Riemann 2014 Leben

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Author: Doris Riemann

Title: "Ich dachte, ich bin ihresgleichen und ich war dann immer ganz jemand anderes"

Subtitle: Das Leben von Pfarrfrauen in der hannoverschen Landeskirche bis Anfang der 1970er Jahre im Licht sozialtechnischer Modernisierung

Place: Åbo

Publisher: Åbo Akademi University Press

Year: 2014

Pages: 334pp.

ISBN-13: 9789517657228 – Find a Library: Wikipedia, WorldCat | ISBN-13: 9789517657235 (digital) – Find a Library: Wikipedia, WorldCat

Language: German

Keywords: 20th Century | German History | Victims: Abortion



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Link: Doria [Free Access]



Additional Information


Contents:

  Vorwort (p. 13)
  1. Einleitung (p. 15)
    Die Pfarrfrauen: ein Gegenstand in den Kultur- und Sozialwissenschaften? Forschungsweg und methodische Grundlegung (16) – In 'Tuchfühlung': Anmerkungen zu den Spuren der Pfarrfrauen in den Archiven und der Literatur wie auch den Briefen, Tagebüchern und Gesprächen (27)
  2. Eine 'archäologische' Skizze zur Geschichte der Pfarrfrauen (p. 33)
    2.1 Das Jahrhundert der Reformation: Zur Genese des Standes der Pfarrfrauen im 16. Jahrhundert als Signum der aufsteigenden protestantischen Kirche (p. 36)
      Die Ehe als vertragliche Regelung der Liebe (37) – Die neue 'christliche Natur' des Menschen (43) – Der Sturz der Heiligen: Vom Aufstieg der Pfarrfrauen als 'fromme Vorbilder' für die Frauen (49)
    2.2 Die institutionalisierte Kirchengemeinde als Tätigkeitsfeld der Pfarrfrauen: die bürgerlich-christliche Neuordnung der protestantischen Kirche im 19. Jahrhundert (p. 56)
      Die Kirchengemeinde als vertraglicher Zusammenschluss der christlichen Gemeinschaft (56) – Die Kirchengemeinde als bürgerlich-patriarchalisches Vergemeinschaftsprojekt: Die beispielhafte Programmschrift von Emil Sulze 'Die evangelische Gemeinde' aus dem Jahr 1891 (60) – Vom 'frommen Lebenswandel' zur 'inneren Frömmigkeit' als Gefühl: Die Intimisierung und Feminisierung des Glaubens (67) – Die Pfarrfrauen als die 'Inkarnation des weiblichen Geschlechtscharakters' (69)
    2.3 Die Pfarrfrau als 'Herz der Gemeinde': Die Belebung der Gemeinde als geschlechtsdurchtränktes Modernisierungsprojekt der protestantischen Kirchen in der Weimarer Republik und NS-Zeit (p. 73)
      Die Gemeinde als 'Trägerin des kirchlichen Lebens' (74) – Die Pfarrfrauen als 'Herz der Gemeinde': Clara Heitefuß und der Pfarrfrauen-Schwesternbund (78) – Pfarrfrauen im NS: Im Schatten einer 'männlich-heldischen Kirche' (81) – Margarete Karwehl: eine Pfarrfrau in der hannoverschen Landeskirche (84)
  3. Die Pfarrfrauen im ersten Nachkriegsjahrzehnt und die "Wahrung der göttlichen Ordnung in der Kirche": Die Geschlechterpolitik der hannoverschen Landeskirche als Kern ihrer restaurativen Modernisierung (p. 91)
    3.1 Beschwiegene Vergangenheit und beschworener Neubeginn (p. 97)
      Der alltägliche Ausnahmezustand in den Pfarrhäusern (98) – Die Politisierung der Familie als vorpolitische Ordnung (100)
    3.2 Neubeginn unter alten Vorzeichen (p. 106)
      Frauenleitbilder im kirchlich-theologischen Selbstverständnis (107) – Das Pfarrhaus und die Wiederherstellung seiner räumlichen Ordnung (115) – Vergewaltigung und Abtreibung als Frage der 'sittlichen Ordnung' (120)
    3.3 Protestantisches Eheverständnis unter Druck: Die Folgen des Gleichberechtigungsgrundsatzes im Grundgesetz (p. 129)
    3.4 Kirchenpolitische Sicherung der pfarrhäuslichen Ordnung und der Eigensinn der Pfarrfrauen (p. 141)
      Der 'unerwünschte Lebenswandel' der Pfarrwitwen als Gefahr für die gemeindliche Arbeit (141) – Die Wahl der Ehefrauen von Pastoren als Gegenstand kirchenrechtlicher Regelungen (145) – Die 'planmäßige Zurüstung' der Pfarrfrauen: Die Pfarrbräuterüstzeiten (149) – Und die Pfarrfrauen? (158)
  4. Die Pfarrfrauen im Licht der funktionalen Modernisierung kirchlicher Arbeit in den 1960er Jahren (p. 163)
    4.1 Die Erosion einer überlieferten, theologisch verankerten Ordnungsinstanz (p. 170)
      Von der 'festen Norm' zur 'persönlichen Wahl': Der Aufstieg der berufstätigen Pfarrfrauen (170) – Die Heraufkunft eines geschlechtsneutralen Amtsverständnisses: Die Frau auf der Kanzel (182)
    4.2 Die Funktion als neues Handlungskonzept in der Kirchengemeinde (p. 197)
      Vom 'Auftrag' zur 'Funktion' kirchlichen Handelns (200) – Die Gemeinde als 'planbare Organisation' (208) – Der Pfarrer als 'Funktionsträger' (216)
    4.3 Die sozialwissenschaftlich-technische Rationalisierung von Handlungsfeldern der Pfarrfrauen (p. 226)
      Quantifizierende Be- und Abwertung der gemeindlichen Arbeit (227) – Die technisierte und privatisierte Haushaltsführung (241) – Die schwindende Bedeutsamkeit der Mutterschaft und der Aufstieg der 'ehelichen Intimgemeineschaft' aus pastoralpsychologischer Perspektive (252)
    4.4 Die Verkündigung im Horizont der Kommunikationstheorie (p. 264)
  5. Schluss (p. 279)
  6. Quellen- und Literaturverzeichnisse (p. 297)
      ungedruckte Quellen (p. 297)
      gedruckte Quellen (p. 298)
      Literatur (p. 304)
      Internetquellen (p. 327)
      Abkürzungen (p. 328)
  7. Zusammenfassungen (p. 329)
      Summary (p. 329)
      Sammanfattnig (p. 333)

Added: February 8, 2014 | Last updated: February 8, 2014