Anmeldung von Bienenvölkern

Meldepflicht 
Alle Neuimker und Altimker müssen ihre Bienenvölker anmelden und eine Registriernummer besitzen (§ 1a Bienenseuchenverordnung).
Diese Pflicht hat für alle Bienenhalter Gültigkeit, unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit.

  • Meldepflicht beim Landratsamt - Veterinäramt [i.e. Landkreis, kreisfreie Stadt]
  • Benachrichtigung des zuständigen Bienensachverständigen (BSV) wird empfohlen
Es gilt folgendes zu beachten:
  1. Zur Neuaufstellung eines Bienenvolkes ab 3 km entfernt von seinem alten Standplatz muß eine Gesundheitsbescheinigung der Bienenvölker durch einen BSV oder einen (Amts-)Tierarzt vorliegen (zur Gültigkeit der Gesundheitsbescheinigung s.u., §5)
    Beim Wandern zu einer neuen Trachtquelle wird das Volk einem Wanderwart gemeldet. Ein Gesundheitszeugnis muß an den Beuten angebracht sein.
  2. Meldepflicht: Nach der Bienenseuchenverordnung muß jeder Bienenstandort beim Veterinäramt gemeldet werden. Das Amt erteilt eine Registriernummer. [Zuständig für den Hauptstand/Überwinterungsstand ist das jeweilige Veterinäramt]. Hier ein Beispiel aus dem Kreis Germersheim zur Registriernummervergabe (aus dem System InVeKoS).
  3. Bei Umzug (Wanderung) in einen neuen Dienstbereich gilt dort erneut die Meldepflicht.
 
Anbei die relevanten Auszüge aus der amtlichen Bienenseuchenverordnung (BienSeuchV):
  • § 1a
    Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen. Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registernummer und legt hierüber ein Register an. Die Registernummer ist zwölfstellig und wird aus der für die Gemeinde der Bienenhaltung vorgesehenen amtlichen Schlüsselnummer des vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Gemeindeschlüsselverzeichnisses sowie einer vierstelligen Betriebsnummer gebildet.

  • § 5  (regelt das Wandern oder das Verbringen von Bienenvölker an einen anderen Ort)
    (1) Der Besitzer oder die mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Bienenvölker betrauten Personen haben für Bienenvölker, die an einen anderen Ort verbracht werden, unverzüglich nach dem Eintreffen der für den neuen Standort zuständigen Behörde oder einer von ihr beauftragten Stelle eine Bescheinigung des für den Herkunftsort zuständigen beamteten Tierarztes vorzulegen. Aus der Bescheinigung muss hervorgehen, dass die Bienen als frei von Amerikanischer Faulbrut befunden worden sind und der Herkunftsort der Bienen nicht in einem Faulbrut-Sperrbezirk liegt. Die Bescheinigung darf nicht vor dem 1. September des vorhergehenden Kalenderjahres ausgestellt und nicht älter als neun Monate sein.

    (2) Die Bescheinigung nach Absatz 1 wird von der für den neuen Standort zuständigen Behörde oder der von ihr beauftragten Stelle einbehalten. Für Bienenvölker, die nur vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden, trägt sie in der Bescheinigung den Ort, den Beginn und das Ende der Wanderung sowie am Ort der Wanderung oder auf dem  Bienenstand festgestellte Bienenseuchen ein. Die Bescheinigung wird dem Besitzer oder den mit der Beaufsichtigung, Wartung oder Pflege der Bienenvölker betrauten Personen wieder ausgehändigt, wenn die Bienenvölker aus dem Bezirk der zuständigen Behörde verbracht werden.
    ...

  • komplette Bienenseuchenverordnung zum Download als PDF: BienSeuchV

  • Bsp: Fotostrecke incl. der erforderlichen amtlichen Dokumente zur Aufwanderung in die Kastanie (Rheinland-Pfalz)

Im Falle einer Wanderung in eine Tracht ist neben der Bienenseuchenverordnung zusätzlich die jeweilige Wanderordnung zu beachten. 
Hier die Wanderempfehlungen der Imker-Landesverbände Baden und Württemberg: wanderordnung.pdf 
Zusätzlich muss am Zielort mit einem Wanderwart Kontakt aufgenommen werden. Bsp. für Baden Württemberg (hier findet man alle Adressen der Wanderwarte).


Kontakte:

 

  • Heidelberg:
    z.Hd. Iris Hofmann
    Stadtverwaltung Heidelberg, Bürgeramt-Veterinärabteilung-
    Bergheimer Straße 69
    69115 Heidelberg
    e-mail: Iris.Hofmann(at)Heidelberg.de
    Tel.: 06221 / 58-17050
    Fax: 06221/58-48320

 
  • Ladenburg wird betreut durch das Veterinäramt in Wiesloch

    Dienstgebäude:
    69168 Wiesloch, Adelsförsterpfad 7  
    Telefon  06222/3073-4141

    Bienenseuchen, Bienenkrankheiten
    Organisation/Fortbildung der
    Bienensachverständigen (BSV) nach
    Regionalbezirken 
    Ansprechpartner für Bienenhalter:
Frau Ina Möckl, Tel.: 06222/3073-4139

Liste Bienensachverständige (BSV)

Die Liste aller BSV dürfen wir nicht mehr öffentlich anbieten, auch nicht geschützt durch ein Passwort.
Wer den für sich zuständigen BSV ausfindig machen muss (z.B. wegen Untersuchung seiner Völker wegen Wanderung), 
kann das entweder über das Veterinäramt (s.o.), oder über den Vereinsvorsitzenden in Erfahrung bringen.
 
 

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