Reflexionen

Überlegungen zu meiner Arbeit 2

veröffentlicht um 07.09.2017, 01:23 von Rainer Höflacher

Inzwischen haben sich für mich Arbeitsschwerpunkte bei folgenden Vereinen und Organisationen ergeben: (1) Sozialpsychiatrischer Dienst Freiburg mit EX-IN Südbaden und EX-IN Baden-Württemberg (2) Selbsthilfe mit Köpfchen e.V. (3) NetzG - Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit e.V. (4) Landesverband Gemeindepsychiatrie Baden-Württemberg e.V. Eine allumfassende Klammer gibt es nicht, dass heißt viele Spielbeine und kein Standbein.

Meine Spezialthemen haben sich auch reduziert. Inzwischen beschäftige ich mich schwerpunktmäßig nur noch mit EX-IN, Partizipation, Hometreatment und Bundesteilhabegesetz.

Überlegungen zu meiner Arbeit

veröffentlicht um 27.03.2016, 14:47 von Rainer Höflacher

Dass ich beim LVPEBW aufgehört habe, macht mir wohl mehr aus, als ich anfangs gedacht hatte. Ich habe zwar durchaus genug zu tun und die Aufgaben sind auch interessant, aber ich hatte mich mit dem LVPEBW doch sehr identifiziert . Zur Zeit  fehlt  mir eine "institutionelle Heimat". Um mehr Ordnung zu bekommen, habe ich mich von ASK! zurückgezogen, denn dort hatte ich schon länger die Motivation verloren und es ist  zu den dortigen Akteuren nie wirkliche Nähe entstanden - von 2 Ausnahmen abgesehen. Aber immer noch laufe ich Gefahr mich zu verzetteln. Ich habe eine Idee, wie ich zu einen Team finden könnte, mit dem eine gute Zusammenarbeit möglich ist. Anfang April muss ich mich entscheiden. Ideal wäre es wenn ich örtliche und landesweite Ebene bei 2 Vereinen unterbringen könnte - das ZfP als mein Arbeitgeber wird sich wohl nirgends integrieren lassen. Ende April, wenn bei der REGIO in Immenstaad Wahlen stattfinden, werde ich mehr wissen.

Besuche der Zeugen Jehovas

veröffentlicht um 21.09.2015, 15:34 von Rainer Höflacher

Seit einiger Zeit besuchen uns regelmäßig die Zeugen Jehovas. Die Gespräche mit ihnen empfinde ich als äußerst angenehm. Unsere Besucher sind sehr liebenswürdige Menschen, die gar nichts von dem haben, was den Zeugen Jehovas üblicherweise vorgeworfen wird. Sie sind tolerant und antworten ruhig und freundlich auch auf kritische Fragen. 

Am Sonntag war ich zum ersten Mal in der Versammlung - so nennen die Zeugen ihren Gottesdienst. Ich bin freundlich begrüßt worden und das Thema Neutralität regte mich zum Nachdenken an. Das Einzige, was mir negativ auffiel war, dass beim Wachturmstudium keine kritischen Fragen kamen. Alle waren sich in der Auslegung einig und es wurde Wert darauf gelegt Einigkeit zu beweisen. Es ist eher eine Unterweisung, als eine kritische Auseinandersetzung mit dem Glauben. 

Beeindruckt hat mich die Schilderung einer Frau, die in Irland gewohnt hatte, wie in der Versammlung Feinde zu Brüdern und Schwestern wurden. Auch der Hinweis, dass zu Zeiten der Rassentrennung die Zeugen einen große gemeinsame Konferenz in Südafrika zusammen gefeiert hatten war eindrucksvoll. 

Ich kann die wörtliche Auslegung der Bibel nicht teilen. Es ist mir nicht möglich in der heutigen Zeit so zu glauben. Aber die Ernsthaftigkeit mit der diese Menschen im Glauben sind wirkt auch auf mich. 

Was ich nur schwer nachvollziehen kann, ist wie mit abweichendem Verhalten untereinander umgegangen wird. Die Gemeinschaft wendet sich dann vom "falsch Glaubenden" ab und isoliert ihn. Das widerspricht meines Erachtens der Botschaft Jesu, der sich ja besonders um die Ausgegrenzten gekümmert hat. Sicherlich lässt sich das Verhalten der Zeugen auf Bibelzitate zurückführen. Aber es entspricht nicht meinem christlichen Selbstverständnis. 

Ich bin froh, dass ich mich ohne Vorurteile auf die Zeugen eingelassen habe. Ich profitiere von den Gesprächen und den Begegnungen. Ich habe bei der Frau den Eindruck, dass es sich um gegenseitiges Lernen handelt. Der Mann beharrt da schon eher auf seinen Ansichten, was ja im Diskurs auch oft eine männliche Eigenschaft ist. 

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