Geschichte des hl. Hubertus

Die dem hl. Hubertus von Lüttich (französisch Hubert de Liège; * um 655 in Toulouse; † 30. Mai 727 der Überlieferung nach im heutigen Tervuren, bei Brüssel, Belgien) zugeschriebene Hirschlegende weiß zu berichten, dass er nach dem Tod seiner Frau mit Gott und den Menschen gebrochen hatte und unter Missachtung aller göttlichen Gebote nur noch der Jagd lebte, um in ihr sein Leid zu betäuben. So habe er auch an einem Karfreitag gejagt und dabei einen Hirsch verfolgt, der besonders groß war und ein mächtiges, gut geformtes Geweih auf dem Kopf trug.

Als er ihn schließlich mit Hilfe seiner Hundemeute gestellt hatte und sich anschickte ihn zu erlegen, sah er zwischen den Geweihstangen das Kreuz aufleuchten und hörte eine Stimme, die ihn zur Umkehr aufforderte. Hubertus habe sein Knie gebeugt und eine tief greifende Läuterung vollzogen. Fortan habe er nur noch das eine Ziel verfolgt, Gott und den Menschen zu dienen. Er wurde Mönch und später Bischof von Lüttich (700-723 n. Chr.).

Diese Legende hat sicher viel zur Verehrung des hl. Hubertus als Patron der Jäger und Schützen beigetragen. In ihm erkannten Sie einen der Ihren. Den Namenstag des hl. Hubertus feiern wir am 3. November. Dieses Datum setzt auch die Krönung des Hubertuskönigs am auf diesen Tag folgenden Samstag eines jeden Jahres fest.


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