Added: August 5, 2017 – Last updated: August 5, 2017

TITLE INFORMATION


Authors: Heiner Keupp, Florian Straus, Peter Mosser, Wolfgang Gmür, and Gerhard Hackenschmied

Title: Sexueller Missbrauch und Misshandlungen in der Benediktinerabtei Ettal

Subtitle: Ein Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung

Place: Wiesbaden

Publisher: Springer VS

Year: 2017

Pages: x + 223pp.

Series: Sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend: Forschung als Beitrag zur Aufarbeitung

ISBN-13: 9783658147440 (print) – Find a Library: Wikipedia, WorldCat | ISBN-13: 9783658147457 (online) – Find a Library: Wikipedia, WorldCat

Language: German

Keywords: Modern History: 20th Century, 21st Century | European History: German History | Cases: Others / Sexual Abuse Cases at the Ettal Abbey; Offenders: Teachers; Types: Child Sexual Abuse, Same-Sex Rape; Victims: Boys, Students



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ADDITIONAL INFORMATION


Authors:

Wolfgang Gmür, Institut für Praxisforschung und Projektberatung München

Gerhard Hackenschmied, Institut für Praxisforschung und Projektberatung München

Heiner Keupp, Department Psychologie, Ludwig-Maximilians-Universität München (Ludwig-Maximilian University of Munich) – ResearchGate, Wikipedia

Florian Straus, Institut für Praxisforschung und Projektberatung München

Contents:

  Vorwort (p. ix)
  1 Auftrag und Durchführung (p. 1)
    Was soll diese Studie leisten, was kann sie nicht leisten? (p. 1)
    1.1 Einleitung (p. 1)
    1.2 Auftrag und Selbstverständnis (p. 2)
    1.3 Design der Studie und methodisches Vorgehen (p. 4)
    1.4 Was kann und will diese Studie nicht leisten? (p. 8)
  2 Es gibt viele „Ettals“ (p. 11)
    Gründe für die unterschiedlichen Erzählungen der Zeit im Internat des Klosters Ettal (p. 11)
    2.1 Wahrnehmung ist selektiv (p. 13)
    2.2 Erinnerungen sind selektiv (p. 17)
    2.3 Haben wir Zugang zu den ausgeblendeten und verdrängten Wahrnehmungen und Erinnerungen? (p. 19)
    2.4 Ergänzende Erklärungsmuster (p. 20)
    2.5 Nicht nur schwarz/weiß (p. 21)
    2.6 Die „vielen Ettals“ relativieren nicht die Misshandlungserfahrungen (p. 23)
  3 Sozialisation im Klosterinternat Ettal (p. 27)
    3.1 Die Entscheidung für das Klosterinternat Ettal und damit verbundene Erwartungen (p. 28)
    3.2 Das Image von Ettal (p. 30)
    3.3 Der Zugang zum Internat: erste Selektionserfahrungen (p. 31)
    3.4 Einstieg: Anfangsphase und Eingewöhnungszeit (p. 33)
      3.4.1 Vielfältige Herausforderungen in der Eingewöhnungszeit (p. 33)
      3.4.2 Trennung von den Eltern: Internat als dominanter, von der Außenwelt isolierter Sozialisationsraum (p. 35)
      3.4.3 Heimweh und mangelnde Geborgenheit (p. 36)
      3.4.4 Umgang von Präfekten mit dem Heimweh der Kinder (p. 37)
    3.5 Die Präfekten und ihre Pädagogik (p. 39)
    3.6 Schwarze Pädagogik als Normalität im Internatsalltag (p. 42)
    3.7 Einordnung in die Klassenstufenhierarchie (p. 44)
    3.8 Täter und Opfer in der Schülergemeinschaft (p. 46)
    3.9 Sexuelle Atmosphäre und sexuelle Grenzverletzungen (p. 49)
    3.10 Schweigen (p. 52)
      3.10.1 Kommunikation mit den Eltern (p. 53)
      3.10.2 Fehlendes Beschwerdemanagement innerhalb des Internats (p. 56)
      3.10.3 Schweigen über sexuellen Missbrauch (p. 57)
    3.11 Elite durch Selektion und schmerzvolle Bestrafung der Leistungsschwachen (p. 59)
    3.12 Entlastungen in den späteren Internatsjahren (p. 61)
      3.12.1 Mehr Freiheiten und Außenkontakte (p. 61)
      3.12.2 Zunahme der körperlichen Stärke und der Wehrhaftigkeit (p. 62)
    3.13 Ausstieg: Ende der Internatszeit (p. 64)
    3.14 Bindungen fürs Leben: Die Altettaler (p. 64)
  4 Der Blick auf die Opfer (p. 67)
    4.1 Die unbezweifelbaren Taten: Konzeptualisierung von Gewaltformen (p. 67)
      4.1.1 Psychische Gewalt (p. 67)
      4.1.2 Körperliche Gewalt (p. 72)
      4.1.3 Sexualisierte Gewalt (p. 77)
      4.1.4 Zeugenschaft von Gewalt (p. 82)
      4.1.5 Kombination verschiedener Gewaltformen (p. 83)
    4.2 Gewalterfahrungen durch andere Schüler (p. 84)
    4.3 Nachwirkungen für die Opfer (p. 91)
      4.3.1 Allgemeine Bemerkungen (p. 91)
      4.3.2 Initial- und Langzeitfolgen, Entwicklungsaspekte (p. 92)
      4.3.3 Soziale Probleme, Beziehungsprobleme, Sexualität (p. 99)
      4.3.4 Probleme in Ausbildung und Beruf (p. 103)
      4.3.5 Forcierte Reinszenierung (p. 105)
    4.4 Gewalt in Ettal: Traumatische Erlebnisse mit traumatisierenden Folgen (p. 107)
  5 Das Täterspektrum (p. 119)
    5.1 Einführung (p. 119)
      5.1.1 Täter als Akteure in Internat und Schule (p. 119)
      5.1.2 Die Taten (p. 120)
    5.2 Vom Mönch zum Präfekten – Herausforderungen und Überforderungen (p. 122)
    5.3 Im Erziehungsalltag angekommen: Übernahme „normaler Gewalt“ (p. 124)
    5.4 Erfahrene Präfekten: Gewaltpräferenzen bilden sich aus (p. 126)
    5.5 Persönliche Motivlagen der Patres (p. 127)
      5.5.1 Das Engagement geht verloren (p. 127)
      5.5.2 Typische Verletzung: Bruch in der eigenen Lebensplanung (p. 131)
      5.5.3 Konkurrenz zwischen den Patres – Macht und Respekt (p. 132)
      5.5.4 Ambivalente Beziehungen zu Schülern: Demütigung und Wunsch nach Anerkennung (p. 133)
      5.5.5 Ausleben sexueller Neigungen durch einzelne Patres (p. 135)
  6 Die Binnenstruktur und der spezifische Kontext des Klosterinternats (p. 141)
    6.1 Der Kontext des Klosterinternats (p. 142)
      6.1.1 Das Klosterinternat Ettal im Kontext von katholischer Kirche (p. 142)
      6.1.2 Das Internat im Kontext des Klosters (p. 145)
      6.1.3 Das Internat in der historischen Tradition (p. 147)
      6.1.4 Das Internat und die Erwartungen der Eltern (p. 149)
      6.1.5 Das Internat im Kontext der herrschenden Pädagogik (p. 150)
    6.2 Die Binnenstruktur des Klosterinternats (p. 152)
      6.2.1 Die Folgen der Klosteranbindung für das Internat (p. 153)
      6.2.2 Das pädagogische Profil des Klosterinternats (p. 161
    6.3 Zusammenfassung (p. 164)
  7 Der Aufarbeitungsprozess (p. 167)
    Einleitung (p. 167)
    7.1 Phase der Nichtbearbeitung bzw. der gescheiterten Bearbeitung (bis 2010) (p. 168)
    7.2 Aufklärung und Positionierung (1. und 2. Quartal 2010) (p. 172)
    7.3 Kooperative Wege der Aufarbeitung (2010 – 2013) (p. 174)
      7.3.1 Die Position der Ablehnung (p. 174)
      7.3.2 Die Position des „Es kann gelingen“ (p. 177)
      7.3.3 Die ersten konkreten Maßnahmen des Aufarbeitungsprozesses starten (p. 181)
      7.3.4 Eine Zwischenbewertung der Maßnahmen (p. 184)
      7.3.5 Die Entschädigungszahlung – gut geregelt, aber nicht zentral (p. 185)
      7.3.6 Eine wirkliche Reue der Täter steht aus (p. 188)
    7.4 Wege der aktiven Erinnerung (2014 – ?) (p. 190)
    7.5 Epilog – Grenzen der Aufarbeitung: Beispiel Angehörige (p. 191)
  8 Fazit und Empfehlungen (p. 195)
    8.1 Conclusio (p. 195)
    8.2 Empfehlungen (p. 202)
      8.2.1 Ein gelebtes Präventionskonzept (p. 203)
      8.2.2 Die Sicherung einer professionellen Pädagogik im Internat (p. 210)
      8.2.3 Erarbeitung eines gemeinsam getragenen Leitbildes für Schule und Internat (p. 212)
      8.2.4 Personalentwicklung zur Förderung tragfähiger Teamstrukturen (p. 213)
      8.2.5 Ein fehlerfreundliches Kommunikationsklima (p. 214)
      8.2.6 Glaubwürdige Verständigung zwischen Kloster und Opfern (p. 215)
      8.2.7 Eine öffentlich sichtbare Form der Erinnerung (p. 216)
  9 Literaturverzeichnis (p. 219)

Description: »Das Buch befasst sich mit dem Missbrauchs- und Misshandlungsskandal im Klosterinternat Ettal, einer traditionsreichen Institution mit Eliteanspruch. Im Rahmen der Aufdeckungswelle im Jahre 2010 haben – neben vielen Anderen – auch ehemalige Schüler dieses Internats den Weg in die Öffentlichkeit gesucht und von Erfahrungen sexualisierter Gewalt innerhalb einer Kultur der „schwarzen Pädagogik“ berichtet. Sie gründeten eine Selbsthilfeorganisation und überzeugten die Klosterleitung von der Notwendigkeit einer unabhängigen sozialwissenschaftlichen Studie. Im Rahmen dieser Erhebung haben Betroffene ihre Geschichte erzählt, die einschneidenden lebensgeschichtlichen Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse aufgezeigt und die entsprechenden institutionellen Bedingungen benannt Auf der Basis der erhobenen Daten konnten vor allem systemisch-organisationale Erklärungen gefunden werden für die jahrzehntelang andauernde Gewalt gegen Schüler innerhalb der Benediktinerabtei Ettal.« (Source: Springer)

Wikipedia: History of Europe: History of Germany | School: Boarding school / Ettal Abbey | Sex and the law: Child sexual abuse