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Qualzucht

Mancher Hund, der ausschließlich nach menschlichen Schönheitsidealen gezüchtet wurde, leidet unter gesundheitlichen Problemen oder zeigt Verhaltensauffälligkeiten.

 

Die BBC sendete 2008 eine Reportage über die Zucht von Rassehunden und berichtete über das Leiden einiger Rassen. Diese Dokumentation löste ein Umdenken aus und Zuchtziele wurden neu definiert.

Ziel soll sein: "...das Wohl und die Gesundheit der Hunde nunmehr konsequent und ohne Einschränkungen in den Mittelpunkt der Zucht zu stellen."

 

Mit dem Dortmunder Appell wenden sich auch Menschen in Deutschland gegen Qualzuchten und fordern eine Zucht, die das Wohl des Hundes als höchstes Ziel nennt.

 

Die Gesundheit und das Wohl des Hundes, ist ein Aspekte, die der zukünftige Hundehalter vor dem Hundekauf berücksichtigen muss, um nicht ungewollt den Markt der Qualzuchten zu fördern und einen Hund zu erhalten, bei dem Probleme und Krankheiten genetisch vorprogrammiert sind.

Hundeexperten fordern eine stärkere Kontrolle der Hundezüchter. Darüber hinaus soll mehr auf Verhaltensmerkmale gezüchtet werden. Bisher ist die Politik da leider weitgehend untätig. Zur Zeit strebt die Regierung aber eine Änderung des Tierschutzgesetzes an. Der Begriff Qualzucht soll genau definiert werden, um jursitisch wirksam zu werden. Der Hundehalter kann jetzt schon durch seine Kaufentscheidung Einfluss auf das Geschehen nehmen.


Stellungnahme zur Anhörung im Deutschen Bundestag zu dem Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes am 16.04.2010 / Hundehandel

Stellungnahme zur Anhörung im Deutschen Bundestag zu dem Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes am 16.04.2010 / Hundezucht
 

Weitere Informationen über den Dortmunder Appell: http://dortmunder-appell.de/dortmunder-appell.htm

 

Hier können Sie kostenlos den Dortmunder Appell unterstützen: http://www.dortmunder-appell.de/

 

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in dem Artikel von Dr. Helmut Wachtel "Der Biohund"

 

Ein Auszug aus einem Gutachten des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Thema Qualzucht finden Sie hier: Auszug Gutachten zur Auslegung des § 11b Tierschutzgesetz
 

Das vollständige Gutachten ist hier zu finden: Qualzuchtgutachten 

 

 

Ich habe noch nicht erwähnt, daß es unabdingbar, wirklich unabdingbar ist, daß ein Hund seine wesentlichen körperlichen Merkmale aufweist. Das hört sich jetzt komisch an, aber das ist so. Viele Hunde können gar nicht mehr laufen, viele Hunde können gar nicht mehr schnaufen, vielen Hunden tränen ununterbrochen die Augen, sie sind ständig krank, sie können ihre Welpen nicht mehr zur Welt bringen, sie sind degeneriert an Körper und Seele. Das ist die unverzeihliche und geradezu brutale Folge von rücksichtsloser Zucht. Eine völlig auf den Menschen bezogene Zucht, wo nur das Kuriosum, nur das Auffällige hochgehalten wird und als Zuchtkriterium dient, wobei die Gesundheit, die Beweglichkeit, die Unversehrtheit des Tieres völlig vernachlässigt wird. Es handelt sich bei der Zucht vieler Rassen heute um fortgesetzte Tierquälerei, die sicherlich, wenn wir die Gesetze richtig ahnden würden, unter Verbot gestellt würde.

Wir beschäftigen uns mit Kupierverbot von Schwanz und Ohren und sehen nicht, daß viel, viel Schlimmeres mit dem Hund passiert. Deswegen denke ich, daß wir, bevor wir eine Zuchtzulassung aussprechen, bei jeder Rasse, so etwas wie einen Gesundheitstest durchführen müssen, bei der zuerst getestet wird, ob der Hund überhaupt laufen kann, ob er normal gebären kann, ob er ein normales Alter erreichen wird. Wenn er das nicht ist, wenn er nicht laufen kann, weil z.B. bei den Kurzbeinigen sogar das Brustbein auf dem Boden mitschleift, dann gehören diese Hunde sofort aus der Zucht. Dazu gehören auch alle Hunde, die nicht wesensstark sind, alle die ängstlich um sich beissend durchs Leben gehen und alle gefährlich aggressiven Hunde.
Zu jedem Hund gehört ein gewisses Maß an Aggressivität, eine gewisse Territorialiät, ein gewisses sich durchsetzen wollen. Das meine ich nicht damit. Aber jede Form von Aggressiviät, die ungehemmt gegen andere Menschen und Hunde gerichtet ist. Wir wissen aus genetischen Untersuchungen, das wir relativ bald, wenn wir diese drei Kriterien rigoros handhaben, wieder gesunde und unaggressive Hunde hätten.