Added: June 3, 2017 – Last updated: June 3, 2017

TITLE INFORMATION


Author: Arne Höcker

Title: „Die Lust am Text“

Subtitle: Lustmord und Lustmord-Motiv

In: Lustmord: Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas um 1900

Edited by: Susanne Komfort-Hein and Susanne Scholz

Place: Königstein/Ts.

Publisher: Ulrike Helmer Verlag

Year: 2007

Pages: 37-51

ISBN-13: 9783897412286 (pbk.) – Find a Library: Wikipedia, WorldCat

Language: German

Keywords: Modern History: 19th Century; 20th Century | European History: German History | Research: History of Jurisprudence; Types: Lust Murder



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Link: Academia.edu (Free Access)



ADDITIONAL INFORMATION


Author: Arne Höcker, Department of Germanic & Slavic Languages & Literatures, University of Colorado at Boulder – Academia.edu

Abstract: »Auch im Beitrag von Arne Höcker ("Die Lust am Text" – Lustmord und Lustmordmotiv) geht es um die Funktion der Autorschaft im Lustmordnarrativ. Er betont die beunruhigende Nähe von Literatur und Kriminologie, wenn nämlich die literarischen Inszenierungen des Lustmords als empirisches Material der Kriminologen herhalten, also gleichsam die literarische Darstellung als Ersatz für die Tat selbst fungiert. Diese Konstellation verdichtet sich im Genre der Fallgeschichte, das den Lustmörder sowohl als devianten Typus hervorbringt als auch als 'Autor' seiner Taten figurieren lässt. Fallnarrative, so argumentiert Höcker, beanspruchen wissenschaftliche Geltung, indem sie sich den Gestus des distanzierten Beobachters verleihen, sie übersetzen aber dabei das zu untersuchende Verbrechen in eine narrative und temporale Ordnung, die eine spezifische, dem Deutungsmodell entsprechende Kausalität der Ereignisse erzeugt und damit sowohl die Tat (als ...) als auch ihren Autor (als diskursiven Effekt der ...) erst produziert. Die literarische Inszenierung des Motivs mache, so gesehen, Autorschaft selbst zum Gegenstand psychopathologischer Sorge bzw. psychopatholischen Wissens. Indem die Befähigung des Dichters zur Darstellung auch menschlicher Abgründe in seiner natürlichen Veranlagung gesucht werde, erscheine die ästhetische Entscheidung zum Lustmordmotiv als Statthalten der Tat selbst, 'Lust am Mord' und Lust am Text fallen dann ineins.« (Source: Susanne Komfort-Hein und Susanne Scholz. »Lustmord – zu einem kulturellen Phantasma um 1900.« Lustmord: Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas um 1900. Edited by Susanne Komfort-Hein et al. Königstein/Ts. 2007: 13)

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Wikipedia: History of Europe: History of Germany | Homicide: Lust murder | Law: Jurisprudence