Ziele

Verbesserung der Situation Psychiatrieerfahrener durch

  1. die Integration von psychiatrischen Nutzer-Wissens und -Erfahrung in das System der Psychiatrie, um dieses weiter zu entwickeln und die Behandlung bzw. die Begleitung zu verbessern.
  2. das Zusammenwirken von Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen psychisch Erkrankter, Psychiatrie-Fachpersonen und ehrenamtlich engagierten Bürgern (Tetralog)


Folgende Unterziele verfolge ich mit meiner Arbeit:

  1. Das Projekt "Erweitertes EX-IN für Südbaden" koordinieren und dort den EX-IN-Kurs mitzuleiten.

  2. Hometreatment in BW realisieren: siehe Menüpunkt <Projekte>)

  3. Krisendienste in BW initiieren: siehe Menüpunkt <Projekte>

  4. Polizisten fortbilden: siehe Menüpunkt <Projekte>

  5. Psychiatrie-Erfahrene angemessen bezahlen:
    1. Schon lange setze ich mich dafür ein, dass Psychiatrie-Erfahrene, die gute soziale Arbeit leisten auch angemessen dafür bezahlt werden. Vor allem die Qualifikationsmaßnahme Experienced-Involvement (EX-IN), die Psychiatrie-Erfahrene dazu befähigt als GenesungsbegleiterInnen oder DozentInnen bezahlt zu arbeiten, leistet hier einen wichtigen Beitrag. Seit 2008 bin zertifizierter EX-IN-Trainer und habe EX-IN BW in Stuttgart initiiert, wo bereits mehrere Kurse stattfanden.

  6. Psychopharmakaeinsatz kritisch begleiten: siehe Menüpunkt <Leitgedanken>

  7. Zwang und Gewalt in der Psychiatrie reduzieren: siehe Menüpunkt <Leitgedanken>

  8. Partizipation und Rechte Psychiatrie-Erfahrener stärken:
    1. Seit 2001 vertrete ich die Interessen Psychiatrie-Erfahrener im Gemeindepsychiatrischen Verbund - zuerst in Stuttgart, dann ab 2012 in Freiburg. Etwa ebensolange bin ich Interessenvertreter auf Landesebene. Im Wohnheim Stuttgart-Freiberg versuchte ich die Partizipation der dortigen Bewohner als Heimbeirat zu fördern und deren Rechte durchzusetzen. In diesem Sinne war ich auch mehrere Jahre Mitarbeiter der Beschwerdestelle Psychiatrie Stuttgart. Die Haltung, dass Psychiatrie nur sinnvoll funktioniert, wenn wir, die Experten durch Genesungserfahrung, beteiligt werden, hat sich inzwischen weitgehend durchgesetzt. Es gilt nun, die vielen Schaltstellen zu besetzen und die nötigen Psychiatrie-Erfahrenen dafür zu gewinnen.

  9. Öffentlich wirksam sein:
    1. Seit Jahren versuche ich durch Öffentlichkeitsarbeit die Situation Psychiatrie-Erfahrener zu verbessern. Sei es durch Vorträge, Seminare, Artikel in Printmedien, Schulprojekte oder Podiumsteilnahmen mache ich Aufklärungs- bzw. Antistigmaarbeit. Besonders schwer ist es hierbei die "Normalbevölkerung" zu erreichen. Obwohl psychische Erkrankungen inzwischen kein Tabuthema mehr sind, findet immer noch Ausgrenzung, Aussonderung und Vorverurteilung von Betroffenen statt.  Eine sachliche Aufklärung aus Betroffenensicht ist meines Erachtens unverzichtbar.

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