Hunde können beißen

Zeitungslesen macht schlau, sagt der Volksmund. Ich wollte unbedingt schlauer werden! Deshalb verfolgte ich für ein Jahr die Internetmeldungen verschiedener Zeitungen über Unfälle zwischen Mensch und Hund. Nun weiß ich, dass Zeitungslesen alleine wirklich nicht schlau macht!

Die Artikel verunsichern und beunruhigen, weil eine angemessene Betrachtung der möglichen Unfallursache fast immer fehlt.

In 44 Unfallberichten die ich in meinem Blog gelistet habe, wurden folgende Hunderassen als angreifende Hunde genannt:

10 Rottweiler
7 Rasse nicht genannt
6 Berner Sennenhunde
4 Schäferhunde
3 Staffordshire-Mix
3 Pitbull
2 Rottweiler-Schäferhund-Mix
2 Mischlinge ohne Rassenangabe
2 Staffordshire
1 Deutsch-Kurzhaar
1 Schäferhund-Collie
1 Schäferhund-Husky-Mix
1 Sennenhund Mix
1 Dogo Canario
1 Terrier
1 Dogge-Boxer-Mischling
1 Bordeauxdogge
1 Dogge
1 Dobermann
1 Labrador

(Bei Angriffen einer Hundegruppe, wurde jeder Hund einzeln als angreifender Hund gezählt.)

Wer nun glaubt, der Rottweiler sei ein besonders gefährlicher Hund, weil er in dieser Liste ganz oben steht, hat sich bereits von den Schreckensmeldungen der Medien täuschen lassen.

Getäuscht wurden auch zahlreiche Politiker in Deutschland, die gefordert haben, bestimmte Hunderassen unter den Generalverdacht der Gefährlichkeit zu stellen. Erklärtes Ziel war der Menschenschutz.

Untermauert wurden diese Forderungen durch Statistiken, die mehr als rhetorische Krücke dienten, als der sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Stellungsnahmen kompetenter Wissenschaftler über die Gefährlichkeit bestimmter Hunderassen, wurden scheinbar völlig ignoriert.

Denn Fachleute sind sich einig:

Es gibt keine gefährlichen Hunderassen!

Umgekehrt gibt es aber auch keine ungefährlichen Rassen!

Einige vererbbare Wesensmerkmale, können tatsächlich bei falscher Erziehung, zu einer erhöhten Gefährlichkeit des Hundes führen. Auch von Hunden mit bestimmten Erbkrankheiten kann eine erhöhte Gefahr ausgehen.

Wird mit diesen Hunden weiter gezüchtet, können innerhalb einer Zucht vermehrt auffällige Hunde entstehen. In einem solchen Fall kann von einer problematischen Zucht gesprochen werden. Dies betrifft aber nicht die gesamte Hunderasse, sondern einzelne Zuchtlinien!

Das Wesen und die Gesundheit unserer Hunde sollten als Zuchtziele wieder verstärkt berücksichtigt werden.

Der schönste Hund kann zur Belastung werden, wenn seine Wesensmerkmale mit den Bedürfnissen des Halters im ständigen Konflikt stehen.

Hören wir die Beschreibungen mancher Züchter, bekommen wir den Eindruck, alle Hunderassen wären ideale Familienhunde. Das ist aber nicht so!

Unsere Hunderassen wurden für bestimmte Aufgaben gezüchtet und besitzen deshalb auch unterschiedliche Wesensmerkmale. Nicht jeder Mensch passt automatisch zu jeder Rasse und nicht jede Rasse passt automatisch in jede Umwelt. Passt es nicht, sind stärkere Konflikte vorprogrammiert!

Der Halter eines Jagdhundes wird unter Umständen mehr Schwierigkeiten mit seinem Hund haben, als der Halter eines sogenannten Kampfhundes. Obwohl beim Kampfhund das Gesetz eine Gefährlichkeit vermutet.

Diese Vermutung kann nur widerlegt werden, wenn der Halter mit seinem Hund einen sogenannten Wesenstest macht. Je nach Bundesland und Prüfer wird beim sogenannten Wesentest selbst normales hündisches Verhalten, als potentiell gefährlich eingestuft. Die artgerechte Haltung des Hundes ist dann durch den verordneten Leinenzwang kaum noch möglich.

Die Angst in der Bevölkerung vor diesen Hunderassen steigt! Menschen reagieren angespannt, gestresst oder aggressiv bei einer Begegnung. Durch die Stimmungsübertragung auf den Hund, wird das Risiko künstlich erhöht.

Der Begriff “Kampfhund“ wurde von fast allen Medien immer wieder reißerisch und falsch gebraucht. Dieser Begriff wird meist von Bildern drohender Hunde begleitet. Die Versuche, eine Gegenkampagne zu starten, sind bisher kläglich im blutrünstigen Ozean der Medien versunken.

Nach vielen Jahren Stimmungs- und Meinungsmache ist es schwierig, die Bevölkerung darüber aufzuklären, dass es keine gefährlichen Hunderassen gibt.

Wie sollen durch eine solche Politik, die ihren Blick fast nur auf bestimmte Rassen richtet, Gefahren minimiert werden?

Um den Hundehandel in Deutschland macht sich kaum einer Gedanken! Auf den ersten Blick scheint hier ja auch keine Gefahr zu lauern.

"Wo gibt es Rassehunde zum halben Preis", fragt die Familie und wird schnell im Internet fündig. Im Gespräch mit dem Züchter verschwinden alle Zweifel, denn laut seiner Beschreibung, jagt der Hund nicht, ist kinderlieb, mag Katzen und macht auch sonst keine Probleme.

Ein perfektes Verkaufsgespräch später, sitzt unser Welpe schon im Auto der frischgebackenen Hundehalter.

Von den wirklichen Wesensmerkmalen der Rasse hat der Züchter nichts gesagt. Auch über genetisch bedingte Krankheiten und mögliche Verhaltensauffälligkeiten wurde nicht gesprochen.

Die Erfahrung, die der Welpe in den ersten Wochen macht, entscheidet beinahe prägend über sein späteres Verhalten. Durch falsches Reizangebot, zu wenig Kontakt zu Eltern und Wurfgeschwistern, weitgehende Isolation vom Menschen, sind die Weichen für ein späteres Problemverhalten gestellt.

Beim schnellen Geschäft mit dem Hund sind moralische Bedenken nicht gefragt. Wer einen intakten Rüden hat und eine passende Hündin kennt, der kann schnell sein "Taschengeld" aufbessern. Als “Unfall“ ins Internet gebracht, findet der Rassehund ohne Papiere schnell seine Abnehmer.

Politiker nennen es freie Marktwirtschaft und schauen zu!

Hunde züchten ist eine zeitaufwendige und verantwortungsvolle Tätigkeit, die nicht ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgeübt werden darf. Der Züchter muss immer wieder, ohne finanzielle Zwänge,  zum Wohle der Zucht entscheiden können! Die Herstellung von Welpen in Großzuchtanlagen, der Handel mit Hunden über Zwischenhändler und eine Preisschlacht der Anbieter ist in meinen Augen eine zunehmende Kommerzialisierung des Hundehandels, die mit den hohen moralischen Anforderung an einen Hundezüchter nicht in Einklang zu bringen sind.

Aktuell plant das Zoofachgeschäft Zoo Zajac aus Duisburg, den Handel mit Hundewelpen.
Das “Hundekaufhaus“ wird Welpen von Züchtern ankaufen, durch Tierpfleger betreuen lassen und an den Endabnehmer verkaufen. Was mit Kartoffeln und Möhren funktioniert, kann selbstverständlich auch mit Hunden funktionieren!
Auf der Internetseite von Zoo Zajac, wird darauf hingewiesen, dass keine sogenannten Kampfhunde angekauft werden.
Wieder einmal wird der Eindruck erweckt, wir müssen nur auf einige Rassen verzichten und die Hundewelt sei wieder in Ordnung!

In den Zeitungsberichten über  Unfälle mit Mensch und Hund, wurden einige Ursachen für den Unfall genannt, die unbedingt zu hinterfragen sind:

13 Hinweise auf plötzlichen, unerklärlichen Angriff
8 Keine Ursache genannt
8 Halter unter Alkoholeinfluss bzw. Aggression des Halters
8 Jagdverhalten/Ressourcenverteidigung etc.
7 Einmischen in Hundekampf
5 Fehlende Sicherungen des Grundstücks/Wohnung
3 Verletzte Aufsichtspflicht Hund/Kind
1 Hund schlafend angefasst
1 Schutzhundeausbildung

Wie kann es zu den zahlreichen plötzlichen Angriffen kommen?
Meist steigert der Hund seine Angriffsbereitschaft in kleinen Schritten. Das Stufenweise “Testen“ des Hundes, wie weit er gehen kann, wird vom Hundehalter nicht immer erkannt und rechtzeitig unterbunden. Deshalb wird schnell von einem plötzlichen Angriff des Hundes gesprochen, wenn es zu einem Zwischenfall kommt.
Möglicherweise handelt es sich dabei auch nur um eine Schutzbehauptung, die den Eindruck erwecken soll, der Hund wäre plötzlich außer Kontrolle geraten und stand deshalb nicht mehr im Einflussbereich des Halters.

Werden Geschichten von plötzlichen Hundeattacken nicht hinterfragt, kommt es zur falschen Einschätzung, der tatsächlichen von einem Hund ausgehenden möglichen Gefahr.

Die Bemühungen der Behörden, die wirkliche Unfallursache herauszufinden, halten sich leider meist in Grenzen!

Sehen wir von wirklichen krankhaften Verhaltensstörungen mal ab, ist ein plötzlicher Angriff ohne erkennbaren Grund und Vorwarnung sehr selten.

Um Risiken rechzeitig zu erkennen, sollte der Hundehalter die Stärken und Schwächen seines Hundes kennen und die volle Verantwortung für den Hund übernehmen.

Dies kann er aber nur, wenn er über das nötige Wissen und Können verfügt. Statt praktisches Wissen und Können, werden Methoden und Systeme für den Umgang mit dem Hund gewinnbringend verkauft.

Je nach Methode oder System führt das zu Hunden, die sich völlig grenzenlos verhalten und durch eine zu lasche Erziehung zur latenten Gefahr werden.

Von Gefahr wird meist in Verbindung mit Aggression gesprochen.
Doch der Hund, der spielenden Kindern einen Ball abjagen will ist nicht aggressiv! Trotzdem ist er in diesem Moment gefährlich, wenn sein Besitzer ihn nicht mehr kontrollieren kann.

Viele Gefahren haben ihren Ursprung im natürlichen Jagdverhalten des Hundes. Jogger oder Radfahrer kennen das Problem.

Durch das enge Zusammenleben von Mensch und Hund, sind die Anforderungen an das Verhalten unserer Hunde sehr hoch. Hündisches Verhalten wird nur noch in einem stark begrenzten Rahmen akzeptiert. Wir brauchen wieder klare Vorstellungen, wo ein Hund wirklich Hund sein kann und wo er sich an Regeln halten muss. Hunde die Regeln nicht gelernt haben, können unweigerlich zum Problem werden.

Doch in diesem Zusammenhang auf bestimmte Rassen zu schauen, geht völlig am Problem vorbei.

Die Fülle an unterschiedlichen Ratgebern über Hundeerziehung ist erschreckend.
Statt wieder zu einem normalen Umgang mit dem Hund zurückzukehren, werden Glaubenskriege geführt.

Erziehung und der dabei häufig notwendige Konflikt zwischen Hund und Halter ist völlig aus der Mode geraten. Diese Konflikte zu leben ist eine wichtige Maßnahme der Gefahrenvermeidung.

Wie schwierig oder wie einfach das wird, hängt von der Veranlagung des Hundes ab. Auch dem Setzen von Grenzen sind Grenzen gesetzt, wenn ein Hund zu sehr, in ein Regelwerk gepresst werden soll.

Leider gibt und gab es immer schon Menschen, die Tiere als Waffe missbrauchen. An der Leine eines gewaltbereiten Hundehalters, kann ein Hund zur Gefahr werden. Teilweise werden solche Hunde durch zielgerichtete Aufzucht und zielgerichtetes Training “scharf“ gemacht.

Es ist die Aufgabe von Polizei und Ordnungsbehörden hier konsequent zu reagieren. Es darf nicht sein, dass kriminelle Mitmenschen ihre Hunde, durch tierquälerische Haltung und Abrichtung zur Gefahr für die Gesellschaft machen. Vom Handeln einzelner krimineller Mitmenschen, darf aber weder das Normalverhalten aller Hunde, noch das Verhalten aller Hundehalter abgeleitet werden.

Ein Hund wird nicht nur zum Spiegel der Gefühle seines Halters, sondern auch zum Gesellschaftsspiegel.

In unserer Kultur sichern wir unsere Grundstücke durch Zäune, Mauern und Hecken. Schilder mit der Aufschrift “Privatgrundstück“, sollen Fremde fern halten. Nur dem Postboten wird erlaubt, unser Privatgrundstück zu betreten. Diese verständliche und menschliche Verhaltensweise führt zu einem verstärkt territorialen Verhalten unserer Hunde. Doch die territoriale Aggression alleine muss nicht gefährlich sein, wenn der Hund sich trotzdem an Regeln hält und sich an seinen Besitzer orientiert. Er muss lernen, zwischen willkommenen Gast und ungebetenen Eindringling zu unterscheiden. Ein zusätzliches Ausbilden des Hundes, zum Wachhund – mit welchen Methoden auch immer – halte ich, im modernen Zeitalter der Alarmanlagen, für unnötig!

In einer Gesellschaft, in der Menschen in soziale Isolation geraten und in jedem Fremden eine potentielle Gefahr sehen, werden auch Hunde, fremden Menschen gegenüber distanziert reagieren.

Durch die zunehmende Hundedichte in den Städten und die teilweise von Hundehaltern erzwungenen Fremdhundekontakten, kommt es gelegentlich zu Kämpfen zwischen den Hunden. Innerhalb eines kleinen Dorfes fällt es dem Hundehalter noch leicht, zwischen Kumpelhund und Erzfeind zu unterscheiden. Dies ist aber auf den Hundewiesen der Städte nicht mehr so einfach möglich, weil Hunde täglich vielen unbekannten Hunden begegnen. Verständlich ist, dass es da auch schneller mal zu einem Kampf zwischen Hunden kommen kann.

Grundsätzlich geht jeder, der sich in einen Kampf zwischen Tieren einmischt, ein hohes Risiko ein.

Bewerten wir die tatsächliche Gefährlichkeit unserer Hunde, müssen wir Unfälle, die durch risikofreudiges Handeln des Menschen passieren, gesondert betrachten. Stellt sich ein Mensch hinter ein Pferd und erschreckt es, sprechen wir ja auch nicht von einer höheren Gefahr, die vom Pferd ausgeht!

Vermeidbar sind auch viele der schrecklichen Unfälle mit Kindern, bei denen Kinder mit einem Hund alleine gelassen wurden! Viele Beißunfälle passieren im eigenen Haushalt mit einem Kind und einem dem Kind vertrauten Hund.

Da Kinder, bis zu einer gewissen Reife, im Umgang mit Hunden häufig Fehler machen, sollte Kind und Hund nicht unbeaufsichtigt miteinander spielen.

In der Praxis gibt es allerdings kaum eine Familie, die es schafft, ständig den Blick auf Hund und Kind zu richten. Deshalb sollte dem Hund zusätzlich der richtige Umgang mit dem Kind beigebracht werden. Aber auch das Kind sollte den richtigen Umgang mit dem Hund so früh wie möglich lernen.

Es wäre sinnvoll unseren Kindern, in Schule und Kindergärten wieder den richtigen Umgang mit Tieren zu vermitteln. Das sind sinnvolle Maßnahmen zur Unfallvermeidung!

Krankheiten können zum gefährlichen Verhalten des Hundes führen. Rechtzeitiges Erkennen einer Krankheit ist nur möglich, wenn der Halter Veränderungen des Verhaltens seines Hundes feststellt. Tierärzte sind gefordert, verstärkt das Verhalten des Hundes zu hinterfragen und bei der Diagnose nicht nur körperliche Symptome zu berücksichtigen.

Eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Experten im Hundewesen ist in diesem Zusammenhang schon lange wünschenswert.

Von gefährlichen Hunden wird viel gesprochen! Kaum einer fragt, was unter Gefährlichkeit zu verstehen ist! Die Gefahr kann nur situationsbedingt bewertet werden. Dabei ist das soziale Umfeld, wie auch der Lebensraum des Hundes zu berücksichtigen. Kennt der Hundehalter die Risiken und ist sein Hund weitgehend unter Kontrolle, dann geht vom Hund nur eine geringe Gefahr aus. Auch der harmlose Hund, kann in der Hand eines Halters, der ihn nicht kontrollieren kann, schon durch sein normales Hundeverhalten zur Gefahr werden.

Es gibt viele Hunde in Deutschland, deren Entwicklung, Haltung und Erziehung nicht vorbildlich sind und trotzdem kommt es nur ganz selten zu schweren Verletzungen, durch Hundebisse.

Ein Nichthundehalter wird ganz selten von einem Hund verletzt. Opfer eines Hundeangriffs werden häufig die Menschen, die mit Hunden leben. Diese Unfälle geschehen in den eigenen vier Wänden, fernab von der staatlich verordneten Leinenpflicht.

Die Gefahr, die von Hunden ausgehen kann, war und ist, im Vergleich zu anderen Lebensrisiken, sehr gering.
Autofahrer oder Freizeitsportler sind größeren Gefahren ausgesetzt. Aber in diesen Bereichen lebt der Mensch gerne mit der Gefahr und ist nicht bereit seinen Spaß für mehr Sicherheit aufzugeben!

Das kleine Risiko Hund, soll aber gefesselt und auf Hundefreilaufflächen verbannt werden!

Selbstverständlich ist jeder schwere Unfall mit einem Hund ein Unfall zu viel!

Die Ursachen lassen sich aber meist schnell finden, wenn der Blick einmal über den Tellerrand der Hunderassen mit vermuteter Gefährlichkeit hinaus geht.

Der gesellschaftliche Wandel, das enge Zusammenleben mit unseren Hunden, die Angebote unseriöser Züchter, die zunehmende Hundedichte, zahlreiche Hunde aus zweiter Hand aus Tierheimen oder importiert aus dem Ausland mit problematischen Lebensläufen aber auch der Trend zur Mehrhundehaltung stellen teilweise zu hohe Anforderungen an den Hundehalter.

Die gesteigerte Nachfrage nach billigen Hundewelpen lassen den Handel mit Hunden blühen. Die schon jetzt erkennbare mangelnde Beratung durch einige Züchter oder Händler wird sicherlich zukünftig verstärkt auftreten.

Missstände in Zucht und Hundehandel sollten durch die Zuchtverbände aber auch durch die Einführung unabhängiger Kontrollen beseitigt werden.

Zukünftige Halter sind vor dem Hundekauf über die möglichen Risiken zu informieren und sollten über die Verantwortung aufgeklärt werden, die ein Hundehalter hat.

Wo Halter ihrer Verantwortung nicht nachkommen sollten Ordnungsbehörden geeignete Maßnahmen ergreifen. Gleiches gilt für Fälle, in denen Hunde tierschutzrelevant gehalten oder abgerichtet werden.

Es ist für die Unfallvermeidung dringend erforderlich, unseren Kindern wieder mehr Wissen über den Umgang mit Hunden zu vermitteln.

Hundehalter sollten gemeinsam dafür zu sorgen, dass das Bild des Hundes in der Öffentlichkeit nicht noch mehr leidet. Gegenseitige Unterstützung bei der  Erziehung, gemeinsame Spaziergänge mit kleinen Hundegruppen und gemeinsame Weiterbildung sind hier wünschenswert.

Hundehalter, dessen Hunde sich in der Öffentlichkeit rücksichtslos verhalten, sollten als “Einzeltäter“ mit Bußgeldern bestraft werden. Solche Vorfälle sollten auf keinen Fall zur Verallgemeinerung führen!

Wie nun solche oder andere Maßnahmen zur Gefahrenminimierung genau gestaltet werden, muss selbstverständlich erst diskutiert werden.

Bessere Aufklärung des Halters und Regeln für den Handel halte ich für erste wichtige Schritte.

Die bestehende Rassenverurteilung aber auch die zunehmende Einschränkung des Hundes durch immer mehr Gebiete in denen es eine Leinenpflicht gibt, bringt keinen Nutzen! Gut erzogene Hunde sollten unabhängig von ihrer Größe und Rasse frei laufen können, in Gebieten, in denen von ihnen keine Gefahr ausgeht!