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LiCl & Lithiumcitrat als Mittel gegen Varroa

veröffentlicht um 14.01.2018, 23:57 von Dirk-Henner Lankenau   [ aktualisiert 20.05.2018, 06:16 von Klaus Gebhart ]
Dr. Rosenkranz und Mitarbeiter an der Universität Hohenheim entdeckten durch Zufall das Salz LiCl als ein möglicherweise wirksames Mittel gegen die Varroa Milbe
Lithiumcitrat erwies sich bisher als am wirksamsten. In Zuckersirup gelöst, bei einer Konzentration von 4mM bis 25mM und bis zu 7 Tagen verabreicht, wurden 100% der Milben getötet.
Nun muß die effektivste Anwendungsmethode entwickelt und der Wirkstoff zugelassen werden. 

Zusammenfassung auf Deutsch siehe dieser LINK:
Hoffnung für Imker: Erstmals gelang es Forschern der Universität Hohenheim in Stuttgart ein potentielles Medikament zu entwickeln, das befallene Bienenstöcke mit geringem Arbeitsaufwand über die Fütterung von der gefürchteten Varroa-Milbe befreien kann. Die Varroa-Milbe zählt weltweit zu den gefährlichsten Feinden der Bienen: innerhalb von ein bis drei Jahren kann sie ein Bienenvolk komplett ausrotten. Bislang mussten Imker befallene Bienenstöcke mit aggressiven organischen Säuren oder chemisch hergestellten Milbenbekämpfungsmitteln behandeln, die Resistenzprobleme und Rückstände verursachen. Bei der vielversprechenden Substanz handelt es sich um leicht verfügbares Lithiumchlorid. Nach über 25 Jahren Forschung steht damit erstmals ein neuer Wirkstoff im weltweiten Kampf gegen die Varroa-Milbe zur Verfügung, der völlig anders wirkt als bisherige Mittel. Derzeit laufen bereits Gespräche mit Unternehmen mit dem Ziel einer Produktentwicklung und Zulassung. Ihre ersten Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der heutigen Online-Ausgabe der Zeitschrift „Scientific Report“, www.nature.com/articles/s41598-017-19137-5.

Original Artikel auf Englisch als PDF click hier!

Video: Alles erklärt zu LiCl click hier !

Strukturformel von LithiumcitratLithiumcitrat : Li3C6H5O7

Zur medizinischen Anwendung, Toxizität und dem Wirkmechanismus von Lithium beim Menschen siehe hier (click)

Gerhard Liebig schreibt hierzu auf "immelieb.de": click