Literaturliste

In dieser Liste befinden sich auch ältere Bücher, in denen teilweise Aussagen enthalten sind, die mittlerweile überholt sind. Beispielsweise war das Nackenschütteln eines Hundes damals ein normales Mittel, um einen Hund zu bestrafen. Heute weiß man es besser und schüttelt keine Hunde mehr.
 
Vielleicht finden Sie in einigen Büchern Fachbegriffe die wissenschaftlich nicht mehr korrekt sind. Beispielsweise gibt es bei der Junghundeentwicklung keine Prägung, sondern nur ein prägungsähnliches Lernen. Auch kann nicht von Jagdaggression gesprochen werden, denn Jagen und Aggression sind unterschiedliche Dinge. Im Grunde ist es aber auch für Hundehalter häufig egal, welchen Namen das Kind bekommt.
 
Obwohl manche alten Bücher Dinge beinhalten, die überholt sind, bilden sie trotzdem ein wichtiges Fundament, wenn es darum geht, sich Wissen über Hunde anzueignen.  Viele Dinge in diesen Büchern sind hochaktuell. Auf neusten Stand bringt der Hundehalter sich, wenn er neuere Bücher zusätzlich liest! Die Schneiden dann die alten Zöpfe ab.
 
Diese Liste werde ich nach und nach erweitern. Die Bücher, die ich hier empfehle, habe ich selbst und finde sie gut, um sich ein Hundegrundwissen anzueignen.
 
 
Erik begleitet seinen Leser auf eine lange Reise durch die Geschichte der Menschheit und zeigt, wie eng die Kultur des Menschen mit dem Hund verbunden ist. Für mich war der Blick Zimens auf den Menschen nicht minder spannend, als sein Blick auf den Hund. Die Frage, was ein Hund ist, muss in einem Atemzug mit der Frage gestellt werden, was der Mensch ist. Deutlich erkennt der Leser den Anthropologe in Zimen.
Zimen beschreibt, wie und wann der Mensch zum Hund gekommen ist, warum der Mensch zum Hund gekommen ist und wie vielfältig die Beziehung zwischen Mensch und Hund in unterschiedlichen Kulturen und zu unterschiedlichen Zeiten waren und immer noch sind. Das Buch gibt die Möglichkeit in die Vergangenheit zu blicken, um die Gegenwart aber auch die mögliche Zukunft zu erkennen. Um den perversen Umgang des Menschen mit den Hunden zu erleben, brauchen wir die Tötungsstationen im Ausland nicht. Es reicht ein Blick nach Deutschland. Ein Blick auf unsere Zuchtpraktiken, auf die Landeshundegesetze, auf die Medien, auf unsere vollen Tierheime, auf den riesigen Markt an Dingen, die ein Hund mit Sicherheit nicht braucht und auf die zunehmende Entwürdigung des Hundes.
 
Sehr gutes Buch, dass unbedingt VOR dem Hundekauf gelsen werden sollte. Hier wird die Entwicklung des Hundes gut beschrieben, es geht um Zucht und Züchter und auch um die Erziehung des Hundes. Dieser Klassiker ist (2011) in der 14. Auflage und kann zu den älteren Büchern gezählt werden.
 
Kein Hundebuch, sondern ein Wolfsbuch! Schnell wird aber beim Lesen des Buches klar, wie viel Wolf ind unseren Hunden steckt. Auch wenn der Hund ein Hund und kein Wolf ist, wird Wolfsverhalten häufig von Hundeschulen als Erklärung für ihre Erziehungsmethoden angeführt. Nicht schlecht, wenn man dann als Hundehalter vorher Informationen aus erster Hand hat. Dieses Buch kann man wirklich wie einen Roman lesen. Zimen beschreibt auch sehr schön, wie die Boulevardpresse über den bösen Wolf in Zimens Gehege geschrieben hat. Wie sehr sich doch das Bild gleicht, wenn wir heute Berichte über Kampfhunde lesen.
 
Für absolute Fans von Günther und freilebenden Wölfen. Auch eine tolle Ergänzung, zu Büchern, die das Verhalten von Gehegewölfen betrachten.
 
Einstieg in die Praxis! Es lohnt sich, dieses Buch häufiger zu lesen. In den Zeilen steckt sehr viel Wissen über Hunde.  Dieses Buch ist auch ein Buch, dass ich Leuten empfehle, die sich erst noch einen Hund zulegen wollen. Mit seiner Abhandlung über den Einsatz der Schleppleine beim Junghund, kann viel Ärger erspart bleiben. 
 
Vor einigen Jahren, schrieb ich dem Hundetrainer Michael Grewe, man müßte ein Buch schreiben, das ein Nachschlagwerk für Hundehalter wird und über Sinn und Unsinn von Erziehungsmethoden und Glaubenssätzen in der Hundeerziehung aufklärt. Dann kam Wölfisch für Hundehalter und entsprach genau diesen Wünschen.  Hier kann der Hundehalter schnell nachlesen und das ist wirklich wichtig! Vieles wird behauptet und sehr vieles ist Unfug. Bekomme ich Probleme mit meinem Hund, wenn er ein Zerrspiel gegen mich gewinnt? Sollte der Hund sich immer von seinem Herrn das Futter wegnehmen lassen. Dürfen Hunde aufs Bett? Ist es empfehlenswert, einen Hund für längere Zeit vollständig zu ignorieren? Fressen Wölfe den Mageninhalt der Beutetiere? Diese Liste an Fragen kann ich beliebig weiterführen!
 
Ein ganz tolles Buch, für Menschen, die sich nicht lange mit Theorie und Wissen beschäftigen wollen, sondern einen einfachen praxisorientierten Ratgeber suchen. Viele praktische Trainingseinheiten und Übungen, die in diesem Buch sehr gut beschrieben werden.
 
Vorsicht, denn dieses Buch geht sehr tief. Dorit beschreibt umfassend das Ausdrucksverhalten des Hundes. Hier wird klar, wie unsinnig es ist, den Körper des Hundes auseinanderzunehmen und Signale einzeln zu betrachten. Auch kann häufig erst nach Videoaufnahmen in Zeitlupe gesagt werden, was der Hund in Bruchteilen von Sekunden ausdrückt. Wer in ein Seminar über Körpersprache (so werden die meist genannt) des Hundes geht, sollte auch unbedingt das Buch von Dorit lesen.
 
Thomas ist besonders im Umgang mit schwierigen Hunden sehr erfahren und das merkt man auch in diesem Buch.  Wunderbar beschreibt Baumann seine Ansichten über extreme Modeströmungen in der Hundeerziehung. Er beschreibt in einem Kapitel über Handfütterung seinen Aufbau zur Futterbeutelarbeit. Das Halti wird beschrieben und das Auslastungskonzept ZOS wird sehr gut vorgestellt. Dieses Buch empfehle ich besonders Hundehaltern, die stark motivierte Arbeitstiere haben aber auch Halter, die einen "Problemhund" haben.
 
Fichtlmeier beschreibt grundlegende Dinge der praktischen Hundeerziehung. Die Leine spielt eine zentrale Rolle, wenn er den Hund trainiert. Training zum Abrufen des Hundes, das Ablegen des Hundes und auch das Anhalten des Hundes werden beschrieben.