühregen als wir in Stockholm City waren und auch noch eine weile danach. Wir sind insgesamt ca. 65 km gefahren.

 

Mi 23. Mai 2007

Um acht per Handywecker erwacht. Grillten Toastbrot und aßen Knäcke. Packten danach alles zusammen und fuhren los. Einer Posttante gab ich meine Postkarte mit (10 Kr.). in Uppsala gingen wir ins Touristencenter. Das war von der Größe her ganz angenehm. Einer der Leute dort konnte Deutsch. Er hatte für uns auch so eine Komunenkarte. In der Bibliothek konnten wir jeder noch 15 min. ins Internet. Danach Kauften wir ein(173,50). Wir stellten einen Rauchgeruch fest. Bei der Feuerstelle hatte sich die Hitze über Nacht immer weiter in den Waldboden vorgefressen was am Rand zu Rauch Bildung führte und die Feuerstelle ziemlich vergrößerte. Wir löschten vor der abreise gründlich ab.  Ein stück nach Uppsala überlegten wir, was wir tun sollten. Es war halb fünf, H. wollte schon nach einem Platz suchen. A. und ich überredeten ihn dazu, erst etwas zu essen, und dann noch ein stück zu fahren. An einem Fluss war Rasen und Tische und Bänke. Wir aßen Müsli. Nach dem essen schlief H. eine weile. Als es danach weiter ging Raste H. ziemlich ab. A. und ich blieben erst ein Stück zurück. Doch nachdem wir kurz halt gemacht hatten um unsere Pullover auszuziehen fuhren H. und A. schon los, während ich noch damit beschäftigt war meinen Pulli fest zu machen. Als ich auch loskam waren die anderen beiden schon 50 m weiter. 50 m aufzuholen, wenn H. in zügiger Fahrt ist, ist gar nicht so einfach. Ich versuchte es, holte ein bisschen auf, verausgabte mich dabei aber ziemlich. Als ich wieder zu Kräften kam war ich schon 100m entfernt . ich wiederholte das Spielchen noch mal, war dann 150m entfernt. Ich hatte gerade beschlossen, dass meine Methode ziemlicher Quatsch ist, und ich wohl besser versuchen sollte langsamer über längere Strecke aufzuholen, als mir eine Fliege ins Auge flog. Als ich wieder richtig gucken konnte fuhren H. und A. Weit entfernt als kleine Punkte um eine Kurve und verschwanden. Da hatte ich dann keinen Bock mehr und fuhr schön gemächlich und erholsam. Ein ganzes Stück weiter saßen H. und A. am Straßenrand und warteten auf mich. Als wir weiterfuhren konnte ich erst ganz gut Schritthalten. Doch als ich mir die Nase putzte war ich schwuppdiwupp wieder 20 – 30m hintenan.

Dieses mal versuchte ich es gar nicht erst mit spurten, versuchte nur die Geschwindigkeit zu halten, ärgerte mich über mich selbst, das ich da schon wieder so weit abgehängt war, und ein bisschen über A. und H., das die nicht ein bisschen langsamer fahren bis ich sie eingeholt habe. Irgendwie wurde der abstand zwischen uns immer größer und je größer er wurde, desto weniger Lust hatte ich mich anzustrengen und desto langsamer wurde ich auch. Irgendwann waren H. und A. wieder verschwunden und ich zuckelte gemächlich die Straße lang. Ein ziemliches stück später, durch Wald, an Kieswerken und Häusern vorbei, stand ich an einer T-Kreuzung und wusste nicht weiter. Ich stellte mein Fahrrad ab und setzte mich hin, irgendwann würden H. und A. aus einer der beiden Richtungen kommen um zu schauen wo ich wohl bleibe. Ich saß und wartete. Es kam mir ziemlich lange vor. Ich überlegte, ob H. und A. vielleicht einen der Kieswege weiter vorne schon abgebogen waren und deswegen noch nicht bei mir vorbei gekommen waren. Ich beobachtete ein paar Ameisen, schaute auf und sah ein stück entfernt, hinter einer Hecke, ein paar Gesichter verschwinden. Die Hecke ging die Straße lang, von der ich vermutete, das es am ehesten  die richtige wäre. „ denken H. und A. ich hätte sie nicht gesehen“ fragte ich mich, schwang mich auf mein Rad und fuhr hin. Hinter der Hecke war ein Garten, deswegen können H. und A. hier nicht gewesen sein merkte ich. Doch H. kam mir auf der Straße entgegen und so konnten wir endlich weiter. Ein stück später fuhren wir in ein Wald rein und bauten unser Lager auf. Zum Abendessen gab es Tortellini mit Tomatensoße. Heute schien die sonne, ein paar Wolken gab es auch und Viel gegenwind. Wir sind insgesamt ca. 85 km vorangekommen. Ich bin satt und saumüde, H. und A. schlafen, es geht uns gut.

 

Do. 24. Mai 2007

Um acht per Handywecker erwacht. Tortellini vom Vorabend noch mal warm gemacht und gefrühstückt. Um ca. 10 Uhr gestartet. Irgendwann brach bei A. irgendwas an seinem gepäckträger H. und A. frickelten das aber zumindest Provisorisch wieder zurecht. Etwas später könnte ich kann noch mit H. und A. Schritthalten. Mein Fahrrad war total schwergängig geworden. Das wurde dann aber wieder besser. Kurz vor Gävle fing es an zu nieseln. In Särle kauften wir ein: 124 Kr.  Bei der Touristeninformation gab es leider keine gescheite Karte. In dem Gelände war noch ein Uhrengeschäft da kauften wir einen Wecker 69 Kr.

Dann suchten wir eine Fahrradwerkstatt. Wir fragten mehrere, jeder schickte uns in eine andere Richtung irgendwann gaben wir auf und suchten dann nach einem Elektro-Shop. Wir waren wieder in der Innenstadt. Ein älterer Mann bot sich an einen von uns hinzuführen. H. und ich blieben bei den Rädern, A. ging mit. H. fragte ein paar Passanten nach dem weg. Nachdem er den Rausgefunden hatte ging er A. hinterher. Ich blieb bei den Rädern. Es Nieselte. Ein etwas verrückt aussehender Typ in Militärhose sammelte Zigarettenstummel auf, die noch nicht ganz aufgeraucht waren. Er war Norweger, konnte Deutsch, hatte in Deutschland einige Verwandte und unterhielt sich mit mir. Nach einer weile kamen H. und A. zurück. Sie hatten Kabelbinder bekommen: 50 Kr. Dann fuhren wir aus Särle raus. Ich zog mein Bundeswehr Regenzeug an, A. hatte schon seine Hose an und zog sich auch noch seine Regenhose an. Sein Regenzeug ist blau mit der Aufschrift DDR , H. beließ es bei Pulli und kurzer Hose. Nicht weit hinter Gävle fragten wir noch mal nach wasser und schlagen dann bald unser Lager auf. Zum Abendessen gab es Salzkartoffeln mit Spinat und Spiegelei. Das Lager ist wieder ziemlich im Wald drin an einem Feldweg. Kurz bevor wir ankamen hörte es mit regnen auf, so das wir Zelt aufbauen und essen konnten. Es geht uns gut!

 

Nachtrag vom 25. H. und A. schälten Rinde von Birken ab und Experimentierten damit ein Bisschen rum. Wir sind 105 km gefahren. Vormittags, beim Mittagessen und danach knallte die sonne  vom Himmel. Dann zog es sich zu und fing an zu regnen.