Curriculum (Deutsch)

Name: Stefania Spina
Geboren 6. Mai 1972
Anschrift v. Ippolito d’Aste 3/12 scala sinistra
16121 Genova GE
ITALIEN
Kontakt E-Mail stefania.spina@archiworld.it
Tel. Festnetz 0039-010564226
Mobil Tel. 0039-3398089026
Werdegang
         1997 regulärer Abschluss des Studiums der Architektur Universitätsdiplom (“Laurea”) , Universität Genua, 
Fakultät für Architektur
2003 Abschluss eines Aufbaustudiums "Landschaftsarchitektur"  an der Universität Genua Berufsbezeichnung "Landschaftsarchitekt"

Einige Anmerkungen zu meiner Arbeit und dem Arbeitsstil

Der Landschaftsarchitekt schafft die Landschaft, die uns umgibt. Die Arbeit beginnt immer mit einer Referenz-Landschaft, die gar nicht immer existiert oder zu sehen ist; mancher bezeichnet sie poetisch als "Genius loci".  Der Landschaftsarchitekt entwirft und verwaltet die Freiflächen, sowohl natürliche als auch künstliche. Meine Arbeit besteht, kurz gesagt darin, innovative Landschaften aufzubauen die den Menschen ästhetisch ansprechen, wobei zugleich sichergestellt ist, dass die Umweltveränderungen maßvoll sind, sinnvoll und von Dauer.  Die Arbeit erstreckt sich auf verschiedene Tätigkeiten, sowohl städtebauliche als landschaftsgestaltende - angefangen vom Entwurf von Parks, öffentlichen und auch privaten Gärten, bis hin zur Neugestaltung von Altstadtvierteln, oder  der Sanierung von Landschaften, die durch Bergbau oder Autobahnbau belastet sind.
Ich war von Anfang an Freiberufler, und großenteils Autodidakt. Ich war nie angestellt tätig in großen Architekturbüros oder deren Filialen. Dies nicht nur aus persönlicher Vorliebe, sondern auch, weil es in Italien im Bereich der Landschaftsarchitektur solche Firmen nicht gibt. Trotzdem war die Landschaftskomponente dabei, wenn ich mit Landschaftsarchitekten oder auch bedeutenden Architekten arbeitete.
Bei einigen Vorhaben , die einen multidiziplinären Ansatz erfoderten, arbeitete ich vorübergehend im Team zusammen mit Ingenieuren, Geologen, Forstwirtschaftlern. Solche Arbeit war besonders interessant als dadurch mein Erfahrungsschatz als Architekt sehr verbreitert wurd. Ich war so in der Lage, die Probleme anderer Fachgebiete zu verstehen und Lösungdsvorschläge aus meinem eigenen Fachgebiet beizusteuern, die dsnn voll in in den größeren Rahmen eingesetzt wurden.
Zurückblickend kann ich sagen, dass ich meine berufliche Entwicklung   damit begann, dass ich kleiste Aufträge suchte, die ich aus eigener Kraft für Privatkunden erledigen konnte. Zugleich jedoch suchte ich Gelegenheiten zur Projektierung für öffentliche Auftraggeber. Schon beim ersten Auftrag war ich gut vorbereitet – dank meiner kleinen Privataufträge.
Ich hatte seit 2006 auch einen Lehrauftrag von der Universität Genua im Studiengang “Aufbaustudium Landschaftsarchitektur“ als Vertrags-Professor im Fach „Planungslabor für Gärten und Landschaften“ bis dann im Jahre 2011 diese Vertragsprofessuren abgeschafft wurden. 

Eine kurze Beschreibung einiger meiner Arbeiten

Park „Villa Shelley 1„ in San Terenzo
Im Jahre 1822 kam der englische Dichter P.B. Shelley nach Ligurien und ließ sich mit seiner Frau in San Terenzo nieder, einem kleinen Dorf am Meer nahe bei La Spezia. Das Haus, das er bewohnte, hatte einen Garten, der direkt ans Ufer grenzte und der heute öffentliches Eigentum ist. Die Gemeindeverwaltung von Lerici (wozu heute auch San Terenzo gehört) beschloss, diesen Garten wieder herzurichten und betraute mich mit der Planung und Bauleitung. Das Ziel war, eine harmonische Vereinigung von englischem und italienischem Stil wiederherzustellen, die Atmosphäre, in der der Poet lebte und seine Verse komponierte. Mitten im Garten befindet sich eine Freilichtbühne, wo im Frühjahr und Sommer Konzerte, Konferenzen und Theater stattfinden.

Park „Kleine Brunnen (Fontanine)“ in Rapallo
Rapallo ist weltweit  bekannt wegen seiner Küste (eine Perle der Riviera), aber auch, weil eine intensive Bautätigkeit die historische Struktur praktisch zerstört hat. Heute gibt es Stadtviertel, wo Häuser und ehemalige Landwirtschaftsflächen eng beieinander liegen, ohne jegliche Beziehung zwischen ihnen. Eine dieser Zonen nennt sich „via Rizzo Area“. Dort habe ich einen Stadtpark entworfen, wobei ein ehemaliges Ackergelände von Grund auf neugestaltet wurde. Jetzt ist es ein Ort, wo Kinder spielen können, und wo Erwachsene längs eines „Naturpfades“ Gymnastik treiben oder Boccia spielen können, das typisch ligurische Spiel.

Garten der „Villa Leopolda 1“ in Nizza

Durch das neue Bewusstsein für Ökologie wenden sich die öffentlichen Auftraggeber an die Baufirmenmit der Bitte, Geld zu investieren in die Wiedernutzung oder Restaurierung antiker Gebäude anstelle von Neukonstruktionen. In Nizza (Frankreich) nahm ein Bauunternehmer kontakt mit mir auf , weil er nach preiswerter  Restaurierung und Aufteilung einer alten Villa in Wohnungen nicht eine einzige Wohnung verkaufen konnte. Ein offensichtlicher Grund war, dass sich die renovierte Villa in einem Alptraum von Staub und Bauschutt befand. Ich habe um die Villa herum wieder einen zur Epoche passenden Garten angelegt, aber angeregt von einem Garten der zum Jugendstil der Villa passte, habe ich auch Pflanzen eingesetzt, die beliebt waren in jener Zeit. Wichtig, auch wenn nicht sofort sichtbar, ist es besonderes Augenmerk zu richten auf die Kontrolle der Unterhaltungskosten des Gartens.
Das Ergebnis war, dass die potentiellen Kundeneinen ersten Eindruck bekamen von einem Garten in perfekter Harmonie mit dem Haus.

Garten der Landhausvilla „Castelli“ in Carolina

Ein pflegeleichter Garten wird oft gewünscht, sowohl von öffentlichen Auftraggebern wie von Privaten. In der Nähe des Golfplatzes „Villa Carolina“ (Novi Ligure) habe ich einen  privaten Garten geplant (und die Bauaufsicht geführt), der angelegt wurde auf dem Außengelände eines  typischen Bauernhofs (fattoria). Dieser Hof ist restauriert als Villa für einen passionierten Golfspieler. Um den Garten ohne optische Bruchstellen in die Landschaft einzufügen – so dass es dann heißen müsste „Er war doch schon immer hier, wie man heute sehen kann“ – habe ich auf der „Expo Internazionale“ in Genua einen 200 Jahre alten Maulbeerbaum aufgetrieben (Morus alba) (diese Pflanze ist in der Tat typisch für die Piemont-Ebene , die ja bekannt ist für ihre Rolle der traditionellen 
Landwirtschaft. Der Kunde verliebte sich sofort in diesen Baum, der heute den Mittelpunkt des antiken Bauernhofs darstellt.

Restaurierung des historischen Parks der „Villa Tigullio“, Rapallo 

Die Seepromenade der Stadt Rapallo ist in der ganzen Welt bekannt, nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch weil sie einen bevorzugten Blick auf das Vorgebirge von Portofino bietet. Im äußersten Osten der Seepromenade von Rapallo erhebt sich die „Villa Tigullio“, eine der wichtigsten historischen Villen der östlichen Riviera (Riviera Levante), eingebettet in einen Park von historischer Bedeutung. Als ich meine Arbeit aufnahm, war der Park in schlimmem Zustand.Das Projekt begann mit einer Untersuchung, die den ursprünglichen Plan der Anlage ans Licht brachte sowie die weiteren Entwicklungsschritte des Parks. Diese Untersuchung gab der Originalstruktur des Parks mehr Gewicht. So zum Beispiel den besterhaltenen Teil des romantischen Gartens, und so wurde beschlosseneben diesen Garten wieder in Ordnung zu bringen – nicht nur in seinem Bepflanzungsmuster, sondern es musste alles, was zur romantischen Ausstrahlung beitrug, wieder angelegt werden. Ein Erfordernis war die Einbeziehung eines neuen interessantes Requisits, der großen Freifläche, die ursprünglich den Blick freigab nach Portofino. Dazu gehört eine große Sommer-Arena, die fast 1000 Personen fassen kann, und deren Bauelemente alle entfernbar sind oder in der Erde versenkbar, wenn die Arena einmal nicht benutzt wird. Dadurch verschwindet das Theater normalerweise und die Besucher sehen nur eine große Wiese mit einem herausragenden Balken, sowie Gras.
Die Planung ist fertiggestellt. Der Vertragspartner ist ausgesucht. Die Arbeit müsste im kommenden Herbst beginnen.

Wie ich plane und die Bauaufsicht wahrnehme bei der Verwirklichung von Gärten (neu oder restauriert)

Ich lege Wert darauf, einen engen Kontakt herzustellen zu meinen Kunden und ich unternehme jegliche Anstrengung um deren Wünschen nahezukommen, nicht nur den klar zum Ausdruck gebrachten, sonden auch den impliziten, noch nicht formulierten. Als erstes werden zusammen mit dem Kunden die Eigenheiten der Landschaft definiert. Zugleich  führe ich eine Untersuchung  des vorgesehenen Platzes durch (augenblicklicher Zustand, Boden, Ökologie, vorhandene Gebäude, Straßen), um das Entwicklungspotential in Bezug auf den Kunden zu ermitteln.
Falls die  lokale Verwaltung selbst Kunde ist, versuche ich immer, die Ansichten der betroffenen Einwohner zu berücksichtigen, sowie der potentiellen Nutzer mit direktem Interesse am Projekt. In diesem Fall muss ich manches Mal die Entwürfe einer Reihe von sekundären Projekten sichten, darunter Programme zur städtebaulichrn Aufwertung, Fußwege und Straßen,  oder Verkaufsstände, die dem Charakter der Zone und ihrer Naturschönheiten entsprechen. 
Von dem Augenblick an, wo ich die Planung und Bauaufsicht innehabe, um Gärten oder Pärke zu errichten, oder wieder herzurichten, bereite ich Detail-Zeichnungen vor und führe sie vor, dazu Arbeitspläne, konstruktive Einzelheiten,  sowie die Gesamtspezifikation des Projekts. Dann muss ich mit meinen Kunden arbeiten, um aus vielen Alternativen die auszuwählen, die am besten ihren Erwartungen entspricht. Dazu gehört  die Vorbereitung und Vorführung der Alternativen für den Kunden, auch dessen Fragen und die Antworten, solange bis die Definition des Projekts sicher ist. Wenn man zu einer definitiven, vollständigen Definition des Gartenprojekts gekommen ist, muss ich die notwendigen Genehmigungen einholen.
Nach dieser Phase erstelle ich die Ausführungspläne einschließlich der Liste aller Arbeitsschritte, Mengen und Preise. Oft sind Kontakte mit den potentiellen Lieferanten nötig. Auf der Grundlage dieser Liste (Leistungsverzeichnis) werden die potentiellen Kontraktfirmen zur Abgabe eines Angebots eingeladen.
Nur ganz selten nehme ich teil an der Auswahl der Kontraktfirmen, da die öffentlichen Auftraggeber ihre eigenen Verfahren mit eigenen Büros anwenden. Dies ist allgemein die bessere Vorgehensweise, es gilt auch für Private, die in voller Unabhängigkeit ihre Lieferanten suchen können.
Wenn erst einmal die Baustelle eröffnet ist, besuche ich sie  regelmäßig und verfolge den Ablauf der Arbeiten. Dadurch kann ich garantieren, dass die Fristen eingehalten werden, dass die Qualität der Arbeit gut ist und die Zahlungen bei Abschluss einer Arbeit freigegeben werden können.
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