Added: June 3, 2017 – Last updated: June 3, 2017

TITLE INFORMATION


Author: Kerstin Brückweh

Title: Unerwünschte Expertise

Subtitle: Theodor Lessing und der Fall Haarmann 1924/25

In: Lustmord: Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas um 1900

Edited by: Susanne Komfort-Hein and Susanne Scholz

Place: Königstein/Ts.

Publisher: Ulrike Helmer Verlag

Year: 2007

Pages: 149-164

ISBN-13: 9783897412286 (pbk.) – Find a Library: Wikipedia, WorldCat

Language: German

Keywords: Modern History: 20th Century | European History: German History | Cases: Offenders / Fritz Haarmann; Types: Lust Murder



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ADDITIONAL INFORMATION


Author: Kerstin Brückweh, Zentrum für Zeithistorische Forschung (Centre for Contemporary History, Potsdam

Abstract: »Im Fadenkreuz der Disziplinen steht schließlich der verbrecherische Mensch im Fall Fritz Haarmann, jenem mit großer Presseöffentlichkeit 1925/25 in Hannover verhandelten Serienmordfall, dessen kulturkritischer Chronist, der Philosoph und Psychologe Theodor Lessing, nicht müde wurde, den Täter und seine bestialischen Taten als Produkte eines pathogenen historischen Tatortes zu benennen und den Fall justizkritisch zu wenden. Diese "unerwünschte Expertise", die zum Ausschluss Lessing aus dem Gerichtssaal führte, zeichnet Kerstin Brückweh in ihrem gleichnamigen Beitrag zu Theodor Lessing und der Fall Haarmann 1924/25 nach und sucht die möglichen Gründe nicht allein in der mit antisemitischen Zügen versehenen Diffamierung eines kritischen Zeitgenossen und seines kulturphilosophischen Werkes, sondern auch in einem Machtkampf der Disziplinen um das Profil des Verbrechermenschen und seine Zurechnungsfähigkeit, in dem die von Lessing geforderte psychologische respektive psychoanalytische Expertise gegenüber der unhinterfragt vorherrschenden Psychiatrie das Nachsehen hatte.« (Source: Susanne Komfort-Hein und Susanne Scholz. »Lustmord – zu einem kulturellen Phantasma um 1900.« Lustmord: Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas um 1900. Edited by Susanne Komfort-Hein et al. Königstein/Ts. 2007: 16)

Contents:

  Einleitung (p. 149)
  Erste Möglichkeit: Der unbequeme Kritiker (p. 150)
  Zweite Möglichkeit: Psychiatrie, Psychologie oder Psychoanalyse – welche Expertise ist gefragt? (p. 154)
  Dritte Möglichkeit: Antisemitische Kampagne gegen Lessing (p. 158)
  Wieso Lessing ausgeschlossen wurde – Ein Fazit (p. 159)
  Anmerkungen (p. 161)

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Wikipedia: History of Europe: History of Germany / Weimar Republic | Homicide: Lust murder / Fritz Haarmann