Added: March 8, 2014 – Last updated: March 21, 2015

TITLE INFORMATION


Author: Regina Mühlhäuser

Title: Eine Frage der Ehre

Subtitle: Anmerkungen zur Sexualität deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkriegs

In: Ideologie und Moral im Nationalsozialismus

Edited by: Wolfgang Bialas and Lothar Fritze

Place: Göttingen

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Year: 2014

Pages: 153-174

Series: Schriften des Hannah-Arendt-Instituts 50

ISBN-13: 9783525369616 – Find a Library: Wikipedia, WorldCat | ISBN-13: 9783647369617 (ebk.) – Find a Library: Wikipedia, WorldCat

Language: German

Keywords: 20th Century | German History, Polish History, Russian History | Types: Wartime Rape / Second World War



FULL TEXT


Link: Amazon (Limited Preview)

Link: Google Books (Limited Preview)

Link: V&R eLibrary (Restricted Access)



ADDITIONAL INFORMATION


Author: Regina Mühlhäuser, Hamburger Institut für SozialforschungWikipedia

Abstract: »Noch während des Krieges drohte Himmler seinen SS-Männern, er würde "unsittliche Handlungen" nicht tolerieren. In unzähligen Schriften hatten NS-Propagangdisten die "rassische Reinheit" als ein höchst schützenswertes Gut, ja als geradezu "heilig" herausgestellt. Aus diesen ideologischen Prämissen ergaben sich sowohl für die SS-Führung als auch das Oberkommando der Wehrmacht klare Verhaltensorientierungen. Regina Mühlhäuser vom Hamburger Institut für Sozialforschung, zeigt in ihrem Beitrag, dass und wie diese restriktiven Orientierungen unter den Bedingungen des Krieges gegen Polen und die Sowjetunion in inem eher pragmatischen Herangehen zum Teil aufgegeben wurden: Zwar galten sexuelle Zusammentreffen – Vergewaltigung ebenso wie Prostitution und einvernehmliche Verhältnisse – mit einheimischen Frauen als "unerwünscht", da sie gegen die NS-Rassevorstellungen verstießen und die militärische Disziplin, die Gesundheit sowie das Ansehen der Truppe gefährdeten. Gleichzeitig aber erachtete man männliche Virilität auch als Ausdruck von Stärke, männlicher Ehre und letztlich förderlich für das Erreichen der Kriegsziele. Die Hamburger Historikerin macht deutlich, dass die militärischen Befehlshaber es nur selten darauf anlegten, bestehende Verbote durchzusetzen. Stattdessen betrieben Wehrmacht und SS erheblichen Aufwand, um ihre Männer durch einen umfangreichen Disziplinierungsapparat unter Kontrolle zu halten. Während die Wehrmacht unter Verweis auf deren Ehefrauen und Freundinnen in der Heimat an die Moral ihrer Männer appellierte, lesen sich die Regelkataloge der SS, so Mühlhäuser, wie pragmatische Gebrauchsanweisungen zur Minimierung gesundheitlicher Risiken des Geschlechtsverkehrs.« (Wolfgang Bialas and Lothar Fritze. »Einleitung.« Ideologie und Moral im Nationalsozialismus. Edited by Wolfgang Bialas et al. Göttingen 2013: 13-14)

Reviews: Westermann, Edward B. German History: The Journal of the German History Society (March 3, 2015) – Full Text: Oxford Journals (Restricted Access)

Wikipedia: Wartime sexual violence: German war crimes, War crimes of the Wehrmacht, World War II